Daedalic gehts nicht gut!?

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Doubledeejay
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Daedalic gehts nicht gut!?

Beitragvon Doubledeejay » Mi 23. Nov 2016, 09:18

http://www.gamestar.de/news/vermischtes ... dalic.html

Eben diesen Artikel gelesen. Das heißt, Deponia Doomsday, Fire und Co. haben sich schlecht verkauft? Schade, denn gerade die beiden genannten gehören doch zum Besten, was das Adventure-Genre in den letzten Jahren zu bieten hatte. Silence hat, auf seine Art, auch wieder Maßstäbe gesetzt und den Schritt auf Konsolen gewagt.

Vielleicht sind den "Nicht-Adventure-Fans" die Spiele zu kurz, anders ist das nich zu erklären. Ich finde, es ist noch im Rahmen und je länger das Spiel, desto teurer ist es. Daedalich ist ja nicht Activision, die einfach so ein paar Millionen locker machen und deren Verlust verschmerzen können. Ich hoffe, das ihr da wieder auf bessere Zeiten kommt. Meine Unterstützung habt ihr auf jeden Fall, denn nächstes Jahr kommen mit The Long Journey Home und weiteren titeln schon wieder tolle neue Spiele von euch.

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Screeny
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Re: Daedalic gehts nicht gut!?

Beitragvon Screeny » Mi 21. Dez 2016, 19:44

Ich glaube, dass ein großes Problem innerhalb der Gaming-Branche der hohe Nutzen & Verschleiß von Praktikanten oder niedrigen Stellen ist. Wenn eine Firma aus der Branche z.B. 100 Stellen streicht, wirkt dies total dramatisch - wenn man dann aber sieht, dass es zu 70% Stellen sind, die lediglich projektbezogen besetzt wurden, dann ist es nicht schlimmer als z.B. die zusätzlichen Arbeitskräfte für das Weihnachtsgeschäft, wie es in manchen Branchen der Fall ist.

Dazu kommt, dass Spiele kein wirklich materiellen Wert mehr besitzen, seitdem Onlineplattformen boomen. Innerhalb von maximal 4-6 Monaten gibt es aktuelle Spiele dann zu einem Drittel des Preises, das wird vielerorts auch dafür sorgen, dass die Verkaufszahlen zwar top sind - der Gewinn aber nicht.

Ein weiterer Punkt könnte sein, dass im Gaming-Bereich ein gewaltiger Overhead an Personal entstehen kann. Wie oben kurz angerissen, liegt dies u.A. daran, dass nicht die fähigsten, sondern die flexibelsten (und billigsten) Arbeitskräfte für Tasks genutzt werden. Auf einmal arbeiten 200 Leute an einem Projekt - und 75 davon machen nur irgendwelche Kleinstarbeit. Nicht umsonst sind viele Spielehersteller lediglich Durchlauferhitzer für Personal (wenige Mitarbeiter bleiben tatsächlich "lange" in einer Firma - insbesondere die Personen aus dem "creative" Bereich zieht es oft nach 2-3 Jahren woanders hin)

Alles in Allem würde ich das nicht so dramatisch sehen, Mitarbeiter kommen und gehen.


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