Deponia Intermezzo

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#Goaly
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Deponia Intermezzo

Beitragvon #Goaly » Sa 16. Apr 2016, 12:48

Eine Fanfiction für alle, die immernoch gern darüber spekulieren, was nach dem 3. Teil passiert und worüber der 4. Teil beharrlich schweigt.
Aus meinen Spekulationen ist jedenfalls diese Geschichte geworden:
Ein Zwischenspiel zwischen Goodbye und Doomsday, das sich um folgende Fragen dreht:
Wie lebt man eine Lüge, wenn man die Wahrheit kennt?
Wie verkörpert man jemanden, der man nicht sein kann und auch nicht sein will?
Und wie rettet man ein Raumschiff, das nicht zu retten ist?

Das Deponia-Universum gehört natürlich Daedalic und die wahren Antworten kann nur Poki geben! ;)

Ich wünsche euch trotzdem viel Spaaaaaaaaaß mit meiner Version der Geschichte! :D


Kapitel 1
Für alle Zeiten Rufus


Spoiler: show
Langsam und vorsichtig schob er Goal in Richtung des Aufzugschachts, der sie beide nach Elysium bringen würde. Welche Hoffnung dort auf sie noch warten sollte, konnte er sich nicht mehr vorstellen. Goals Blick war nur nach Deponia gerichtet. So lange es ihr möglich war, sah sie hinunter, als könnte sie den fallenden Rufus mit ihrem Blick auffangen und zurückholen. Er hatte den fürchterlichen Verdacht, dass es Rufus gelungen war, ihr Herz zu erobern. Als der Planet außer Sichtweite war, ließ sie den Kopf hängen. Die Fahrstuhltüren schlossen sich leise und Goal sagte kein Wort.
"Ähh..."durchbrach er wenig geistreich die Stille. Die Unterhaltung am Rotor schien ewig her zu sein.
"Oh," sagte Goal überrascht und sah ihn an, als würde sie ihn zum ersten Mal sehen, "Da hätte ich doch beinahe etwas vergessen". Sie lächelte auf einmal und kramte einen Sack stinkender Lumpen hervor.
"Ähm..." begann er noch einmal, "danke, Goal, du hast mir das Leben gerettet. Ohne dich wäre ich jetzt..." Er kam nicht weiter.
"Gulasch?", fragte sie sanft lächelnd.
"Tja...genau...wenn du es so nennen willst, ja."
"Aber Rufus! Warum hätte ich dich denn nicht retten sollen? Nach allem, was wir zusammen durchgemacht haben..." Ihre Stimme begann zu zittern. Sie fuhr sich durch die Haare, hielt kurz inne, um sich zu beruhigen und fuhr dann fort: "Außerdem war es kein Risiko mehr, ich wusste ja, dass du Rufus bist. Cletus hat es doch gesagt, bevor er losgelassen hat."
"Du bist dir sicher, dass es Cletus war?"
"Na wer denn sonst? Etwa Argus?" Sie lachte künstlich. "Der wollte doch um jeden Preis nach Elysium und hätte Rufus gespielt bis zum bitteren Ende. Cletus war nicht so."
Cletus schluckte.
Dann wandte er sich ab, denn Goal hielt ihm die stinkenden Lumpen unter die Nase. "Jetzt mach schon, bevor wir da sind. Du musst doch beim Ältestenrat vorsprechen!"
"Und was soll ich da mit diesen widerlichen..." ereiferte er sich, bremste sich aber wieder, als er merkte dass es Rufus' Kleidung war. "Ich meine diesen unwiderstehlichen, lässigen, rufusmäßigen Deponianerklamotten! Ach weißt du, die brauche ich doch jetzt nicht mehr. Ich bin jetzt Elysianer."
"Unsinn! Du bist einfach Rufus, egal ob du auf Deponia bist oder auf Elysium. Zeig´dich den Leuten so, wie du bist. Du willst doch nicht die ganze Zeit im Cletuskostüm herumlaufen, oder?" Sie zwinkerte.
"Ach, was! Ich dachte nur, ach egal."
Cletus merkte, dass hier nichts zu machen war, wenn er seine Tarnung nicht auffliegen lassen wollte. Goal bestand darauf, dass er Rufus war und dass er auch so aussehen sollte wie Rufus. Vor ein paar Minuten hing alles Glück der Welt davon ab, Rufus zu sein. Aber so richtig durchdacht hatte er die Sache anscheinend nicht. Auf Elysium würde sich hoffentlich alles aufklären.
Goal wandte sich ab, damit er sich umziehen konnte. Kein Zurück.
"Bist du bereit?"
"Ich weiß nicht. Denkst du wirklich, dass dieses Ensemble hier angemessen ist?",fragte er in Gedanken an den Ältestenrat.
"Aber Rufus! Jeder weiß, dass du ein Deponianer bist. Schon vergessen? Du musst dich nicht mehr verstellen. Nie wieder. Du kannst einfach du selbst sein. Für alle Zeiten ... Rufus!"
"Aber das ist doch...", er würgte, "voll lässig!"

Der Aufzug stoppte und beide stiegen aus. Der Ältestenrat erwartete sie bereits. Goal wusste, was sie nun zu tun hatte. Sie wollte zum allerletzten Mal etwas für Rufus tun. Sie hatte ihn so furchtbar unterschätzt. Natürlich konnte er loslassen! Er hatte sich schon einmal fallen lassen und dabei sein Leben riskiert. Sie fühlte die schreckliche Gewissheit, dass sie Rufus nie wieder sehen würde. Aber jetzt war nicht die Zeit, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Sie musste standhaft bleiben, wenn sie ihren letzten Trumpf ausspielen wollte. Ihren Plan hätte sie normalerweise sehr lustig gefunden. Sie sah ihr Gegenüber an, der scheinbar die Unschuld in Person war. *Hoffentlich ist es Cletus*, dachte sie. *Mit Argus funktioniert dieser Plan nicht. Mit Argus würde überhaupt nichts mehr funktionieren.*
Vor dem Ältestenrat verscheuchte sie alle störenden Gedanken aus ihrem Kopf und erkärte feierlich, neben ihr stünde ein deponianisches Genie, das auf alle neu entstandenen Fragen eine Antwort wüsste. Es stand schließlich schlecht um Elysium: Es gab über 11 000 neue Bewohner, die Ressourcen waren ohnehin schon knapp und ohne die Sprengung Deponias konnte das Schiff nicht starten. Es schmerzte sie, dass der echte Rufus wahrscheinlich wirklich eine Antwort parat gehabt hätte. Aber so sollte sich eben der falsche Rufus den Kopf darüber zerbrechen. Sie genoss es eine Weile, wie er schwitzend und stotternd sämtliche spontanen Einfälle aufzählte, die ihn aus dieser Lage befreien sollten. Er gab sich wirklich Mühe. Sie schnappte die verrücktesten Dinge auf...Flugdrachen, mit Monstertruckrädern gefüllte Heliumballons...dann entfernte sie sich langsam aus dem Raum.
Die Grenze des Erträglichen war bald erreicht. Noch musste sie ausharren, bis der Rat sie entließ. Goal ging nach draußen, wo sie eine gute Sicht auf Deponia hatte. Sie spürte, wie der Wind durch ihre Haare fuhr. Frische Luft...wie lange hatte sie die nicht mehr geatmet? Sie hatte so viel Zeit auf Deponia verbracht und wollte immer nur nach Hause. Jetzt wünschte sie sich, sie könnte noch einmal da unten sein - mit Rufus. Sie musste an alle Abenteuer denken, sie sie miteinander erlebt hatten. Was hätten sie noch alles tun können, wenn sie ihn ihm nicht immer nur den rücksichtslosen Egoisten gesehen hätte. Sie fühlte sich schuldig. Rufus hatte alles getan, was er konnte, um Deponia zu retten - und um sie zu erobern. Aber sie fand, dass sie nicht ihr Bestes getan hatte. Zu oft war sie von Zweifeln geplagt, ob sie Rufus vertrauen kann, ob nicht doch Cletus der Bessere war. *Jetzt habe ich ja meinen Beweis, den ich unbedingt wollte*, schimpfte sie sich selbst aus, *jetzt kann ich ihn ja endlich lieben.* Tränen traten ihr in die Augen. Sie hatte ihm ihre Liebe nie gestanden. Selbst als er in Lebensgefahr schwebte, hatte sie nicht daran gedacht, es ihm zu sagen.
"Rufus", flüsterte sie leise in die Leere hinein, "ich weiß, es ist albern, zu denken, dass du mich hören kannst, aber... ich muss es einfach sagen, sonst drehe ich durch. Ich liebe dich. Du hättest nicht sterben sollen, bevor du es weißt. Es tut mir leid, ich...es ging alles so schnell...ich wusste nicht, was ich tun soll. Es wäre meine Chance gewesen, dich zu retten, aber...wir waren beide am Ende unserer Kräfte. Unsere Zeit zusammen war etwas besonderes und obwohl sie sehr kurz war- sie war unvergesslich. Was auch immer du getan hast, ich verzeihe dir. Irgendwie hat es auch Spaß gemacht. Ohne dich würde ich jetzt mit diesem schleimigen Schnösel Utopia entgegenschweben, nicht ahnend, dass ich dabei geholfen habe, ein ganzes Volk auszulöschen." Sie schauderte bei dieser Vorstellung. "Danke, Rufus! Du hast mir so viel gegeben. Bitte verzeih mir, dass ich dir nicht genauso viel geben konnte. Alles, was ich jetzt tun kann, ist dafür zu sorgen, dass du endlich deine verdiente Aufmerksamkeits bekommst. Die Elysianer werden alles erfahren und dich für alle Zeiten als Held in Erinnerung behalten. Weil du ein Held bist! Ja, wirklich! Außerdem...sorge ich dafür, dass dieser elende Lügner, der sich für dich ausgegeben hat, jetzt nicht noch seinen Sieg genießen kann. Nein, der wird sich wundern! Du würdest es mögen. Ich habe nämlich auch ein bisschen von dir gelernt, weißt du?"
Goal lachte leise. Sie stellte sich vor, Rufus hätte sie gehört, würde jetzt mit ihr lachen. Endlich konnte sie sich die Tränen aus dem Gesicht wischen und zum Ältestenrat zurückkehren. Jemand hatte ihr ein Zeichen gegeben, dass das Gespräch mit dem Simulanten beendet war.

"Habe ich euch zu viel versprochen, eure Eminenz?", fragte Goal freudestrahlend.
"Ganz und gar nicht, Goal, " antwortete der Älteste unter den Ältesten begeistert. Dann kratzte er sich verlegen am Kopf. "Aber, ähm, ich glaube ich kann seinen genialen Gedankengängen noch nicht überall hin folgen. Wir werden doch viele Sitzungen brauchen. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir bald eine geeignete Lösung für Elysium parat haben werden, habe ich Recht, Rufus?"
"Ja, sicher!" antwortete Cletus überschwänglich. "Das heißt, ein bisschen dauern wird es natürlich...aber alles in allem ist es gar kein Problem!"
Goal war überrascht darüber, wie rot dieser Blassling werden konnte.
"Ach, ist das herrlich!", freute sich der Älteste und klatschte in die Hände. "Rufus, Goal, ihr habt Hoffnung für Elysium und Deponia gebracht. Ihr habt es euch verdient, dass euretwegen ein Fest stattfinden wird!" Die anderen Ratsmitglieder nickten zustimmend.
"Das wäre eine große Ehre für uns", versichterte Goal, "aber Rufus und ich sind noch ganz müde von unserer Reise."
"Sind wir? Sind wir, ja!"
"Aber, aber. Es soll ja auch keine spontane, unvorbereitete kleine Feier werden. Nein, es sollte schon das größte Fest sein, dass je auf Elysium stattgefunden hat. Ich hoffe, es stört euch nicht, dass die Vorbereitungen deswegen ein paar Tage dauern werden?"
"Überhaupt nicht, eure Eminenz! Ich...wir...können gar nicht sagen, wie geehrt wir uns fühlen." Goal sah auffordernd zu Cletus.
"Goal hat Recht! Wir können es gar nicht fassen! Lassen sie sich ruhig alle Zeit, die sie brauchen. Es soll doch ein angemessenes Fest werden, für einen großen Helden wie mich, nicht wahr, Goal?" Seine Augen funkelten sie an.
"Uns, Rufus. Für Helden wie uns. Ich war doch immer an deiner Seite, das hast du doch nicht vergessen, oder?" Goal erwiderte seinen Blick. Sie wollte ihm nicht die Zügel in die Hand geben.
"Ihr werdet euch doch jetzt nicht streiten," kam ihnen der Älteste belustigt dazwischen. "Ruht euch aus und genießt euer neues Leben im Paradies von Elysium." Er breitete feierlich die Arme aus.
"Danke, eure Eminenz", sagte Goal und beide verbeugten sich, bevor sie den Raum verließen.

Zurück im Fahrstuhl wurde Cletus' Anblick ungeheuerlich. Nicht nur, weil er nass geschwitzt und blasser war als sonst, sondern auch, weil er zornig, mit starrem Blick und mahlendem Kiefer die Wand betrachtete.
"Was ist, Rufus?", fragte Goal vorsichtig und lehnte sich in seine Richtung. Sie musste ihm jetzt zeigen, dass er aus dem Spiel nicht mehr herauskam.
Er drehte den Kopf langsam in ihre Richtung.
"Stimmt was nicht? Jetzt sag' schon", drängte Goal scheinbar besorgt.
Sie sah im an, dass er angestrengt nachdachte. Dann fuhr er sich mit der Hand über die Stirn und atmete aus.
"Es ist nichts, Goal. Ich bin nur müde."
"Oh, ich auch. Wir haben so viel durchgemacht heute!" Sie streckte sich. "Ich freue mich jetzt nur noch aufs Bett."
"Da fällt mir ein - wo wohne ich jetzt eigentlich?"
"Hmmm...du musst wohl erstmal in Cletus' Wohnung wohnen."
"Oh, nein!"
"Tut mir leid, eine andere ist ja nicht frei geworden. Und dir eine neue zu bestellen, kann die ganze Nacht dauern. Keine Sorge, ich bring dich dorthin, damit du dich nicht verläufst. Und du wirst es überleben."
*Nanu?*, dachte Cletus, *sie lässt ihren Rufus nicht bei sich schlafen? Dann ist aus der großen Liebe wohl doch nichts geworden.*
"Und wo wohnst du?" Als Rufus konnte man solche direkten Fragen stellen.
"Nicht weit weg von dir. Nur ein paar Minuten." Das war die Wahrheit.
Ein Gedanke ließ Cletus fragen: "Wir sehen uns doch morgen wieder, oder?"
Goal lachte hysterisch auf. "Na klar doch! Warum sollte ich dich denn nicht sehen wollen, Dummerchen, du?"
"Ich hatte schon befürchtet, ich müsste mich auf Elysium ganz allein zurecht finden."
"Das würdest du schon schaffen. Aber das kann ich dir doch nicht antun."
"Eben."

Sie durchquerten schweigend die Gänge und Straßen durch die weiße Stadt. Es war bereits Nacht geworden und Goal hätte gern die Sterne beobachtet, wenn sie nicht gerade an ganz andere Dinge denken musste. An Cletus' Habitat angekommen, war sie froh, ihn endlich loszuwerden - zumindest für diese Nacht. Ihn in Rufus' Kleidung zu sehen konnte sie nicht länger ertragen.
"Hier ist es!", erklärte Goal und deutete auf die Tür.
"Tja, danke. Dann werd ich wohl mal..."
"Schlaf gut," unterbrach ihn Goal. Und mit sanfterer Stimme fügte sie hinzu: "Du hast es dir verdient."
"Du auch, Goal. Du weißt, ohne dich wäre ich jetzt nicht hier."
Goal seufzte, scheinbar erleichtert. "Ja, ich weiß. Vielleicht war es auch ein bisschen egoistisch." Sie kicherte, dann näherte sie sich seinem Gesicht. "Wer außer dir könnte denn sonst Elysium retten?"
"Ach, naja..."
"Erinnerst du dich daran, als ich gesagt habe, wir bräuchten das absolute Rufus-Manöver, den genialsten Plan, den du je hattest?"
"Ja, klar!"
"Ich hatte Unrecht. Jetzt brauchen wir das absolute Rufus-Manöver, und nichts geringeres als das."
Zu ihrer Überraschung konnte Cletus noch weiter erbleichen. Er sah aus, als würde er gleich in Ohnmacht fallen. Goal hielt ihre Arbeit für getan, lehnte sich wieder zurück und trat den Rückweg an. Sie überwand sich dazu, noch einmal fröhlich zum Abschied zu winken.

Stille. Endlich, nach all dem Chaos, dem Lärm, dem Dreck!
Cletus stand an die Tür gelehnt, seine Gedanken rasten. Seine Wohnung strahlte eine unheimliche, unwirkliche Atmosphäre aus. Alles war unverändert, als könnte er einfach weitermachen, als wäre nichts passiert. Dabei würde es nie wieder so sein wie vorher! Er schloss die Augen und atmete tief durch, bis ihm wieder einfiel, dass von seinen Kleidern ein ekelerregender Gestank ausging. Angewidert stürzte er in Richtung Badezimmer. Das Zeug musste in die Reinigung, ob es Goal nun passte oder nicht!
Als er die deponianischen Pestflöhe der Reinigungsanlage übergeben und sich selbst mit heißem Wasser durchgekocht hatte, konnte er sich endlich wieder in seine elysianische Kluft werfen. Goal konnte ihm ja wohl kaum vorschreiben, was er zu Hause trug. Es war trotz allem ein Segen, dass er wieder hier sein konnte, wo er allein war und wo er jetzt alle Informationen zusammentragen konnte, die er brauchte. Hecktisch kramte er alle Unterlagen über Elysium zsammen, die er finden konnte und türmte sie auf seinem Schreibtisch auf. Eigentlich war der Aufwand völlig umsonst. Cletus fuhr mit zitternden Händen durch die Papiere und raufte sich die Haare. Die Ältesten hatte er überzeugen können, aber seinem eigenen Urteil hielten seine absurden Pläne nicht stand.
Elysium hatte keinen eigenen Antrieb, um zu starten. Es machte auch keinen Sinn, am Schiff Turbinen oder Düsen anzubauen. Diese müssten denselben Antrieb erzeugen, wie eine Planetensprengung! Es gab nicht genug Energie und schon gar nicht genug Treibstoff für so ein Unternehmen. Außerdem müssten die riesig sein, was sie wieder viel zu schwer machen würde, um sie überhaupt mitsamt dem Schiff fortzubewegen. Was er mit den Heliumballons vorhatte, hatte er schon wieder verdrängt. Besser so.
Flugdrachen? Die Idee gefiel den Ältesten besonders. Sie war aber nicht zu retten. Es fiel ihm ein, dass es ein Forschungslabor für Urzeittiere auf Elysium gab, das alle genetischen Codes solcher Urviecher gespeichert hatte. Aber der Gedanke, dass Drachen auf dem Schiff Amok laufen könnten, reizte ihn überhaupt nicht. Brände waren auf dem Schiff ohnehin zu vermeiden. Den Drachen müsste man außerdem Raumanzüge anziehen, damit sie im Weltall überleben konnten... Bei dem Gedanken brachte er sich selbst zum Lachen, aber es entwickelte sich eher zum hysterischen Kichern.
Was er auch anfing, es war hoffnungslos. Irgendwann nickte er zwischen Formularen, Aufzeichnungen und Skizzen ein.

Der Rückweg schien eine Ewigkeit zu dauern. Sie konnte einfach nicht schneller gehen, obwohl sie nur noch nach Hause und ins Bett wollte. Die Zeit schien nur in Zeitlupe zu vergehen und dabei musste sie gegen quälende Gedanken ankämpfen, die wieder in ihr hochkamen. Als sie endlich zu hause war, wurde sie geblendet von all dem Glanz, dem Gold und dem bunten Nippes, der überall in ihrer Wohnung verteilt war. Auf Elysium gab es keine staubigen Räume und sie hätte nie gedacht, dass sie sich einmal darüber wundern würde. Immernoch langsam durchquerte sie die Wohnung. Sie machte vor einem großen Schrank halt und holte sich eine schwere Flasche alkoholhaltigen Getränks und ein hohes Glas heraus. Sie fand, dass es einen besonderen Anlass dafür gab. Sie nahm auf dem weichen Sofa platz und schenkte sich ein.
"Auf Deponia," verkündete sie und leerte das Glas. Dann schenkte sie sich erneut ein.
"Auf Rufus!" Auch das zweite Glas war bald leer. Dann lachte sie leise. Nur so ein Gedanke. Sie hob das Glas zum dritten Mal und rief:
"Auf den Untergang Elysiums!"
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Re: Deponia Intermezzo

Beitragvon Yuna Leonhart » Sa 16. Apr 2016, 21:35

Der Anfang ist schonmal interessant, da ist man gespannt wie es weitergehen wird. Mir gefällt wie Goal es so offensichtlich genießt Cletus zu foltern, indem sie ihn dazu zwingt so zu tun als wäre er Rufus. Da stelle ich mir bei ihr süße kleine Teufelshörner auf dem Kopf vor :lol:
Die Stellen, wo sie an den echten Rufus denkt und ihn vermisst, sind wirklich schön geschrieben.

Aber ich glaube ich hätte gerne, dass in einem Satz oder zwei erwähnt wird, was eigentlich mit den Deponianern, die ja mit zum Hochboot kamen, waren. Also, wo sie waren, was sie machten, ob alle überlebt hatten, et cetera. Doch ich schätze mal das wird im Laufe des Fanfics offenbart, oder?

Anyway, toller Anfang! :)
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Re: Deponia Intermezzo

Beitragvon #Goaly » So 17. Apr 2016, 09:41

Danke für dein Feedback! :D

Freut mich dass dir Goals böse Seite gefällt! So ähnlich hatte ich mir das auch vorgestellt. Sie ist eben nicht die brave kleine Prinzessin. :roll:
Ich freue mich auch, dass du die Stelle magst, an der Goal um Rufus trauert. Ich hatte ein bisschen Angst, dass ich zu sehr auf die Tränendrüse drücke. Andererseits wollte ich unbedingt, dass Goal noch einmal richtig von ihm Abschied nimmt und die Zeit findet, sich über ihre Gefühle klar zu werden. Dafür war im 3. Teil ja überhaupt keine Zeit.

Die Deponianer werden auf alle Fälle noch auftauchen! :) Es kommen ja noch ein paar Kapitelchen. Die Geschichte habe ich jedenfalls schon fertig im Kopf.

Was würdest du eigentlich besser finden: soll ich die nächsten Kapitel in den ersten Post editieren oder soll ich sie nach und nach in die Diskussion posten? Ich bin mir da noch unsicher. :?:
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Re: Deponia Intermezzo

Beitragvon Yuna Leonhart » So 17. Apr 2016, 17:39

Also ich finde, dass der Part, wo Goal trauert genau die richtige Mischung an Emotionen hat. Man heult keinen Wasserfall, aber man denit sich auch nicht "pff, die ist so traurig wie ein Vulkanier fröhlich ist nachdem er einen Witz gehört hatte". Man hat Mitleid mit ihr und man will wie ein guter Freund bei ihr sein.

Bezüglich der Kapitel: Ich hab's in andere Foren erlebt, dass das nächste Kapitel in einem neuen Beitrag gepostet wurde, aber diese hatten auch eigene Fanfictionbereiche. Einer hatte in mal in einem Forum in seinem ersten Beitrag die nächsten Kapitel reineditiert, aber das wurde am Ende so lang, dass er doch neue Beiträge schreiben musste. Ich selber habe für jedes neue Kapitel einen neuen Beitrag geschrieben. So sieht es, meiner Meinung nach, nicht wie zu viel auf einmal aus.
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Re: Deponia Intermezzo

Beitragvon #Goaly » So 17. Apr 2016, 18:18

Ich selber habe für jedes neue Kapitel einen neuen Beitrag geschrieben. So sieht es, meiner Meinung nach, nicht wie zu viel auf einmal aus.


Schreibst du auch Deponia-Fanfictions oder meinst du hier ein anderes Fandom und ein anderes Forum?
In diesem Forum ist die Fanbase ja leider wieder verschwunden. Es gab ja mal einen Bereich, zumindest für Fanart.
Was du schreibst, klingt einleuchtend. Ich werde also die Kapitel immer in neue Beiträge schreiben, so sieht auch jeder gleich, dass es was neues gibt. :roll:
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Re: Deponia Intermezzo

Beitragvon Yuna Leonhart » So 17. Apr 2016, 18:45

#Goaly hat geschrieben:Schreibst du auch Deponia-Fanfictions oder meinst du hier ein anderes Fandom und ein anderes Forum?


Ich habe in anderen Foren zu anderen Fandom Fanfiction geschrieben. Zu Deponia bisher noch nicht, aber es ist einer der beiden Fandoms (der andere ist Zootopia), bei denen sichlangsam je eine Plotidee entwickelt. Hab' aber einen Edna Fanfic am Laufen - außerhalb des Forums.

#Goaly hat geschrieben:In diesem Forum ist die Fanbase ja leider wieder verschwunden. Es gab ja mal einen Bereich, zumindest für Fanart.


Es gab mal ein Fanart-Bereich!? :shock:
Oh Mann, dabei zeichne ich so gerne. selbst wenn es ewig dauert bis ein Bild fertig wird (ich gebe meinem Graphic Tablet die Schuld). Aber ich gehe davon mal aus, dass der Bereich nicht häufig genutzt wurde. Immerhin geht es in den meisten Beiträgen, die im Forum gepostet werden, um Probleme, die man hat, wie Spiel startet nicht oder Achievements werden nicht freigeschaltet, etc.
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Re: Deponia Intermezzo

Beitragvon ladyamen » So 17. Apr 2016, 18:52

woho Spaaaaaaaaß

Sehr guter Anfang.
Goal ist viel stärker als ich es je wäre an Ihrer Stelle, ich würde höchstwahrscheinlich Rufus seine Klamotten mir schnappen und weinend nachts diese an meinen Körper pressen, anstatt es zu riskieren dass Cletus diese in Reinigung gibt.
Ich denke dass Sie sicherlich Momente hat wo die Fassade zusammenbricht, dass Sie sich an Cletus in den Rufus Klamotten klammert um wenigstens für wenige Sekunden sich zu erlauben vorzustellen er wäre der echte, um dann doch in der bitteren Realität aufzuwachen.
Das einzige was Sie in den Anfängen über Wasser hält ist gerade Cletus in seiner Rufus Rolle fertig zu machen, ich glaube jedoch dass es Ihn nur für eine begrenzte Zeit stören wird un er sich dann doch damit abfinden würde und schlussendlich sogar ihr die Wahrheit an den Kopf wirft und dann hätte Goal nichts mehr worauf Sie Ihre Verzweiflung auslassen kann.

Ich bin gespannt wie glaubhaft du ihre Transformation von der lieben,naiven,idealistischen Goal auf diese Rebellen-feministische-patzige Frau die Sie am Ende wird, vollziehen wirst.

Man kann gar nicht genug auf die Tränendrüse drücken :lol: Drück gefälligst stärker! Es soll weh tun! :lol:
Don't do something permanently stupid. Because you're temporarily upset.

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Re: Deponia Intermezzo

Beitragvon #Goaly » So 17. Apr 2016, 19:51

@Yuna Leonhart:

Es gab mal ein Fanart-Bereich!?
Oh Mann, dabei zeichne ich so gerne. selbst wenn es ewig dauert bis ein Bild fertig wird (ich gebe meinem Graphic Tablet die Schuld). Aber ich gehe davon mal aus, dass der Bereich nicht häufig genutzt wurde.


Jep, den gab es mal vor ein paar Jahren. In den News kann man noch davon lesen. Ich denke auch, dass er wegen Inaktivität wieder geschlossen wurde, aber kommentarlos.
Ja, bei mir dauert es auch ewig, bis ein Bild fertig wird. Noch länger, als ein Kapitel zu schreiben. :roll: Die Fanart-Threads, die es damals gab, sind jetzt unter Sonstiges. Also falls du etwas dort posten willst, ich würde es mir gerne ansehen. :D



@ladyamen:

Juhuu, noch ein Review! :D


Goal ist viel stärker als ich es je wäre an Ihrer Stelle, ich würde höchstwahrscheinlich Rufus seine Klamotten mir schnappen und weinend nachts diese an meinen Körper pressen, anstatt es zu riskieren dass Cletus diese in Reinigung gibt.
Ich denke dass Sie sicherlich Momente hat wo die Fassade zusammenbricht, dass Sie sich an Cletus in den Rufus Klamotten klammert um wenigstens für wenige Sekunden sich zu erlauben vorzustellen er wäre der echte, um dann doch in der bitteren Realität aufzuwachen.


Du sagst es! Ich habe es selbst kaum ausgehalten, diese Zeilen zu schreiben, wenn sie sich von ihm verabschiedet. :cry: Sie hält definitiv viel aus. Liegt vielleicht auch daran, dass Daedalic uns nicht am Ende mit einer völlig in Tränen aufgelösten und verzweifelten Goal konfrontieren wollte. Das Ende versuchte ja mehr, in die lustige Richtung zu schwenken. Lass dich überraschen, was Goal noch alles tun wird und ertragen muss. :D

Das einzige was Sie in den Anfängen über Wasser hält ist gerade Cletus in seiner Rufus Rolle fertig zu machen, ich glaube jedoch dass es Ihn nur für eine begrenzte Zeit stören wird un er sich dann doch damit abfinden würde und schlussendlich sogar ihr die Wahrheit an den Kopf wirft und dann hätte Goal nichts mehr worauf Sie Ihre Verzweiflung auslassen kann.


Interessante Gedanken, zu denen ich erstmal noch nicht viel sagen kann. :roll: Goal hat auf jeden Fall ihren Spaß daran, wenn sie nicht gerade unter der Wahrheit leidet.

Ich bin gespannt wie glaubhaft du ihre Transformation von der lieben,naiven,idealistischen Goal auf diese Rebellen-feministische-patzige Frau die Sie am Ende wird, vollziehen wirst.


Ich freue mich, dass dich meine Gedankengänge interessieren. Es könnte ein wenig verrückt werden, wie es sich für Deponia gehört. :roll: Ich muss zugeben, dass ich, als ich die Geschichte angefangen habe, noch gar nicht wusste, was aus Goal im Canon einmal werden wird. Ein 4. Teil war ja undenkbar. :shock:


Man kann gar nicht genug auf die Tränendrüse drücken Drück gefälligst stärker! Es soll weh tun!


Zu Befehl! :D Vielleicht ist meine Geschichte auch eine Zwiebel? :roll: Gelegenheiten zum Heulen gibt es ja genug, aber lass dich überraschen! ;)
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Re: Deponia Intermezzo

Beitragvon Emares » Mo 18. Apr 2016, 19:23

Tja, was soll ich sagen?

Ich hatte mich ja schon sehr auf deine Ideen für diese Fanfiction gefreut und auf einmal war sie da... yippie!

Sehr gut finde ich, dass du die Geschichte sowohl aus der Sicht von Goal, als auch Cletus schreibst, das gibt dem Ganzen eine Mehrdimensionalität, von dem alle eigentlich nur gewinnen können!

Und dann die Dialoge: als Goal z.B. „Gulasch“ sagt, musste ich einfach lachen – topp!

Und auch gut, wie du deine Dialoge in die Originaldialoge einfließen lässt, das ist eine sehr gute Idee!

Eine Hand voll Kritikpunkte habe ich aber schon:

Goals Monolog ist sehr lang:
"ich weiß, es ist albern, zu denken, dass du mich hören kannst, aber... ich muss es einfach sagen, sonst drehe ich durch. Ich liebe dich. [] Du hättest nicht sterben sollen, bevor du es weißt. Es tut mir leid, ich...es ging alles so schnell...ich wusste nicht, was ich tun soll. Es wäre meine Chance gewesen, dich zu retten, aber...wir waren beide am Ende unserer Kräfte. [] Unsere Zeit zusammen war etwas besonderes und obwohl sie sehr kurz war- sie war unvergesslich. [] Was auch immer du getan hast, ich verzeihe dir. [] Irgendwie hat es auch Spaß gemacht. Ohne dich würde ich jetzt mit diesem schleimigen Schnösel Utopia entgegenschweben, nicht ahnend, dass ich dabei geholfen habe, ein ganzes Volk auszulöschen."


Du musst dir vorstellen, dass der Charakter da steht und quasi immer weiter quasselt. Goal will aber nicht auffallen! Deswegen hätte ich persönlich einige Stellen, siehe Kursivschrift, zu Gedanken gemacht. Das ist natürlich nur meine eigene Meinung, lass dir nicht in deinen Stil reinreden, sieh es nur als Vorschlag!
Die Eckigen Klammern markieren Stellen, wo man zur Auflockerung etwas hätte einfügen sollen, eine Änderung der Haltung, ein Wechsel des Standbeins, eine Geste oder einen Gesichtsausdruck z.B. wie bei dem zweiten Teil ihres Monologes folgend beispielhaft illustriert:

"Danke, Rufus! Du hast mir so viel gegeben“[, packte sie das Geländer fester.] „Bitte verzeih mir, dass ich dir nicht genauso viel geben konnte.“ [Sie legte ihre rechte Hand auf die Stelle ihrer Brust, unter der ihr Herz pochte.] „Alles, was ich jetzt tun kann“, [schloss sie ihre Augen,] „ist dafür zu sorgen, dass du endlich deine verdiente Aufmerksamkeits bekommst.“ [Sie lächelte,] „die Elysianer werden alles erfahren und dich für alle Zeiten als Held in Erinnerung behalten. Weil du ein Held bist! Ja, wirklich! Außerdem...“ [verfinsterte sich ihr Gesichtsausdruck,] „sorge ich dafür, dass dieser elende Lügner, der sich für dich ausgegeben hat, jetzt nicht noch seinen Sieg genießen kann.“ [Ihre erhobene Hand ballte sich zu einer Faust.] „Nein, der wird sich wundern! Du würdest es mögen. Ich habe nämlich auch ein bisschen von dir gelernt, weißt du?"


Sehr gut machst du die kurzen Handlungen und die Beschreibungen, das gelingt mir selbst wohl nie so gut!
Ist vielleicht einfach eine Stilfrage, ich hoffe, es war OK, beispielhaft was zu verändern...

Einfach top fand ich deinen Schlusssatz:
„Auf den Untergang Elysiums!“
So wunderbar resigniert! ^^
(Weinflaschen als Symbole scheinen ja wir beide zu mögen! ;-D )

Ich freue mich, dass es weitergehen wird und bin gespannt, wie sich die Charaktere unter deiner Federführung weiterentwickeln werden!

PS.: Ich würde auch dazu raten, die Geschichte in verschiedenen Threads zu veröffentlichen;
1. gibt es eine Limitierung der möglichen Zeichen, du müsstest also irgendwann entweder doch einen neuen Thread eröffnen, oder in ältere, aber nicht nachfolgende Beiträge editieren,
2. würden die Diskussionen sonst nur schwer zu verfolgen sein &
3. wird dir die Einteilung und mögliche Bebilderung so deutlich leichter fallen!

Ich freue mich auch, dass du die Stelle magst, an der Goal um Rufus trauert. Ich hatte ein bisschen Angst, dass ich zu sehr auf die Tränendrüse drücke. Andererseits wollte ich unbedingt, dass Goal noch einmal richtig von ihm Abschied nimmt und die Zeit findet, sich über ihre Gefühle klar zu werden. Dafür war im 3. Teil ja überhaupt keine Zeit.


Definitiv nicht, ich finde ohnehin, die Charaktere bekommen viel zu selten die Chance, ihre Gefühle offen kundzutun!
Gerne mehr davon!


Soweit von mir
schöne Grüße
Markus
Ihr sucht nach Deponia-Fanfictions? Vielleicht sind Argus' Aufstieg, die Elysium-Triologie, die Toni-Tribute oder Utopia ja was für euch!?

Liebe Grüße
Markus

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Re: Deponia Intermezzo

Beitragvon #Goaly » Di 19. Apr 2016, 18:12

Ich hatte mich ja schon sehr auf deine Ideen für diese Fanfiction gefreut und auf einmal war sie da... yippie!

Es freut mich, dass du dich so freust! :D

Sehr gut finde ich, dass du die Geschichte sowohl aus der Sicht von Goal, als auch Cletus schreibst, das gibt dem Ganzen eine Mehrdimensionalität, von dem alle eigentlich nur gewinnen können!

Wie schön, dass du das auch so siehst! Ich finde eben beide Ansichten interessant und es ist wirklich ein Gewinn für die Geschichte, nicht alles nur von einer Position aus zu sehen.

Und dann die Dialoge: als Goal z.B. „Gulasch“ sagt, musste ich einfach lachen – topp!

Juhuu! :D Ich liebe es, wenn ein Witz funktioniert! Den Humor will ich definitiv beibehalten und hoffentlich gelingen mir noch mehr solcher Momente.

Und auch gut, wie du deine Dialoge in die Originaldialoge einfließen lässt, das ist eine sehr gute Idee!

In dieser Szene war ich auch fast dazu gezwungen, sie knüpft ja direkt an der kanonischen Handlung an und ich wollte die beiden nicht etwas völlig anderes sagen lassen. Das hätte für mich nicht gepasst.


Du musst dir vorstellen, dass der Charakter da steht und quasi immer weiter quasselt. Goal will aber nicht auffallen! Deswegen hätte ich persönlich einige Stellen, siehe Kursivschrift, zu Gedanken gemacht. Das ist natürlich nur meine eigene Meinung, lass dir nicht in deinen Stil reinreden, sieh es nur als Vorschlag!
Die Eckigen Klammern markieren Stellen, wo man zur Auflockerung etwas hätte einfügen sollen, eine Änderung der Haltung, ein Wechsel des Standbeins, eine Geste oder einen Gesichtsausdruck z.B. wie bei dem zweiten Teil ihres Monologes folgend beispielhaft illustriert:


Da muss ich aber fragen, inwiefern Goal weniger auffällt, wenn sie sich so oft bewegt. :lol: War nur Spaß, ich muss ja zugeben dass es keine Tarn-Taktik von mir war, ihre Bewegungen nicht zu beschreiben. :roll:

Goal habe ich mir in diesem Moment einfach unbeobachtet vorgestellt. Sie steht auf diesem kleinen Balkon, den man am Ende des 3. Teils sieht, die Ältesten werden von Cletus' genialen Plänen in Schach gehalten und somit hat sie schon eine Menge Zeit. Vielleicht ist der Monolog in dieser Hinsicht sogar zu kurz, weil die Ältesten bestimmt viele Fragen haben und nicht in 10 Minuten schon fertig sind. Für den Leser wäre das aber nicht zumutbar.

Wenn ich sie manches, was sie Rufus sagen will, nur denken lasse, dann macht für mich der Monolog irgendwie keinen Sinn mehr. Sie könnte sich ja einfach alles denken, es spielt für Rufus in dem Moment sowieso keine Rolle. Aber ich wolle sie so darstellen, dass sie so von Gefühlen überwältigt ist, dass ihre Gedanken ihr nicht mehr reichen bzw. dass sie aussprechen muss, was sie denkt und sich danach erleichtert fühlt. Sie verliert ein wenig die Kontrolle über sich und benimmt sich nicht vernünftig. Natürlich sähe es für einen Beobachter seltsam aus, wie sie da steht und spricht. Sie redet aber auch sehr leise, man müsste schon sehr nahe hinter ihr stehen, um sie zu hören.

Ich dachte, ich schenke ihr den Moment einfach, in dem sie für sich allein ist. Es wäre natürlich logischer gewesen, wenn sie bei sich zu Hause so gesprochen hätte, aber meine Version von Goal konnte es eben nicht länger aushalten. :roll:

Also beim nächsten Mal lasse ich sie (oder jemand anderen) nicht so lange ohne Pause quatschen, allerdings würde ich nicht nach jedem Satz gleich eine Pause einbauen. Das stört für mich irgendwie den Textfluss. Was sie sagt, war mir in dem Moment wichtiger als ihre Bewegungen. Macht das Sinn?


Ist vielleicht einfach eine Stilfrage, ich hoffe, es war OK, beispielhaft was zu verändern...

Ja, kein Problem! :D Ich finds gut, dass du Beispiele gebracht hast, so weiß ich gleich, was du meinst. Das kannst du gern wieder machen, wenn dir wieder etwas auffällt. Man kann ja über alles reden. ;)


Sehr gut machst du die kurzen Handlungen und die Beschreibungen, das gelingt mir selbst wohl nie so gut!

Ach, was...Du hast eben einen anderen Stil und das ist auch gut so!

Einfach top fand ich deinen Schlusssatz:
„Auf den Untergang Elysiums!“
So wunderbar resigniert! ^^
(Weinflaschen als Symbole scheinen ja wir beide zu mögen! ;-D )

Jaa, Weinflaschen gehören in jede besondere Szene! :D Insofern gehören unsere Universen ja doch zusammen. :lol:
Ich freue mich, dass du den Schlusssatz magst! Ich hoffe, es ist gut rübergekommen, warum es realistisch ist, dass Goal das sagt. Besonders optimistisch ist sie ja nicht. :roll:

Ich freue mich, dass es weitergehen wird und bin gespannt, wie sich die Charaktere unter deiner Federführung weiterentwickeln werden!

Da darfst du auch gespannt sein, es kommt auf jeden Fall noch was! :D Ich hoffe, es wird dir gefallen.

PS.: Ich würde auch dazu raten, die Geschichte in verschiedenen Threads zu veröffentlichen;
1. gibt es eine Limitierung der möglichen Zeichen, du müsstest also irgendwann entweder doch einen neuen Thread eröffnen, oder in ältere, aber nicht nachfolgende Beiträge editieren,
2. würden die Diskussionen sonst nur schwer zu verfolgen sein &
3. wird dir die Einteilung und mögliche Bebilderung so deutlich leichter fallen!

Hast Recht. Das Editieren würde zu viel Verwirrung stiften. Also kommt das nächste Kapitel als neuer Beitrag.


Definitiv nicht, ich finde ohnehin, die Charaktere bekommen viel zu selten die Chance, ihre Gefühle offen kundzutun!

Daran krankt Deponia irgendwie. Die Welt der Sprachlosen...

Schöne Grüße zurück! :D
Hussa, was wäre wohl wenn?


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