Kritik

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Dave
Clown(in) der Traurigkeit
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Kritik

Beitragvon Dave » Sa 8. Jan 2011, 13:39

Hallo, möchte mich hier für dieses äußerst geniale Adventure bedanken. Das Spiel ist einfach rundrum geleungen und als großer Fan von den klassischen Lucas-Arts-Adventures hab ich lange gewartet, dass man sowas mal wieder in die Finger bekommt. Besonders loben muss ich hier mal die liebevoll gezeichneten Hintergründe und die qualitativ hochwertigen Sprecher.

Bitte mehr davon!

Die Rätsel waren bis auf ein paar wenige Ausnahmen (die dann aber echt ätzend waren) alle einigermaßen logisch zu lösen. Zu den ätzenden gehörte es unter anderem, Spot in die Presse zu stecken. Wenn Sadwick vorher tausend Mal irgendwelche "radikaleren" Methoden ablehnt weil er dem Tier nichts antun will, fällt diese Option echt schwer. Was mich auch viel Zeit gekostet hat, war in Kapitel 3 das Rad im Gefängnis zu entdecken (nachdem ich vorher geschätzte zwei LKW-Ladungen an Stroh dort entnommen und aus dem Fenster geschmissen habe). Noch schrecklicher fand ich die Geheimwand in der Waffenkammer. Hier hab ich alles durchsucht gehabt und die Wand X-Mal benutzt, ohne was zu finden. Hier musste ich die Komplettlösung benutzen und selbst als ich WUSSTE dass da was sei, hab ich noch sieben oder acht Versuche gebraucht. Diese "Finde-den-Gegenstand-auf-dem-Bildschirm"-Rätsel müssen echt nicht mehr sein (weswegen ich auch die Funktion auf der Space-Taste sehr zu schätzen wusste).




Was ich extrem negativ fand waren die ständigen Probierspielchen. Ich bin zwar sehr großer Fan von Minispielchen, aber sowas muss nicht sein, wenn die Sachen SO schwer sind. Am sinnfreisten empfand ich hier das Hebelspiel am Anfang von Kapitel 3. Ich weiß nicht ob ich da was übersehen habe, aber die einzige Möglichkeit die ich gefunden habe war, alle Kombinationen auszuprobieren. Bei drei oder vier "Bits" ist das ja noch okay, aber nicht bei fünfen...
Gleiches gilt bei den "Dialogrätseln", wo man (wie bei den Steinen) letztlich alle Optionen ausprobieren musste.
Das Planetenrätsel ist bei mir daran gescheitert, dass man im Alchimielabor kaum erkennen konnte welches Element welche Farbe hat und auch die Kreidezeichnung nicht gerade eindeutig war (sowohl was die Größe als auch was die Position angeht). Unterm Strich bliebt dann auch wieder nur ausprobieren. Gleiches gilt für das Farbspiel (okay, bin durch wildes rumklicken auf die Lösung gekommen), das Verschiebespiel (damit kann man mich jagen)...

Wenn schon kleine Minispielchen gemacht werden, dann zur Auflockerung, und nicht um den Spieler ewig mit Rumprobieren aufzuhalten...

Gruß, Dave
Zuletzt geändert von Dave am Sa 8. Jan 2011, 13:49, insgesamt 1-mal geändert.

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Dave
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Re: Kritik

Beitragvon Dave » Sa 8. Jan 2011, 13:43

Achja... was ich auch noch SEHR schade fand war, dass es kein alternatives Ende gab. Wenn Ihr schon zwei Möglichkeiten impliziert, dann solltet ihr dem Spieler auch die Möglichkeit lassen diese zu nutzen. Ich mag zwar lineare Adventures ohne Gabelungen, aber so wie es HIER gemacht wurde, wäre das am Schluss echt angebracht gewesen.
Alternativ hätte man das ja auch so machen können, dass Sadwick einfach wieder durch den Linken Spiegel in den kleinen Raum zurück hätte gehen können (ohne dass hier etwas passiert). Aber "geht nicht" ist hier ziemlich unbefriedigend...

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BugMeNot
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Re: Kritik

Beitragvon BugMeNot » So 9. Jun 2013, 16:18

Hallo!

Nachdem ich mittlerweile ebenfalls durch dieses wunderschöne Spiel durch bin, auch von mir eine Einschätzung. Vielleicht wird sie ja von den richtigen Leuten gelesen und bei zukünftigen Spielen berücksichtigt...

Grafik & Ton
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Grafisch gefällt mir TWW sehr gut. Man merkt, daß hier viel Mühe investiert wurde eine atmosphärische Spielwelt zu erschaffen. Gerade der Verzicht auf 3D oder unnötige Effekthascherei bekommt dem Spiel sehr. Für den Ton gilt ähnliches - wobei mir besonders die ausgewählten Stimmen gefallen haben. Die Hintergrundmusik ist angenehm und stört auch bei längerem Anhören nicht. An dieser Stelle auch einen herzlichen Dank dafür, daß die Musik als Download zur Verfügung gestellt wurde!


Geschichte
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Auch die Geschichte ist gelungen und schafft es meist spannend zu bleiben und zahlreiche Anspielungen unter zu bringen. Die Auflösung passiert mir dann allerdings auch etwas abrupt und die suggerierte Entscheidungsmöglichkeit am Ende, die dann aber eigentlich gar keine ist, hätte nicht sein müssen. Sowas enttäuscht nur unnötig Erwartungen.



Rätsel
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Hier gibt's ein Riesenlob für Spot und die mit ihm verbunden Rätsel, die sich vom Genre-üblichen stark abheben. Ganz besonders für den Solopart am Anfang des letzten Abschnitts. Genauso ist mir positiv aufgefallen, daß nicht (wie leider oft üblich) am Ende gar nichts mehr zu tun ist als stur Dialoge durchzuklicken, sondern auch im letzten Kapitel noch einige nette Rätsel warten. Mit den Minispielen (Schieberätsel, Farben mischen, Planetenrätsel,...) habt ihr es hier aber wirklich übertrieben. Dazu kommt, daß die nötigen Hinweise teilweise komplett fehlen - beim Eingang zu den Asgil oder dem späteren Farbmischen hilft praktisch nur wildes Rumprobieren - oder sehr schlecht sind. Beim Planetenrätsel hätte ich mir die Hinweise aus dem Buch schriftlich gewünscht, um sie nicht selbst mitschreiben zu müssen. Auch ein Vorlesen der Farben (Alchemielabor) hätte mir mit meiner Farbsehschwäche vieles erleichtert ;-)


Kopierschutz
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Mir ist schon klar, daß vermutlich irgendein Wirtschaftler auf den Blödsinn besteht, aber er nervt. Da ich das Spiel (leider!) nur noch als Budget-Version kaufen konnte, fehlt zwar der Würfel-Part aber Tages bleibt erhalten. Warum muß ich als ehrlicher Käufer erst nach einem Crack suchen, um bequem spielen zu können (mein Laptop hat nur ein externes DVD-Laufwerk) während bei einer Schwarzkopie gleich alles schön fertig geliefert wird? Von den absolut unnötigen Lizenzzahlungen für den Quatsch fange ich besser erst gar nicht an. In der Beziehung war Edna deutlich besser.

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Lordun-RheikCreator
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Re: Kritik

Beitragvon Lordun-RheikCreator » Sa 2. Nov 2013, 12:12

Das Einzige was ich an dem Spiel zu bemängeln habe, ist kein alternatives Ende. Es hätte sich wirklich angeboten.
Ich arbeite an meinem ersten Roman, Genre: Steamfantasy (Steampunk + Fantasy)
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