Argus' Aufstieg

Benutzeravatar
Emares
Retter(in) des Müllplaneten
Beiträge: 123
Registriert: Di 11. Feb 2014, 08:45
Wohnort: NRW

Argus' Aufstieg

Beitragvon Emares » Sa 14. Mai 2016, 17:32

Ihr wolltet wissen, was aus Argus wurde, der im Rotor zurück gelassen worden ist!?
Das habe ich hier behandelt und ich finde, es ist recht gut geworden – insbesondere meine kleinen Anspielungen auf Doomsday... ^^
Ich hatte recht viel zu tun, ein Exemplar konntet ihr vielleicht schon an anderer Stelle finden – die Version hier ist allerdings bunt und in Farbe! ;D

Auch hier gilt: die Figuren der Geschichte und die Welt sind geistiges Eigentum von Daedalic und basieren auf Deponia - The Complete Journey, sowie (etwas) Deponia Doomsday. Ich habe mir nur einige Späße mit ihnen erlaubt! :mrgreen:
Hier erhebe ich selbstverständlich ebenfalls keinen Anspruch, im Sinne der kreativen Köpfe geschrieben zu haben!

Die Geschichte ist als Prolog zu meinen anderen Storys gedacht:

Die Elysium-Trilogie:
-Elysium
-Nie wieder Elysium
-Elysium Limerenzen
Die Toni-Tribute:
-Die Toni-Tribute
-Die Toni-Tribute klatsching Donna
-Die Toni-Tribute schöne neue Welt

Wenn ihr euch allerdings nicht spoilern wollt, was ein paar Überraschungen in den anderen Fanfics anbelangt, könnt ihr auch mit Elysium anfangen. In diesem Falle wird wohl auch mein Schreibstil besser... X)

Zuletzt noch einmal meine obligatorische Warnung: ich hatte beim Schreiben viel Spaß, aber Argus ist natürlich der Böse – er ist gemein, rücksichtslos und hinterfragt das nicht; das ist nicht für jeden was!

Vielleicht gefällt die Geschichte euch ja, dann kommentiert das doch! :D




Kapitel 1
Der Fall des Amtsmanns

Spoiler: show
Er hatte es getan! Dieser Verrückte hatte es tatsächlich getan!
Was fällt diesem Rufus nur ein, einfach loszulassen?“, fragte sich Argus, als er sich an der Wand des Rotors festkrallte, damit dieser sich nicht wieder drehte. Sie waren eingeklemmt, Rufus, Cletus und er, Argus – alle drei zwischen Propeller und Flügelwand des Hochbootes. Als sie noch versucht hatten, aus dieser Zwangslage zu fliehen, als sich keiner von ihnen so richtig festgehalten hatte, da drehten die Propellerflügel sich jedes Mal, wenn einer von ihnen sich bewegte. Aber jetzt hielt er sich fest. Es war zunächst mehr ein automatischer Reflex gewesen, ein sich Wehren, wieder im Kreis geschleudert zu werden. Nachdem Rufus losgelassen hatte, war diese Instinkthandlung wohl stärker geworden... Wie dem auch war, jetzt klammerte er sich fest und nur deswegen konnte er beobachten, wie Goal, die junge, rothaarige Elysianerin, nun seinem Nebenbuhler, Cletus, der sich für ihren Geliebten, Rufus, ausgab, in die sichere Freiheit half.
Das soll eine Heldentat sein!?“ Er konnte nur denken, er musste die Luft anhalten bei diesem Kraftakt.
Heldentum erwächst aus Pflichterfüllung“, biss er die Zähne zusammen, während seine Muskeln langsam übersäuerten und wie Feuer brannten; von dem unangenehmen Druck auf seinen Brustkorb ganz zu schweigen,
Ich werde euch zeigen, was ein wahrer Held macht. Ich rette euch alle und das“, er schluckte,
obwohl es keine Menschenseele erfahren wird!
Eigentlich hätte er Besseres denken können, er wollte sich mental auf sein Ziel fokussieren, aber der Anblick, wie sie diesem verfluchten Fatzke hoch half und ihn selbst dagegen völlig ignorierte... wie offensichtlich niemand sich um ihn kümmerte... er war so einsam.
War er denn kein menschliches Wesen? Hatte er nicht das Recht, gerettet zu werden? Warum war er nicht einmal einen Gedanken, ein „Tut mir leid!“ wert? Er hing doch auch in diesem Drecksding.
Warum war er allen egal?!
Hmpf“, stöhnte er unter der Pein, „Könnt ihr euch nicht wenigstens beeilen!?
Langsam rutschte er ab; Millimeter um Millimeter setzte er sich in Bewegung und er konnte das Quietschen unter seinen Fingern hören. Er musste sich ablenken, bemerkte er und schüttelte mit dem Kopf. Ein Szenario musste her, etwas Angenehmes.
Was hätte er gemacht?
Er versuchte, sich zu trösten, indem er darüber nachdachte, was er gemacht hätte, wenn sie ihn hier herausholen wollte. Was hätte er gemacht, wenn er sie retten wollte und nur noch hätte loslassen können? Er hätte womöglich ebenfalls aufgegeben, er hätte sie auch gezwungen, zu gehen und er hätte sich dafür gehasst, aber sie hätten es beide gewusst: es wäre das Beste gewesen.

Er hätte es in ihren Augen abgelesen; dass sie sich nicht entschieden hätte, bevor sie alle gestürzt wären. Er hätte es gewusst, er hätte geahnt, dass sie alle stürben, zwänge er sie nicht, sich in Sicherheit zu bringen. Selbst wenn er sich ausgewiesen hätte, die anderen Prototypen würden losgelassen und die Karten neu gemischt haben .
Ich bin der Echte. Ich bin der Mann, der dich liebt!“, hätte er ihr mit einem tiefen Blick in ihre Augen gesagt,
Aber ich kann es dir nicht beweisen, ohne dass die Anderen loslassen und wenn du hier bleibst, wirst du auch sterben...“, hätte er bedeutungsschwanger auf den Propeller geblickt. Er hätte sich auf die Lippen gebissen, sie wieder angesehen und dabei wäre Salzwasser aus seinen Augen getropft, direkt in die kalte Leere der Stratosphäre,
ich kann das nicht zulassen, es ist meine Pflicht, dich zu retten!“ und ja, dann wäre er wahrscheinlich emotional geworden,
Bitte hasse mich nicht dafür, ich liebe dich!
Er hätte nur noch tief eingeatmet, die Augen geschlossen, die Luft angehalten, die Brauen zusammengepresst und losgelassen. Sie wäre vorgestürmt, hätte noch versucht, ihn zu packen, doch es wäre zu spät gewesen, er wäre schon mit offenen Armen dem sicheren Tod entgegen gefallen, schneller und schneller und schneller.
Schwachkopf!“, hätte sie ihm wahrscheinlich noch nach geschrien, aber direkt darauf voller Tränen geflüstert:
Ich liebe dich auch!
Ein letztes Mal hätte er ihr zugezwinkert, bevor er verschwunden wäre.
Und so hätte er glücklich sterben können, weil er gewusst hätte, dass sie sich in Sicherheit bringen würde, kein Nebenbuhler bei ihr, niemand, der, wie er jetzt, den Rotor festhalten musste, damit der Plan aufging, kein Garnichts. Nur ein letzter, großer und einsamer Sieg.
Diese Gedanken waren nicht zielführend, aber sie trösteten ihn zumindest, was ihn lächeln ließ, als sie Cletus endlich hochgehoben hatte, diesen formlosen Hundesohn.

Schrott verdamms!“, entfuhr ihm, als der Rotor sich wieder in Bewegung setzte und ihn aus seinen Gedanken riss. Er erbrach sich wie ein Rasensprenger kreisrund in das Nichts des Weltraums. Er konnte nichts mehr erkennen, nur wie die atemberaubende Landschaft an ihm vorbeirauschte. Das einzige, was er klar zu sehen vermochte, waren die drei Flügel des Propellers, an dem er hier festhing. Er verursachte eine enorme Unwucht, die den Motor stark beanspruchte und die Metallteile schwanken ließ, weshalb sie funkensprühend an ihr Gehäuse prallten.
Bald würde die ganze Konstruktion ihren Dienst versagen. Wenn er sich doch wenigstens orientieren konnte...
Da kam ihm eine Idee; als er klein war, zeigte Ulysses ihm einmal eine Art Daumenkino – einige Bilder waren auf einen Autoreifen geklebt und dieser drehte sich, sodass ein Ritter über eine grüne Wiese ritt.
Während er nachdachte, leerte sein Magen sich vollends – seine Kehle brannte.
Also gut“, sagte er sich und begann, immer schneller zu blinzeln. Es funktionierte: wie ein Film breitete sich vor seinen Augen ein immer klareres Bild ab, je schneller er die Augen schloss und wieder öffnete. Zunächst bewegte es sich noch im Kreis, dann stabilisierte er es.
Goal und Cletus waren bereits nahe der unteren Schleusen angekommen, von wo mittlerweile Seile herunterhingen, an denen die Insassen der Fähre in die Sicherheit des Paradieses kletterten. Die beiden stießen zu einer Gruppe Deponianer, welche sich ihrerseits auf die Flucht nach vorne machten.
Sein Blick fiel auf eine junge, blonde Rebellin, die die ersten Stufen der provisorischen Leiter erklomm. Er wusste nicht wieso, aber die schlanke Taille, die den recht üppigen Rest verband, kam ihm irgendwie bekannt vor. Als sich das Bild einer Dusche in seiner Erinnerung breit machte, zwang er sich Beherrschung ab.
Hauptsache, meine Männer schaffen es nach Elysium“, dachte er sich, da durchfuhr ihn ein erneuter, dieses Mal trockener Brechreiz.
Diese Rotation soll zur Hölle fahren!“, gurgelte er mehr statt zu brüllen, als die Umdrehungen seiner persönlichen Hölle sich verlangsamten. Für einen Augenblick war es zwar angenehmer, jedoch hing er immer noch hier fest. Hilflos blickte er auf das Gefährt. Es stand still, beherbergte nur noch zwei Insassen; ihn und Ulysses.
Sie haben mich einfach meinem Schicksal überlassen!“, haderte er wieder mit sich und schlug die geballte Faust auf das Wolframcarbid vor sich. Erneut wollte er herausklettern, rutschte aber nur hilflos am glatten Rand ab.
Was für ein erbärmliches Ende!“, resignierte er abermals.
Es musste sich um Sekunden handeln, der hektische Schlag seines Herzens machte daraus Minuten, dann zerbrach das stählerne Luftfahrzeug. Für den Anfang kam ihm die Schwerelosigkeit fast schön vor, aber die Alternative zum maschinellen Kreislauf stellte sich mit zunehmender Potenz der Geschwindigkeit des freien Falles als noch schlechter heraus.
Mit relativ stabilen 200 km/h begann der kalte Zugwind, in seinem Gesicht zu schmerzen wie Rasierklingen, sodass er sich zu Elysium umdrehte.
Jetzt hätte er hinausklettern können... aber was sollte er draußen machen?
Nein, seine letzten Gedanken sollten seinen Organon gelten – immerhin musste er noch eine knappe Minute haben und die wollte er nicht mehr mit düsteren Gedanken verschwenden.
Meine Organon! Ich werde zu euch zurückkehren. Dann nehmen wir Elysium ein und nehmen uns, was uns gebührt“, ballte er die Faust zur fliegenden Stadt und lächelte böse,
Und wenn ich den ganzen Planeten in Schutt und Asche legen muss; ich werde das vollbringen! Denn ich bin –“, harsch unterbrach ihn das Ende seiner Reise. Der Flügel prallte auf festem Untergrund auf, wodurch er gegen die Innenwand geschleudert wurde, daran herabrutschte und im Dreck liegen blieb. Das war die Realität: kein letztes Aufbäumen, nur das Geräusch, wie dutzende seiner Knochen brachen, sowie die Schwärze seiner geschlossenen Augenlider.
Das war es also!“, dachte er sich, „So ende ich also...

Kapitel 2
Verwandlung

Spoiler: show
Warum sterbe ich nicht?“, dachte Argus sich. Langsam öffnete er wieder die Augen und das Erste, was er erblickte, war sein beinahe lebloser Körper, wie er flach auf dem Boden lag.
Was für ein würdeloser Anblick“, seufzte er innerlich. Er war kaum in der Lage, sich zu bewegen. Nicht nur fiel ihm das Atmen schwer, er konnte auch seine Arme nicht und seine Beine nur minimal rühren. Zwar spürte er die multiplen Knochenbrüche nicht, die ihn hier festnagelten, doch er wusste, dass er an diesem Ort gefangen war für den Rest seines Lebens.
Mit zaghaften Augapfelbewegungen sah er sich um: der Flügel war auf einem dreckigen Platz gelandet und praktisch mit dem Untergrund verschmolzen. Selbst wenn er laufen könnte, was nahezu unmöglich war, wäre er aus dieser kreisrunden Arena nicht herausgekommen. Unter Ächzen
hob er sein Haupt. An der Wand über ihm war ein großer Blutfleck – hier musste er aufgeschlagen sein. Einige Bluttropfen flossen langsam auf ihn zu.
Er senkte den Kopf und gleichsam seine Lieder. Äußerlich blutete er zwar nicht mehr, jedoch fühlte er genau, wie etliche innere Verletzungen in seinem Körper den Lebenssaft aus seinen Adern holten und ihn stetig dem sicheren Ende zuführten.
Wenn ich doch wenigstens bewusstlos würde.“ Ungeduld machte sich in ihm breit, ob nun durch sein verlorenes Zeitgefühl oder weil sein Körper ihm trotzig die selige Erlösung verweigerte. Er wünschte sich, zu sterben. Ein Wunsch, den er noch nie gewünscht hatte.
Ha“, vollbrachte er ein schwaches Lachen. Er hatte aufgegeben. Er, dachte er und sah zum Himmel, der nie aufgab, nie kapitulierte.
Wieder schloss er die Augen, als könne er seinen Tod so erzwingen. Aber er kam nicht.
Ein höllisches Jaulen ließ ihn wieder aufblicken; in weiter Ferne erkannte er den Rest des Hochbootes, unterdessen es rotierend zu Boden stürzte. Als er noch jünger war, hatte Ulysses ihn zur unteren Aufstiegsstation mitgenommen, hier hatte er das andere Hochboot abstürzen gesehen und miterlebt wie sein Skelett im rostroten Meer eine eigene kleine Insel bildete.
Daher kannte er das Geräusch, das der stählerne Koloss erzeugte, während er auf einem naheliegenden Gebirgsmassiv zerschellte – es war wie ein sterbender Riese, der einen letzten, gellenden, metallischen Schrei abgab und sich dann in sein Grab legte. Dieses Mal hatte er die Gewissheit, dass sein strenger Ziehvater ihm nie wieder so ein Spektakel bieten können würde.
Das ist doch ein stolzes Ende“, schloss er in einer trauervollen Art Selbstmitleid wieder die Augen, während der Lichtblitz des detonierenden Reaktors alles in seinen brennenden Schein hüllte.
Als er sie erneut öffnete, bemerkte er neben seinem rechten Fuß etwas. Er strengte sich an und erkannte, dass es sich um eine kleine Birke handelte.
Er hatte gelernt, dass diese Pflanzen früher einmal, bevor der ganze Planet zu seinem einzigen Schrottplatz wurde, Pionierbäume waren und für anderes Grünzeug den Weg bereiteten. Ulysses war seinerzeit nicht müde geworden, den Organon damit zu vergleichen, da Birken nun als seltenes Symbol der Hoffnung galten.

Hallo!“, flüsterte er. Das Bäumchen antwortete nicht, aber es wirkte fast so, als fixierte es ihn. Sein Blick verfinsterte sich.
Was starrst du mich so an?“, fauchte er leise. Ihm wurde klar, dass sein Tod dem kleinen Ding eine Menge Nährstoffe gewähren würde.
Hast du vor, mich umzubringen?“, dachte er sich, „Jaa, du kannst es kaum abwarten, was?“, verfinsterte sich sein Gesichtsausdruck.
Schwachsinn“, besann er sich wieder, „das ist doch nur eine Pflanze.
Du willst mir wohl Gesellschaft leisten“, lächelte er das Pflänzchen an,
Wie lange wird es wohl dauern!?“, schnaufte er zitternd.
Sag mal“, stotterte er, „findest du nicht, mein Ende ist besser?“ und bezog sich auf die Ablenkung, die er sich im Orbit geschaffen hatte. Doch sein Gesprächspartner schwieg.
Es macht viel mehr Sinn, oder?“ - keine Antwort.
Ach, du glaubst“, hustete er Blut, „es wäre unmenschlich, die Anderen umzubringen?
Die Pflanze würdigte die Frage keiner Auskunft.
Aber mich zurücklassen, das ist wohl in Ordnung, nicht wahr!?“, biss er die Zähne zusammen. Er konnte immer noch nur flüstern, doch seine Wut strahlte geradezu aus seinem Mund.
Niemanden hat es interessiert, dass ich kläglich verrecke.
Dass dieses kleine Mistding ihn weiterhin herauszufordern schien, machte ihn derartig zornig, dass er es schaffte, seinen Fuß zu bewegen und ihn zweimal auf es fallen zu lassen. Ein kleiner Akt, aber ein Ventil dafür, dass er hier verenden sollte. Danach hatte das Bäumchen einen leichten Knick und schien ihn vorwurfsvoll anzusehen.
Das hast du davon, du Miststück!“, grinste er für einen Moment stolz, doch der durchsteckende Blick des seelenlosen Lebewesens schien ihn geradezu auszuhöhlen.
Ach hör schon auf!“, sah er zur Seite, doch er spürte, weiterhin fixiert zu werden.
Das hast du dir selbst zuzuschreiben!“, jetzt tat das Schweigen der Blätter fast schon weh.
Na gut...“, wandte er sich seinem Gegenüber wieder zu „...es...ähm... tut mir“, musste er schlucken, da solche Worte absolut nicht seinem Charakter entsprachen, „leid...
Alles wieder gut?

Wie schön!“, musste er erneut lächeln.
Um ehrlich zu sein, bin ich froh, jetzt jemanden an meiner Seite zu haben!
Auch wenn es nur eine blöde Pflanze ist“, zwinkerte er.

Ach komm schon, das war nur ein Scherz“, rollte er mit den Augen.
Er blickte vorsichtig auf:
Wird es eigentlich Abend, oder wird mir gerade schwarz vor Augen?“, langsam aber sicher war er wirklich, wirklich müde.
Och nein, es wird nur langsam dunkel. Mach doch die Augen etwas zu, ich passe schon auf!
Na gut!“, wollte er gerade ein Nickerchen machen, da fiel es ihm auf:
Augenblick – Pflanzen können doch gar nicht sprechen!“, aber sie ignorierte ihn wieder.
Herr Amtmann!?“, ertönte plötzlich eine fremde Stimme. Argus sah auf und erkannte den blonden Kopf eines Organon. Er hatte die typische grüne Uniform an, trug jedoch keinen Helm.
Warten Sie, ich helfe Ihnen!
Argus erkannte noch, wie der Mann den Abstieg in sein Gefängnis vorbereitete.
Alles wird gut!“, hörte er, da wurde es ihm schwarz vor Augen.
Endlich? Es lag nicht mehr in seiner Hand...

Das Nächste, was er sah, als er die Augen wieder öffnete, war ein schmutziges Karo.
Ist das das Jenseits?“, fragte er sich, während seine Pupillen sich an das grelle Licht anpassten, welches eine flackernde Halogenlampe ausstrahlte, die zwischen den Karos angebracht war. Mit dem Gefühl leichter Resignation atmete er tief ein und hauchte langsam aus.
Das Atmen fiel ihm nicht mehr schwer – entweder war er tot, was er nicht glauben konnte... oder dieser Sanitäter hatte es tatsächlich geschafft.
Nun denn...“, nahm er seinen Mut zusammen und richtete sich langsam auf. Auch jetzt spürte er keine Pein. Der Raum, in dem er auf einer alten Pritsche lag, war mit allerlei medizinischem Material ausgestattet, welches auf Metalltischen lag, die sich stark von dieser Höhle abhoben.
Der Boden war bloß angestrichener Beton, die Wände waren mit Raufasertapeten versehen und wiesen starke Risse auf, weswegen sie wohl mit Vorhängen überdeckt worden waren.
Der Raum steht auf dem Kopf“, dachte er sich, da die Ausstattung sich deutlich von der Räumlichkeit abhob. Der Organon, der ihn gefunden hatte, stand mit dem Rücken zu Argus und wusch sich an einem Edelstahlspülbecken die Hände. Er erschrak, als er bemerkte, wie sein Kunde sich erhoben hatte.
Sie sind wach!?“, trocknete er seine Hände an einem hellgrünen Handtuch.
Das ging schnell“, stapfte er neben seine Liege.
Der Patient erkannte, dass neben ihm noch ein Bett war und darauf lag ein lebloser Körper.
Gehen Sie Beiseite!“, befahl er dem Arzt, welcher scheinbar versuchte, den Anderen zu verstellen.
Es gibt da etwas, das Sie wissen müssen...“, wollte der Mann einwenden, aber Argus schob ihn einfach nur mit der Hand weg, wobei ihm auffiel, dass er einen schwarzen Organon-Handschuh angezogen hatte und nicht mehr seine Lilanen. Alle Farbe verschwand aus seinem Gesicht und er bewegte sich ängstlich zurück.
Neben ihm lag sein lebloser Körper, immer noch in das lächerliche, weiße Cletuskostüm gehüllt.
Als er den Arzt wütend ansah, zuckte dieser zusammen.
Ich hatte keine Wahl!“, rechtfertigte dieser sich, „Ihr alter Körper war vernichtend zugerichtet und ich...
Argus sprang auf und hastete zu der von der Decke herunterhängenden Tür, welche über einen Spiegel verfügte. Nicht sein Gesicht blickte ihn zurück an. Ein blonder, blasser Organon stand vor ihm auf der anderen Seite, als würde sein Zwilling neben dem Sanitäter stehen.
Es gab nur diese Möglichkeit. Ich hatte nur diesen Körper zur Verfügung, er war schwer gestürzt und hirntot. Ich...
Raus!“, unterbrach er ihn und wiederholte sich, weil er nicht reagierte:
Raus! Verdammt nochmal!“ und der Organon stieg über den Türrahmen aus dem Raum.
Als der Türflügel sich geschlossen hatte, ließ der Amtmann seine Anspannung heraus und riss einen Schrank um.
Alles!“, begann er wieder und wieder auf seinen ehemaligen Körper zu schlagen,
Sie haben mir alles genommen!“, dann brach er mitten im Operationssaal zusammen.
Verdammt noch mal!“, zog er sich zusammen. Er ließ sich auf den Rücken stürzen und streckte alle Viere von sich.
Meine Organon... Elysium... selbst meinen Körper“, sah er angespannt zu der Lampe über ihm.
Was soll ich denn jetzt machen!?“, erhob er seine Hand und hielt sie zwischen sich und das Licht.
Mit dieser Gestalt wird mich doch keiner mehr ernst nehmen
Nein!“, biss er die Zähne zusammen und ballte die Faust,
Diese Welt wird mich nicht nur ernst nehmen“, stand er wieder auf und blickte mit steifer Haltung und beiden geballten Händen neben seiner Hüfte in den Spiegel.
Sie werden mir zu Füßen liegen“, lächelte er böse und hob den Kopf an. Das brachte die Lebensgeister zurück, bis in seine Fingerspitzen!
Dieser Gerechte Zorn, diese Überlegenheit – das war es, was das Leben für ihn ausgemacht hatte.
Er hatte seinen Plan nicht vollenden können?
Goal hatte ihn zurückgelassen, ohne ihm auch nur eine Träne nachzuweinen?
Sein Körper war nun verblichen und er war in einem einfachen Soldatenleib gefangen?
Sei es drum! Nicht er würde wegen seines Schicksals hadern; die Welt würde es tun – sie wusste es nur noch nicht!
Er würde sich nehmen, was er bräuchte, zog er seinen Mantel zurecht.
Er würde einfordern, was-ihm-zustand!
Aber ich muss mich zumindest von diesem Organon abheben...“, ging er auf einen der Vorhänge zu und begann ihn mit Operationsbesteck zu zerschneiden,
Schluss mit dem Partnerlook!
Aus dem Stoff formte er einen Umhang, den er an seinem Schulterpanzer befestigte.

Er rief den Sanitäter zu sich zurück und wies ihn an, ihm zu helfen, seinen alten Körper auf eine Trage zu hieven und ihn hinauszutragen. Der Organon machte, wie ihm befohlen wurde und sie schafften ihn zur Absturzstelle des Rotors, welche nur unweit des „Lazaretts“ lag.
Nachdem sein Helfer ihm dabei assistiert hatte, den Leichnam neben der kleinen Birke abzulegen, befahl er dem Lebensretter, sich zum Lager zurückzuziehen.
Argus entnahm sich selbst seine Plasmawaffe, die er verdeckt unter dem elysianischen Anzug getragen hatte, legte sie beiseite und suchte Schrott zusammen. Damit hegte er den Toten ein. Die kleine Pflanze grub er aus und bettete sie seinem vergangenen Ich in die auf der Brust gefalteten Hände. Er kratzte alle möglichen Partikel zusammen, jede Form von Dreck und Erde, die er unter dem Müll finden konnte und bedeckte ihn damit, sodass ein kleiner Hügel entstand.
Als er fertig war, nahm er wieder die Plasmapistole und hielt sie unter seinen andächtig vor dem Bauch gefalteten Händen. Für eine Weile stand er nur so da, den Kopf gesenkt, die Augen geschlossen.
Das ist alles, was mir geblieben ist!“, betrachtete er plötzlich und unerwartet das Mordwerkzeug. Dann guckte er zu seinem grünen Freund und lächelte:
Ich bin nicht undankbar! Dafür, dass du mich durch meine Reinkarnation geleitet hast, darfst du mein Fleisch verzehren!
Er drehte ihr den Rücken zu.
Eines Tages werde ich zurückkehren!“, warf er dem Bäumchen einen letzten Blick zu,
Dann wirst du ein stolzer Baum sein“, dann sah er wieder zu der Strickleiter, welche aus der Eingrenzung herausführte,
und ich... werde Kaiser sein!
So verließ er das Symbol seiner Hoffnung.

Kapitel 3
Der erste Kontakt

Spoiler: show
Der Abend verlief fast ereignislos. Argus und der Organon kehrten zu dem provisorischen Lazarett zurück und brauchten die letzten, darin verbliebenen Verpflegungen auf. Der Amtmann sprach praktisch gar nicht mit seinem Untergebenen; lediglich befahl er ihm, ihm dabei zu helfen, ein passendes Holster für seine Plasmapistole zu besorgen. Als dies geschehen, die Waffe zum raschen Zug an seiner linken Hüfte befestigt war und er sich nicht länger nackt fühlte, machte er sich an die Planung für den kommenden Tag.
Wir werden einen Weg finden müssen, uns am Leben zu erhalten“, stellte er sich breitbeinig vor den Sanitäter.
Sie meinen, wir müssen neuen Proviant finden!?“, starrte sein Gegenüber ihn an, als hätte er noch nie auch nur einen Happen Essen zu sich genommen.
Nein, ich meine: wir müssen uns Frauen suchen – natürlich meine ich Proviant, Sie Hornochse!
Sein Konversationspartner blinzelte, wie ein kaputter Rechner, der einen Buchstaben nach dem anderen erfasste und dekodierte.
Haben Sie wenigstens topographisches Material!?“, streckte er dem verwirrten Soldaten seinen Arm entgegen. Dieser erwachte aus seiner Starre:
Natürlich!“, kramte er eine Karte aus einem der Schränke. Argus riss sie ihm aus der Hand und breitete sie auf dem Bett aus.
Wo sind wir?“, stützte er sich vielsagend darüber.
Hier“, zeigte der Klon auf eine leere Stelle der Karte.
Und was ist das?“, deutete er auf einige rote Mehrecke in ihrer Nähe.
Eine Siedlung am Rostroten Meer, nahe eines Sprengturms.
Dann ist das der...“ zeigte er auf einen grauen Punkt, durch den eine geschwungene Route ging.
Jawohl!
Können wir uns dort ausrüsten?“, wandte er sich seinen Gegenüber zu.
Leider nein. Der Turm wurde bei einer Detonation zerstört, infolge eines Rebellenangriffs!
Argus erinnerte sich, sein Augenmerk wandte sich dem Fußboden zu. Die Rebellen hatten den Turm unter seinem Kommando angegriffen und in der Folge einer unbedachten Handlung, entweder von Rufus oder Cletus war der Turm, mit dem er Deponia von seinen Bewohnern säubern wollte, in die Luft geflogen. Er entsann sich, wie wütend er auf seine Mit-Prototypen war. Aber auch wenn er die Schuld nie genau zuweisen konnte, er selbst machte sich genug Vorwürfe, hatte seinerzeit die Mission Vorrang. Seine Männer mussten nach Elysium gelangen und er musste herrschen.
Elender Dummkopf!“, dachte Argus sich. Dann erhob er seinen Blick wieder auf das Gesicht seines letzten Mannes.
Dann werden wir uns in diesem Küstendorf ausrüsten müssen; gibt es da etwas zu beachten?“, wollte er wissen.
Das Dorf ist so eingerichtet, dass es die besonderen Gezeiten dort ausnutzt.
“Besondere“ Gezeiten?“, hob er neugierig eine Braue.
Ja, die Gezeiten heben sich dort besonders stark. Der Ort ist so gebaut, dass das Wasser durch einen Einlass von fünf Metern auf ein Terrain fließt, das bei Ebbe trocken ist. Dieses wird von den Häusern kreisrund umschlossen. Mit jeder Flut werden Unmengen Müll eingetragen und von den Säulen der Gebäude gehalten. Die Einwohner sammeln alles Brauchbare, selbst Plastik können sie verwerten...
Ich habe nicht um eine Stadtführung gebeten!“, unterbrach Argus ihn harsch,
Was müssen wir beachten, wenn wir dort einfallen!?
Sie meinen wohl: einmarschieren!?“, entgegnete der Soldat.
Ein Klugscheißer, wie!?“, trat Argus ihm einen Schritt entgegen und blickte ihm tief in die Augen, weshalb er schlucken musste.
Wenn die Flut am stärksten ist, trägt sie tausende Glühbirnenfragmente aus dem Scherbenmeer mit sich, die die Bewohner erst mühsam hinauskehren müssen, bevor der Platz wieder betretbar ist.
Ist dies jetzt der Fall!?“, wölbten sich seine Nasenflügel.
Nein.
Herrgott nochmal, was ist dann wichtig? Lokalitäten, Einheimische, Relief“, Argus schrie ihn fast an.
Die Rebellen sehen diesen Ort als eine Art Pilgerstädte ihres ersten Sieges. Dort wimmelt es geradezu davon!
Die Rebellen also...“, begann er, wieder zu grübeln.
Also!?“, holte der Mediziner ihn erneut aus seinen Gedanken.
Wir rücken um null sechshundert aus!
Kaum hatte er es gesagt, legte er sich auf das Bett seines toten Originalkörpers. Er verschränkte die Arme und schloss die Augen. Etwas verwirrt folgte der Sanitäter ihm auf die zweite Liege, legte sich jedoch auf die Seite.
Auch wenn es den Anschein hatte, war dies eine äußerst atypische Schlafposition für Argus. Aber dieser Soldat sah als Letzter zu ihm auf und er wollte ihm die Legende geben, die er verdient hatte.
Er würde diese Nacht ohnehin nicht schlafen können, da niemand erfahren sollte, dass er schlafwandelt. Für die nächste Nacht bräuchte er ein separates Quartier...
Ob er weiß, dass er über eine gestörte Schlafstarre verfügt?“, war der letzte Gedanke des Organon, bevor er einschlief.

Ich bin Rufus!“, Argus sah ihr ernst in die Augen.
Beweise es!“, durchbohrte ihr Blick ihn beinahe, doch er erwiderte ihn nur tief:
Du weißt es!
Ein Gedankenblitz funkte durch ihren Kopf, kurz stand ihr Mund offen, dann hastete sie zu ihm und packte ihn mit beiden Händen am Kragen. Mit Bärenkräften zog sie ihn mühelos zu sich und küsste ihn mit geschlossenen Liedern auf den Mund, dass ihm fast der Atem stockte.
Nein!“, öffnete sie ihre Augen mit einem Lächeln, sanft und finster zugleich. Sie stieß ihn von sich. Hilflos mit den Armen rudernd, sah er nur noch, wie sie aufstand:
Ihr spinnt doch – allemale!

Mit einem Ächzen wand er sich und blickte sich verwirrt um: er war von seiner Liege herabgefallen und hatte sich dabei in der Decke eingewickelt. Jetzt musste es schnell gehen, jetzt brauchte er die Kontrolle über seinen Körper... diesen Körper zurück. Wie eine Sprungfeder schnellte er hoch, das Tuch noch um sich gehüllt und stand kerzengerade da.
Der Organon wachte gerade auf.
Was ist los?“, blickte er ihn noch etwas vernebelt an.
Nur ein kleiner Schwächeanfall, Sie Stümper.
Dann muss ich Sie noch einmal untersuchen“, sorgte er sich um ihn.
Wie spät ist es?“, räusperte er sich.
Null-fünfhundertvierundvierzig.“, blickte der Soldat auf eine Anzeige an seinem Handschuh.
Dann bereiten Sie sich auf das Abrücken vor!

Und pünktlich wie der Organon brachen die beiden „Helden“ auf. Der Weg war lang und beschwerlich, auch wenn er über einen relativ gut erhaltenen Trampelpfad durch den Schrott führte. Gleichsam sich keiner von ihnen etwas anmerken ließ, war jeder für sich froh, kein Marschgepäck tragen zu müssen. 24 Kilometer und knappe vier Stunden später erreichten sie, deutlich abgekämpft, das kleine, verschlafene Hafendörfchen „Trichterschlund“. Der Zugang zum Dorf verlief ausgerechnet über einen Steg, welcher in die Passage führte, wo bei Flut auch der ganze Unrat Einlass fand – eine fragwürdige Metapher. Die Außenwände, welche vom Steg direkt in das Wasser übergingen, waren mit verschiedenartigen Metallplatten überzogen, wahrscheinlich um raue See abzuhalten. Lediglich die oberen Etagen waren mit, für deponianische Verhältnisse, äußerst gleichartigen Arkadengängen versehen.
Zu ihrer Überraschung war das Wort „verschlafen“ alles Andere als zutreffend: auf dem großen Platz, von dem der Organon erzählt hatte und welcher mit großen, unförmigen Säulen eingekreist war, befanden sich hunderte von Widerständlern. Ein Meer von blauen Uniformen und orangenen Warnwesten flutete die Lokalitäten, welche sich direkt um die Statue eines alten Mannes mit Bart und Augenbraue wanden.
Das muss ein großer Anführer gewesen sein!“, bestaunte der Soldat die Bronzefigur.
Ein unzuverlässiges Großmaul!“, zischte Argus mit einer gewissen Verachtung. Sein Blick wanderte umher, da entdeckte er etwas, das seine Augen in freudiger Erwartung weitete:
Eine Kneipe!“, entfuhr ihm, bevor er wie eine Schlange loszischte und wie ein Gorilla durch die Menge prallte. Seine Begleitung hatte Schwierigkeiten, in der so geschaffenen Schneise durch Rebellen zu kommen, da sein Anführer, trotz aller Plumpheit eine enorme Zielstrebigkeit an den Tag legte. Dann war es passiert und er hatte ihn verloren.
Sagte er wirklich: Kneipe!?

Ja, er hatte wirklich Kneipe gesagt, aber Spelunke hätte es eher getroffen: ein diesiger Raum mit alten Stehtischen und einer schmutzigen Bar, dessen einzige Dekoration ein Flaschenregal hinter selbiger zu sein schien. Argus blickte vor sich auf den Tresen: vier leere Schnapsgläser standen vor ihm, ein Kurzer war noch voll.
Mit einem kurzen, grausamen Schluck leerte er ihn.
Noch einen!“, knallte er das Gefäß auf den Tisch.
Du hast genug!“, schnauzte der kleine Barmann zurück, kaum groß genug, um über sein Arbeitsfeld zu blicken.
Ich kann misch...schhhh nicht erinnern, Ihnen das „du“ angeboten zu haben“, kippte er,
Und jetzt noch eihnen!
Nur gegen Vorkasse!“ Der kleine Mann drehte ihm frech den Rücken zu und polierte ein Glas. Was dachte er sich nur?
Konnte er nicht spüren, wie wichtig der Klon vor ihm war?
Und wie wütend ihn diese Verweigerung machte!?
Was solls?“, tastete er trotzig seine Uniform nach weiterem Sold ab.
Auch wenn er es nicht genau erklären konnte: er war hier, weil er hier sein sollte.
Seine Intuition hatte ihn hier her geführt; hier waren der richtige Ort und die richtige Zeit.
Nichts“, knurrte er und der Zwerg erwiderte: „Dachte ich mir.
Er konnte sich kaum bremsen, zu seiner Plasmapistole zu greifen und sein Gegenüber einfach niederzuschießen, doch er ahnte, dass dies nicht gut ankommen würde. Da öffnete sich die Tür.
Was ein Glück – ich habe Sie gefunden!“, schnaufte der Sanitäter erleichtert.
Sie kommen genau richtig!“, lächelte er ihn an,
Diesem Krieger hier ist der Sold ausgegangen, bezahlen Sie gefälligst die nächste Runde!
Nein!“, verschränkte der Klon trotzig die Arme.
Wie war das?“ Argus kannte diese Widerspenstigkeit nicht und er platzte fast.
Dienstvorschrift 33 §7 ist eindeutig: Ethanol ist während der Dienstzeit nicht zulässig, außer als a. Brandbeschleuniger oder b. zur medizinischen Behandlung“, zählte er auf.
Ich bin gerade erst operiert worden, zahlen Sie – sofort!“, aber es kam nur wieder ein trotziges,
Nein!
Nein?“, erhob er sich.
Nein, das reicht jetzt. Sie haben definitiv genug!
Das war zu viel – er hatte alles aufgeben müssen, seinen Eroberungsplan, die rothaarige Trophäe, seinen Körper. Argus riss die Waffe von seiner Seite und richtete sie auf den Organon.
Sie bezahlen meinen Schnaps, oder ich knalle Sie ab, verdammt nochmal!
Ich bin ein Organon! Ich fürchte nicht den Tod, nur die Dienstregeln zählen für mich“, weigerte der junge Mann sich weiterhin.
Diese Art und Weise kannte er nicht; selbst wenn einer seiner Soldaten Mist gebaut hatte, hatte er immer die Option gehabt, ihn von einem Turm zu werfen, oder zumindest zu erschießen und einfach zu ersetzen. Doch der hier war sein letztes Humankapital. Und er durfte ihn nicht verlieren.
Auch wenn er sich ein kurzes Zucken erlaubte, das sein Gesicht geradezu vibrieren ließ, dachte er nur kurz nach.
Wie Sie wollen!“, zischte er und richtete die Waffe auf seinen vorgebeugten Kopf,
Dann nehme ich eben mich selbst als Geisel!
Das ist doch Schwachsinn“, antwortete er ihm etwas verunsichert.
Wollen“, öffnete er weit die Augen, „Sie das wirklich riskieren!?
Ironischerweise war der Bürokrat, auf den er gerade eben noch eine Waffe gerichtet hatte, der einzige, der seine Selbstmordandrohung überhaupt beachtete. Dieser überlegte kurz, dann willigte er missmutig ein.
Schon lächelte Argus wieder und führte den Klon zum Tresen.
Zwei Bier“, deutete dieser mit zwei Fingern an.
Machen Sie zehn draus“, legte er seine Hand auf seine Schulter.

Was machen wir hier eigentlich?“, murrte es von einem der Tische,
Ich habe mich für den Widerstand gemeldet, weil der General uns Massenmord und Weiber versprochen hat!“, knallte ein Rebell sein leeres Glas auf Selbigen.
Wo ist der verschissene rote Knopf!?“, hing er fast in den Seilen.
Der Amtmann belauschte die Worte und witterte seine Chance.
Du hast schon irgendwie recht“, maulte ein anderer, müder Krieger mit einem herabhängenden Lied,
wir haben eine beschissene Besoldung, die Uniformen sind kacke“, zog er an seiner Warnweste,
und jetzt haben wir einfach kein Ziel mehr.
Ich habe mich gemeldet, um ein Ziel zu haben!“, wischte ein Dritter alle Trinkgefäße von der Platte, sodass sie klirrend zu Boden schepperten,
Und jetzt ist die Welt gerettet und wir sollen einfach nur selbstgerecht in der Gegend rumstehen.
Darum hatte das Schicksal ihn hier her gebeten, das war die Gelegenheit, wieder zu Macht zu kommen.
Er soff sein letztes Getränk leer und packte die Bierflaschen, die noch voll waren. Er torkelte zu dem Tisch, von dem die Unzufriedenheit geradezu herabtropfte und stellte die Alkoholika darauf.
Diese Runde geht auf mich!“, grinste er die Leute blöde an.
Was will denn ein verdammter Organon von uns?“, maulte der Letzte ihn an.
Jaa, verpiss dich!“, stimmte sein Kollege im beständigen Sturzflug ihm zu.
Sehe ich so aus, als wäre ich auf Elysium?“, hob Argus eine Braue, als sein Mann mit seinem Bier skeptisch zu ihm stieß.
Wir sind Verstoßene, genau wie ihr!“ Jetzt war er froh, dass Ulysses ihn einer riskanten Operation unterzogen hatte, um seinem problematisches Suchtverhalten entgegenzuwirken. So hatte der Alkohol zwar eine gewisse, überhebende Wirkung auf ihn, aber er zerstörte nicht so schnell sein Urteilsvermögen.
Wir sollten uns verziehen!“, legte der Sanitäter seine Hand auf seinen Schulterpanzer, doch er schüttelte sie grummelnd ab.
Ach was solls!?“, taumelte der Fallende,
Gib den Stoff her!“, grapschte er sich eine Flasche.
Ja, jetzt ist ohnehin alles egal!“, öffnete ein Anderer eine Flasche an der Tischkante.
Egal ist mein zweiter Vornahme!“, hob Argus sein Bier und täuschte ein Taumeln vor.
Ein Organon mit Humor, das gefällt mir!“, hob einer der Rebellen das Seine und öffnete die Gruppe für die zwei Klone.
Sie schütteten einige Runden herunter, die der Klon, der ihn beaufsichtigte, zu bezahlen hatte und die Runde wurde immer heiterer. Ihm fiel auf, dass die Medikamente scheinbar das Ihre taten und die berauschende Wirkung der Spirituosen noch verstärkten.
Warum seid ihr eigentlich so traurig, ihr habt doch gewonnen!?“, setzte er schließlich alles auf eine Karte.
Das ist es ja: wir hatten vorher ein Ziel!“, antwortete einer und der Nächste fuhr fort,
Jetzt haben wir das Armageddon abgewendet, aber was sollen wir jetzt tun?
Die Revolution frisst ihre Kinder und sei es“, schluckte der Schluckspecht,
weil wir nicht mal genug Sold bekommen, dass es für die Getränke zum Feierabend reicht.
Das war die Chance, blickte er zum Sani, der nur gelangweilt sowie angewidert war und offensichtlich gar nicht begriff, welches Potential sich hier gerade auftat.
Argus beugte sich vor und verschränkte seine Arme auf dem Tisch.
Also...“, fing er an, wobei er teuflisch grinsend den Blick durch die Runde wandern ließ,
was würden die Herrschaften denn von Unsterblichkeit halten!?


Ende



Damit habt ihr Argus' Aufstieg hinter euch gebracht.
Danke für eure Aufmerksamkeit, über Kommentare würde ich mich, immer noch, freuen! ^^

Schöne Grüße
Markus
Zuletzt geändert von Emares am So 15. Mai 2016, 18:09, insgesamt 1-mal geändert.
Ihr sucht nach Deponia-Fanfictions? Vielleicht sind Argus' Aufstieg, die Elysium-Triologie, die Toni-Tribute oder Utopia ja was für euch!?

Liebe Grüße
Markus

Benutzeravatar
Yuna Leonhart
Pilot(in) der Zeit
Beiträge: 80
Registriert: Mo 14. Dez 2015, 21:47
Wohnort: Ravenclaw Gemeinschaftsraum

Re: Argus' Aufstieg

Beitragvon Yuna Leonhart » So 15. Mai 2016, 17:53

First!


Und es ist mal wieder eine gelungene Fanfiction. Man merkt im ersten Kapitel die Emotionen, die Argus durchlebt als er dort im Rotor hing - Wut, Traurigkeit, Einsamkeit, etc. Ich kann mir nur vorstellen was für Schmerzen er erleiden musste als er mit kaputten Körper mitten im Nirgendwo ohne, soweit er wusste, Hoffnung auf Rettung. Obwohl ich mir wegen seines mentalen Zustandes Sorgen gemacht habe als er mit der Pflanze sprach.

Argus war bestimmt beeindruckt als er merkte, dass ihm nichts mehr wehtat. Aber ich möchte nicht in der Haut des Organon, der ihn geheilt hatte, stecken als er seinen Leichnam fand... und die vielen Augenblicke danach, so entnervt und sauer wie der Argi auf ihn ist.

Soso, Kaiser willste werden, Argus? Hast ja hohe Ziele, Alterchen. Fang' doch erstma' klein an, wie Hausmeister in einer magischen Schule.

Saufen im Dienst und während eienr wichtigen Mission? Also ehrlich, da braucht man doch seinen kompletten Verstand (sofern man einen hat). Aber dafür scheint es als hätte er Alliierte gefunden, falls er sie überzeugen kann. Für mich riecht das Cliffhanger-Ending nach einer Fortsetzung.

"Die rothaarige Trophäe" - so sieht Argus Goal also. Das würde ihr nicht gefallen wenn sie das wüsste, sie würde ihm alle Knochen brechen, seine Zunge rausschneiden und sein Herz mit einem Löffel rausschneiden.
Anbeter des blauen Hasen an die Macht!

Benutzeravatar
Emares
Retter(in) des Müllplaneten
Beiträge: 123
Registriert: Di 11. Feb 2014, 08:45
Wohnort: NRW

Re: Argus' Aufstieg

Beitragvon Emares » So 15. Mai 2016, 22:37

Nicht wundern, ich musste nur gerade einen kleinen Formatierungsfehler korrigieren - ich hatte eigentlich gehofft, hier ohne jeden Edit auszukommen... :lol:

Freut mich, dass du mal wieder die Erste warst, auf dass noch einige folgen mögen! :D

Und es ist mal wieder eine gelungene Fanfiction.


Wie schön, gut zu hören, dass es auch gut geworden ist; besonders, da es mal aus der Sicht des Schurken war! ;)

Man merkt im ersten Kapitel die Emotionen, die Argus durchlebt als er dort im Rotor hing - Wut, Traurigkeit, Einsamkeit, etc. Ich kann mir nur vorstellen was für Schmerzen er erleiden musste als er mit kaputten Körper mitten im Nirgendwo ohne, soweit er wusste, Hoffnung auf Rettung.


Sehr gut, das wollte ich auch darstellen: im Spiel wird es einfach abgetan "Und was ist, wenn ich aus Versehen Argus erwische!?"
Keiner weint ihm eine Träne nach, keiner entschuldigt sich bei ihm und so stirbt er am einsamsten von den Klonen.
Es mag an mancher Stelle chaotisch wirken, wenn er rasch zwischen den Emotionen wechselt, aber auch das gehört meiner Meinung nach dazu: Verzweiflung, Wut, Hoffnung, Hass in schneller Folge bis er vom Leben selbst gestoppt wird.
Etwas leicht hatte ich es ja doch, ist es ja die Vorgeschichte zu Nie wieder Elysium und da konnte ich mich an Argus' Aussagen halten, wo er Goal mit Rufus im Kopf bei der Klonanlage trifft.
Die Tragik, alleine zurückgelassen zu sein, bot aber auch einigen Stoff zum Schreiben! :mrgreen:

Obwohl ich mir wegen seines mentalen Zustandes Sorgen gemacht habe als er mit der Pflanze sprach.


Argus hatte halt niemanden sonst und er konnte ja auch nicht weg, die Pflanze kam da genau recht! :lol:
Vielleicht ist es dir aufgefallen: die Birke ist ein kleiner, reverser Ronny!
Ich sage jetzt aber nicht, was genau sie symbolisiert! :lol:

Argus war bestimmt beeindruckt als er merkte, dass ihm nichts mehr wehtat.


Er wusste in diesem Moment vor Allem, dass er sterben würde.
Diese Körper sind schon ein Fluch, dass sie den Klonen dermaßen lange die Erlösung verweigern...

Aber ich möchte nicht in der Haut des Organon, der ihn geheilt hatte, stecken als er seinen Leichnam fand... und die vielen Augenblicke danach, so entnervt und sauer wie der Argi auf ihn ist.


Für den Organon muss es natürlich so erscheinen - dennoch ist Argus gar nicht wütend auf ihn!
Er ist wütend auf die Welt, auf Goal, auf Cletus und Rufus, einfach alle, die an seinem Tod schuld waren; deswegen schlägt er unter Anderem auf seinen toten Körper ein!

Soso, Kaiser willste werden, Argus? Hast ja hohe Ziele, Alterchen. Fang' doch erstma' klein an, wie Hausmeister in einer magischen Schule.


Das symbolisiert seine Art, niemals aufzugeben, ähnlich wie bei Rufus z.B., nur eben mit einem ganz anderen Stil.
Und wenn schon Hausmeister, dann in einem Sanatorium für Geisteskranke, wo er sich in eine junge Frau mit blauem Stoffhasen verlieben kann! :lol:

Saufen im Dienst und während eienr wichtigen Mission? Also ehrlich, da braucht man doch seinen kompletten Verstand (sofern man einen hat).


Er wurde intuitiv dort hingetrieben; und trotz seiner Sauferei verliert er sein Ziel nicht aus den Augen - aber als nüchterner Partykiller wäre er bei den Rebellen nimmer angekommen!
Es gab schon ganz andere Verhandlungen, die besoffen getroffen wurden! ;)

Aber dafür scheint es als hätte er Alliierte gefunden, falls er sie überzeugen kann. Für mich riecht das Cliffhanger-Ending nach einer Fortsetzung.


Da allerdings muss ich dich enttäuschen: Argus' Aufstieg war von Anfang an als Episode null zur Elysium-Reihe und den Toni-Tributen gedacht.
So viele Lustige Möglichkeiten es noch gäbe, es passiert Folgendes:
Spoiler: show
Argus zieht die Rebellen auf seine Seite, indem er ihnen die Klonanlage offenbahrt und schließlich einen Freibiererlass macht.

Elysium:
Spoiler: show
Dann versucht er, mit der alten Goal zusammenzukommen, klont sich jedoch nach deren Ablehnung dreifach.
Er kommt mit Donna in Goals altem Körper zusammen, entzweit sich mit seinen Klonen und verbleibt in der Klonanlage,
nur um Goaler und Rufina später zu helfen.

Toni:
Spoiler: show
Um im Spiel zu bleiben, will er heimlich mit Toni als Elysiums Gesandter verhandeln, sie tötet ihn jedoch und er bleibt in ihrem Kopf. Bis sie ihn loslässt.

Spoiler: show
Kaiser wird er nicht werden, ein etwas tragischer Gedanke, den ich im Hinterkopf hatte, als ich ihn das sagen ließ.

Vielleicht allerdings taucht Argus selbst irgendwann wieder in einer Geschichte auf - er hat da ja viel Potential! :mrgreen:

"Die rothaarige Trophäe" - so sieht Argus Goal also. Das würde ihr nicht gefallen wenn sie das wüsste, sie würde ihm alle Knochen brechen, seine Zunge rausschneiden und sein Herz mit einem Löffel rausschneiden.


So gesehen ist das eigentlich nichts Schlimmes; für alle drei Prototypen ist Goal ganz am Anfang mehr Mittel zum Zweck als echte Freundin:
Rufus verliebt sich in sie, obwohl sie bewusstlos ist, er verliebt sich in etwas, das er gar nicht kennen kann - Elysium, für ihn ist Goal mehr Symbol seines Ziels, seiner Lebenshoffnung,
Cletus liebt sie gar nicht, nur die Möglichkeiten, die sie bietet, als Tochter des Oberkontrollrates, sowie Fahrkarte nach Elysium &
Argus sieht in ihr das Symbol seines Triumphes - wie etwas, das man entweder einnimmt oder zerstört.
Das mag lieblos klingen, doch zeigt sich bei Argus eben ein Aspekt der Liebe, der eifersüchtig, besitzergreifend und auf eine finstere Art anziehend ist - er kann da gar nichts dafür, wurde er doch von Ulysses in einer lieblosen Art und Weise erzogen, dass er echte Zuneigung gar nicht kennen kann!

Erst in der Elysium-Reihe und später den Toni-Tributen lasse ich ihn ja eine Wandlung durchmachen, dass er auch loslassen lernt - wie Rufus.


Sodala, gute Nacht
Markus
Ihr sucht nach Deponia-Fanfictions? Vielleicht sind Argus' Aufstieg, die Elysium-Triologie, die Toni-Tribute oder Utopia ja was für euch!?

Liebe Grüße
Markus

Benutzeravatar
Yuna Leonhart
Pilot(in) der Zeit
Beiträge: 80
Registriert: Mo 14. Dez 2015, 21:47
Wohnort: Ravenclaw Gemeinschaftsraum

Re: Argus' Aufstieg

Beitragvon Yuna Leonhart » Mo 16. Mai 2016, 02:46

Emares hat geschrieben:Freut mich, dass du mal wieder die Erste warst, auf dass noch einige folgen mögen! :D


Tja, bin halt schnell wenn's um's Lesen geht :mrgreen:

Wie schön, gut zu hören, dass es auch gut geworden ist; besonders, da es mal aus der Sicht des Schurken war! ;)


Hey, der Schurke gehört ja schließlich zu den interessantesten Charakteren in fiktiven Werken (meistens). Außerdem bekommen Bösewichte immer die besten Songs :mrgreen:

Sehr gut, das wollte ich auch darstellen: im Spiel wird es einfach abgetan "Und was ist, wenn ich aus Versehen Argus erwische!?"
Keiner weint ihm eine Träne nach, keiner entschuldigt sich bei ihm und so stirbt er am einsamsten von den Klonen.
Es mag an mancher Stelle chaotisch wirken, wenn er rasch zwischen den Emotionen wechselt, aber auch das gehört meiner Meinung nach dazu: Verzweiflung, Wut, Hoffnung, Hass in schneller Folge bis er vom Leben selbst gestoppt wird.
Etwas leicht hatte ich es ja doch, ist es ja die Vorgeschichte zu Nie wieder Elysium und da konnte ich mich an Argus' Aussagen halten, wo er Goal mit Rufus im Kopf bei der Klonanlage trifft.
Die Tragik, alleine zurückgelassen zu sein, bot aber auch einigen Stoff zum Schreiben! :mrgreen:


Ja, als hätte man ihn völlig vergessen. Man kann sich nur den Mix an Emotionen, die Argus in dem Moment fühlte, vorstellen. Niemand möchte das durchleben, niemand will von allen ignoriert werden wenn man kurz vorm Sterben ist. Da kann ich nicht abstreiten, dass das Gefühlschaos etwas zum Niederschreiben ist.

Argus hatte halt niemanden sonst und er konnte ja auch nicht weg, die Pflanze kam da genau recht! :lol:
Vielleicht ist es dir aufgefallen: die Birke ist ein kleiner, reverser Ronny!
Ich sage jetzt aber nicht, was genau sie symbolisiert! :lol:


Außerdem ist 'ne Pflanze immerhin noch ein Lebewesen. Da bin ich schlimmer wenn man bedenkt, dass ich den Fernseher ab und zu mal bei Quizsendungen anschreie oder zu etwas, das ein Filmcharakter sagt, eine Antwort gebe :lol:

Er wusste in diesem Moment vor Allem, dass er sterben würde.
Diese Körper sind schon ein Fluch, dass sie den Klonen dermaßen lange die Erlösung verweigern...


Oh ja, wenn man schon solche Schmerzen erleiden musst wenn man stirbt, dann will man doch lieber, dass es schnell geht. Niemand will lange leiden, egal in was für einer Situation.

Für den Organon muss es natürlich so erscheinen - dennoch ist Argus gar nicht wütend auf ihn!
Er ist wütend auf die Welt, auf Goal, auf Cletus und Rufus, einfach alle, die an seinem Tod schuld waren; deswegen schlägt er unter Anderem auf seinen toten Körper ein!


Ja, nur wusste das der Organon wohl kaum und da hätte er natürlich Angst, dass Argus etwas Unvernünftiges machen würde, wie zum Beispiel ihn töten. Doch ich kann Argus auch verstehen - wenn man von allen Scheiße behandelt wird und sie so zu tun als würde er nicht existieren als er kurz davor ist das Reich der Lebenden zu verlassen. Sie hätten ihn ja retten können (na ja, für Rufus wäre das im freien Fall schwer), aber weil sie dies nicht taten, sind sie Schuld an seinem Tod.

Das symbolisiert seine Art, niemals aufzugeben, ähnlich wie bei Rufus z.B., nur eben mit einem ganz anderen Stil.
Und wenn schon Hausmeister, dann in einem Sanatorium für Geisteskranke, wo er sich in eine junge Frau mit blauem Stoffhasen verlieben kann! :lol:


Hm, so hab' ich's nicht gesehen. Na ja, wenigstens will er nicht Herrscher des Alpha-Quadranten werden :lol:
Und... KOPFKINO!

Er wurde intuitiv dort hingetrieben; und trotz seiner Sauferei verliert er sein Ziel nicht aus den Augen - aber als nüchterner Partykiller wäre er bei den Rebellen nimmer angekommen!
Es gab schon ganz andere Verhandlungen, die besoffen getroffen wurden! ;)


Ja, das stimmt auch wieder. Argus blieb seinem Ziel treu, selbst nach einigen Gläsern, und ließ sich nicht ablenken. Bei ihm scheint es nicht als würde er an böchsten Morgen mit einem Brummschädel nur in Unterhose gekleidet wer weiß wo aufwachen würde.

Da allerdings muss ich dich enttäuschen: Argus' Aufstieg war von Anfang an als Episode null zur Elysium-Reihe und den Toni-Tributen gedacht.


Außer die Fortsetzung, die ich gerochen habe, war die Elysium-Reihe, sowie auch die Toni-Reihe :mrgreen:

Vielleicht allerdings taucht Argus selbst irgendwann wieder in einer Geschichte auf - er hat da ja viel Potential! :mrgreen:


Wie wahr, wie wahr^^

So gesehen ist das eigentlich nichts Schlimmes; für alle drei Prototypen ist Goal ganz am Anfang mehr Mittel zum Zweck als echte Freundin:
Rufus verliebt sich in sie, obwohl sie bewusstlos ist, er verliebt sich in etwas, das er gar nicht kennen kann - Elysium, für ihn ist Goal mehr Symbol seines Ziels, seiner Lebenshoffnung,
Cletus liebt sie gar nicht, nur die Möglichkeiten, die sie bietet, als Tochter des Oberkontrollrates, sowie Fahrkarte nach Elysium &
Argus sieht in ihr das Symbol seines Triumphes - wie etwas, das man entweder einnimmt oder zerstört.
Das mag lieblos klingen, doch zeigt sich bei Argus eben ein Aspekt der Liebe, der eifersüchtig, besitzergreifend und auf eine finstere Art anziehend ist - er kann da gar nichts dafür, wurde er doch von Ulysses in einer lieblosen Art und Weise erzogen, dass er echte Zuneigung gar nicht kennen kann!


Stimmt, ein Mittel um an ihre jeweiligen Ziele zu kommen, da passt ja ihr Name perfekt. Aber ich glaube, dass Rufus zumindest sich wirklich in sie, als Person verliebt, mit der Zeit. Er ist ja immerhin der einzige, der mit ihr viel Zeit verbringt und sie richtig kennen lernen konnte, sofern sie mal nicht wieder bewusstlos war.

Oh, and the award for the worst legal guardian goes to Ulysses! Congratulations!
Anbeter des blauen Hasen an die Macht!

Benutzeravatar
Emares
Retter(in) des Müllplaneten
Beiträge: 123
Registriert: Di 11. Feb 2014, 08:45
Wohnort: NRW

Re: Argus' Aufstieg

Beitragvon Emares » Mo 16. Mai 2016, 13:33

Ja, als hätte man ihn völlig vergessen. Man kann sich nur den Mix an Emotionen, die Argus in dem Moment fühlte, vorstellen. Niemand möchte das durchleben, niemand will von allen ignoriert werden wenn man kurz vorm Sterben ist. Da kann ich nicht abstreiten, dass das Gefühlschaos etwas zum Niederschreiben ist.


Und das hat mir so gereizt an dieser Fanfiction.

Hinzu kommt natürlich der Charakter selbst - völlig losgelöst von Gut und Böse und gar nicht im Stande, das zu verstehen.
Erst durch seine späteren Beziehungen kommt er ja irgendwie auf einen menschlicheren Trichter...

Außerdem ist 'ne Pflanze immerhin noch ein Lebewesen. Da bin ich schlimmer wenn man bedenkt, dass ich den Fernseher ab und zu mal bei Quizsendungen anschreie oder zu etwas, das ein Filmcharakter sagt, eine Antwort gebe :lol:


Das kenne ich! :lol:

Oh ja, wenn man schon solche Schmerzen erleiden musst wenn man stirbt, dann will man doch lieber, dass es schnell geht. Niemand will lange leiden, egal in was für einer Situation.


In diesem Falle ist es freilich mehr ein mentaler Schmerz: er weiß, dass er alles verloren hat, er wird sterben, aber dieser Prozess dauert scheinbar ewig...
Zum Verrücktwerden - wenn die Prototypen das nicht von Hause aus wären! :mrgreen:

Ja, nur wusste das der Organon wohl kaum und da hätte er natürlich Angst, dass Argus etwas Unvernünftiges machen würde, wie zum Beispiel ihn töten.


Ihm wehzutun, vergiss nicht: Organon fürchten sich nicht vor dem Tod und haben keinen Respekt vor dem Leben! :mrgreen:
Wie gut, dass kein Turm zum Runterschmeißen in der Nähe war! :lol:

Doch ich kann Argus auch verstehen - wenn man von allen Scheiße behandelt wird und sie so zu tun als würde er nicht existieren als er kurz davor ist das Reich der Lebenden zu verlassen.


Stimmt, immer ist er der Arsch - da kann er der Welt ja nur zeigen, was in ihm steckt! :lol:

Sie hätten ihn ja retten können (na ja, für Rufus wäre das im freien Fall schwer), aber weil sie dies nicht taten, sind sie Schuld an seinem Tod.


Ich muss Goal aber in Schutz nehmen: sie hätte ihn nicht mehr retten können, der Rotor war da unerbittlich.
Mich wundert nur dieser Kontrast: Goal liebte Rufus auch dafür, dass er sowohl Deponia, als auch Elysium nicht einfach opfern wollte - und dann verschwendet sie an Argus nicht einmal ein Wort des Bedauerns.
Er ist ja auch nur ein Mensch und er war dem Tode geweiht!

Das muss den Guten doch klar sein: es ist nicht gut, wenn einer stirbt.
Argus wäre es wahrscheinlich egal gewesen, zumindest zu diesem Zeitpunkt - der nimmt aber auch nicht in Anspruch, moralisch überlegen zu sein.
Er kann nichts dafür, wie der Fuchs im Hühnerstall.
Sie... schon!

Hm, so hab' ich's nicht gesehen. Na ja, wenigstens will er nicht Herrscher des Alpha-Quadranten werden :lol:
Und... KOPFKINO!


So toll ist der Alpha-Quadrant auch nicht: da, wo es die hübschen Frauen gibt, ist Romulanisches Ale verboten! ^^

Und... gern geschehen! :lol:

Ja, das stimmt auch wieder. Argus blieb seinem Ziel treu, selbst nach einigen Gläsern, und ließ sich nicht ablenken. Bei ihm scheint es nicht als würde er an böchsten Morgen mit einem Brummschädel nur in Unterhose gekleidet wer weiß wo aufwachen würde.


Ich dachte dabei, ehrlich gesagt, ein wenig an Adenauers Verhandlungen mit den Sowjets - auch wenn das natürlich Wirklich und ernster war; richtig verhandelt wurde erst nachher mit Wässerchen.

Schon erschreckend; wie viele Informationen ich für die Fanfictions aus der echten Welt gesaugt habe! :roll:

Außer die Fortsetzung, die ich gerochen habe, war die Elysium-Reihe, sowie auch die Toni-Reihe :mrgreen:


:mrgreen:

Stimmt, ein Mittel um an ihre jeweiligen Ziele zu kommen, da passt ja ihr Name perfekt. Aber ich glaube, dass Rufus zumindest sich wirklich in sie, als Person verliebt, mit der Zeit. Er ist ja immerhin der einzige, der mit ihr viel Zeit verbringt und sie richtig kennen lernen konnte, sofern sie mal nicht wieder bewusstlos war.


Natürlich: Rufus ist der Einzige, der sich wirklich in die verliebt, im eigentlichen Sinne.
Aber am Anfang, da ist es eine Verliebtheit und die lässt sich untereinander schon vergleichen.

Und ja: sie verliebt sich wirklich in Rufus - sonst niemanden!
Aber Cletus hat auch einiges mit ihr gemacht, auch wenn es, laut Organon, keine erwähnenswerten Höhepunkte gab! :mrgreen:

Oh, and the award for the worst legal guardian goes to Ulysses! Congratulations!


Definitiv... nur Seagull ist da ein wirklich harter Konkurrent drum!


Schönen Pfingstmontag
Markus
Ihr sucht nach Deponia-Fanfictions? Vielleicht sind Argus' Aufstieg, die Elysium-Triologie, die Toni-Tribute oder Utopia ja was für euch!?

Liebe Grüße
Markus

Benutzeravatar
Yuna Leonhart
Pilot(in) der Zeit
Beiträge: 80
Registriert: Mo 14. Dez 2015, 21:47
Wohnort: Ravenclaw Gemeinschaftsraum

Re: Argus' Aufstieg

Beitragvon Yuna Leonhart » Mo 16. Mai 2016, 17:26

Emares hat geschrieben:[Und das hat mir so gereizt an dieser Fanfiction.

Hinzu kommt natürlich der Charakter selbst - völlig losgelöst von Gut und Böse und gar nicht im Stande, das zu verstehen.
Erst durch seine späteren Beziehungen kommt er ja irgendwie auf einen menschlicheren Trichter...


Ja, Argus ist so gesehen eine tragische Figur weil er eben das Konzept von Gut und Böse nicht versteht und er es erst einmal lernen musst.

Außerdem ist 'ne Pflanze immerhin noch ein Lebewesen. Da bin ich schlimmer wenn man bedenkt, dass ich den Fernseher ab und zu mal bei Quizsendungen anschreie oder zu etwas, das ein Filmcharakter sagt, eine Antwort gebe :lol:

Das kenne ich! :lol:

In diesem Falle ist es freilich mehr ein mentaler Schmerz: er weiß, dass er alles verloren hat, er wird sterben, aber dieser Prozess dauert scheinbar ewig...


Und diese Art von Schmerz ist schlimmer als physischer.

Zum Verrücktwerden - wenn die Prototypen das nicht von Hause aus wären! :mrgreen:


Ich frage mich ob ein Teil ihrer DNA aus dem Wunderland stammt :mrgreen:

Ihm wehzutun, vergiss nicht: Organon fürchten sich nicht vor dem Tod und haben keinen Respekt vor dem Leben! :mrgreen:
Wie gut, dass kein Turm zum Runterschmeißen in der Nähe war! :lol:


Stimmt, hab' ich glatt vergessen^^"
Oder andere hoch gelegene Gebiete :mrgreen:

Stimmt, immer ist er der Arsch - da kann er der Welt ja nur zeigen, was in ihm steckt! :lol:


Solange es nicht aus 'ner Körperöffnung kommt :lol:

Ich muss Goal aber in Schutz nehmen: sie hätte ihn nicht mehr retten können, der Rotor war da unerbittlich.
Mich wundert nur dieser Kontrast: Goal liebte Rufus auch dafür, dass er sowohl Deponia, als auch Elysium nicht einfach opfern wollte - und dann verschwendet sie an Argus nicht einmal ein Wort des Bedauerns.
Er ist ja auch nur ein Mensch und er war dem Tode geweiht!

Das muss den Guten doch klar sein: es ist nicht gut, wenn einer stirbt.
Argus wäre es wahrscheinlich egal gewesen, zumindest zu diesem Zeitpunkt - der nimmt aber auch nicht in Anspruch, moralisch überlegen zu sein.
Er kann nichts dafür, wie der Fuchs im Hühnerstall.
Sie... schon!


Gutes Argument. Selbst wenn sie es doch versucht hätte, es wäre genauso hoffnungslos gewesen wie zu versuchen einen Kuchen in seinen einzelnen Zutaten zu zerlegen nachdem dieser gebacken wurde.
Ja, selbst wenn Goal Argus nicht leiden kann, sie hätte ihn ruhig auf irgendeine Art in Kenntnis nehmen sollen als auch kurz vor dem Fall war oder danach. Aber vielleicht drehten sich ihre Gedanken nur noch um Rufus, so dass sie alles andere ausgeblockt hatte.

Ja, die Helden sind stets diejenigen, die versuchen jeden zu retten, selbst den Bösewicht. Nur wenn es nicht anders geht töten sie den Schurken oder sie sorgen selber für ihren Untergang.
Wer weißt, vielleicht hätte Argus die Chance sich zum Besseren zu verändern wenn er die Chance gehabt hätte zu leben.

So toll ist der Alpha-Quadrant auch nicht: da, wo es die hübschen Frauen gibt, ist Romulanisches Ale verboten! ^^

Und... gern geschehen! :lol:


Dafür hat der Gamma-Quadrant die Jem'Hadar und im Delta-Quadranten ist der Borg-Raum. Und ich trinke kein Alkohol, also macht es mir nichts aus, wenn romulaniches Ale verboten ist^^
Aber da ich weiblich bin, hätte ich statt den hübschen Frauen doch lieber heiße Männer. Gib mir Squall Leonhart, Jack Skellington, Zack Fair, Kain Highwind, Captain Jack Sparrow, Axel und Demyx und dazu Eis und im Hintergrund Harry Belafonte und/oder Frank Sinatra und ich bin auf meinem Traumplaneten :mrgreen:

*meinen Zauberstab, Ebenholz, Einhornhaar, 10 3/4 Zoll, leicht elastisch, auf meinen Kopf ziel* Obliviate!

Ich dachte dabei, ehrlich gesagt, ein wenig an Adenauers Verhandlungen mit den Sowjets - auch wenn das natürlich Wirklich und ernster war; richtig verhandelt wurde erst nachher mit Wässerchen.

Schon erschreckend; wie viele Informationen ich für die Fanfictions aus der echten Welt gesaugt habe! :roll:


Hm, daran kann ich mich nicht aus dem Geschichtsunterricht entsinnen. Dann wiederum, meine Schulbildung war eher ein Witz :roll:

Na ja, ist nicht schlimm wenn man sich Inspiration aus dem echten Leben zu holen^^

Und ja: sie verliebt sich wirklich in Rufus - sonst niemanden!
Aber Cletus hat auch einiges mit ihr gemacht, auch wenn es, laut Organon, keine erwähnenswerten Höhepunkte gab! :mrgreen:


Vielleicht haben sie nur zusammen Brettspiele gespielt und sie hat immer gewonnen :mrgreen:

Definitiv... nur Seagull ist da ein wirklich harter Konkurrent drum!


Dann teilen sich beide die Auszeichnung.
Anbeter des blauen Hasen an die Macht!

Benutzeravatar
Emares
Retter(in) des Müllplaneten
Beiträge: 123
Registriert: Di 11. Feb 2014, 08:45
Wohnort: NRW

Re: Argus' Aufstieg

Beitragvon Emares » Di 17. Mai 2016, 21:29

Pssst: Irgendwas ist mit deiner Zitation am Anfang schief gelaufen... ;)

Ja, Argus ist so gesehen eine tragische Figur weil er eben das Konzept von Gut und Böse nicht versteht und er es erst einmal lernen musst.


Gewissermaßen ist er wie ein Kind: er sieht, wie die Anderen etwas fühlen und sich an etwas halten, hat aber keine Ahnung, warum sie das machen - für ihn erscheint es völlig unlogisch.

Und diese Art von Schmerz ist schlimmer als physischer.


Das hängt davon ab: jenachdem, was eine Seele gewohnt ist, kann entweder physischer, oder psychischer Schmerz sie mehr zerfetzen!

Solange es nicht aus 'ner Körperöffnung kommt :lol:


Natürlich bezog ich mich auf seinen Mund! :mrgreen:

Ja, selbst wenn Goal Argus nicht leiden kann, sie hätte ihn ruhig auf irgendeine Art in Kenntnis nehmen sollen als auch kurz vor dem Fall war oder danach. Aber vielleicht drehten sich ihre Gedanken nur noch um Rufus, so dass sie alles andere ausgeblockt hatte.


Zumindest fehlt etwas, dass sie Rufus in jedem Organon-Gesicht sieht und ihr klar wird, dass dies auf Argus gewissermaßen auch zutrifft z.B..

Ja, die Helden sind stets diejenigen, die versuchen jeden zu retten, selbst den Bösewicht. Nur wenn es nicht anders geht töten sie den Schurken oder sie sorgen selber für ihren Untergang.
Wer weißt, vielleicht hätte Argus die Chance sich zum Besseren zu verändern wenn er die Chance gehabt hätte zu leben.


Die Helden töten ja meist nur im Kampf, im Affekt quasi und sie sind nicht so stolz drauf oder gleichgültig, zumindest respektieren sie ihre Antagonisten - da ist das Ende ein wirklich krasser Kontrast!

Womöglich hätte Argus die Welt in diesem Sinne auch überrascht, Goal hätte nur genug Dominanz zeigen müssen und ihn zum Guten beeinflussen.
Dann hätte er nur noch jeden zweiten Elysianer von der Station geschmissen! ^^

Aber da ich weiblich bin, hätte ich statt den hübschen Frauen doch lieber heiße Männer. Gib mir Squall Leonhart, Jack Skellington, Zack Fair, Kain Highwind, Captain Jack Sparrow, Axel und Demyx und dazu Eis und im Hintergrund Harry Belafonte und/oder Frank Sinatra und ich bin auf meinem Traumplaneten :mrgreen:


Du hast Käptn Kirk vergessen! :lol:

Hm, daran kann ich mich nicht aus dem Geschichtsunterricht entsinnen. Dann wiederum, meine Schulbildung war eher ein Witz :roll:


Die lustigen Sachen muss man eh immer selbst recherchieren! ;)

Vielleicht haben sie nur zusammen Brettspiele gespielt und sie hat immer gewonnen :mrgreen:


Oder einen Wettbewerb im Stillsitzen - den hat er verloren, weil er ständig aufs Klo musste! ^^


Gute Nacht
Markus
Ihr sucht nach Deponia-Fanfictions? Vielleicht sind Argus' Aufstieg, die Elysium-Triologie, die Toni-Tribute oder Utopia ja was für euch!?

Liebe Grüße
Markus

Benutzeravatar
Yuna Leonhart
Pilot(in) der Zeit
Beiträge: 80
Registriert: Mo 14. Dez 2015, 21:47
Wohnort: Ravenclaw Gemeinschaftsraum

Re: Argus' Aufstieg

Beitragvon Yuna Leonhart » Mi 18. Mai 2016, 18:51

Gewissermaßen ist er wie ein Kind: er sieht, wie die Anderen etwas fühlen und sich an etwas halten, hat aber keine Ahnung, warum sie das machen - für ihn erscheint es völlig unlogisch.


Hm, mir fällt jetzt gerade keine Stelle, wo Argus wie ein Kind rüberkommt, ein. Vieleicht brauch' ich nur 'n kleinen Memory Refresher.

Das hängt davon ab: jenachdem, was eine Seele gewohnt ist, kann entweder physischer, oder psychischer Schmerz sie mehr zerfetzen!


Good point! Jeder ist unterschiedlich, aber egal welche Art von Schmerz man erleidet, am Ende will niemand soetwas ertragen.

Natürlich bezog ich mich auf seinen Mund! :mrgreen:


Ein Glück, weiter unten hätte es gestunken :lol:
Es sei denn Argus hat vorher Knoblauch gefuttert :mrgreen:

Die Helden töten ja meist nur im Kampf, im Affekt quasi und sie sind nicht so stolz drauf oder gleichgültig, zumindest respektieren sie ihre Antagonisten - da ist das Ende ein wirklich krasser Kontrast!


Die Guten in Deponia sind halt keine Knights in Shining Armor. Sie wollen zwar das Richtige, tun dafür aber auch das Falsche. Sie schalten ab und zu ihre Moral aus oder sind zu naiv um zu bemerken, dass sie etwas falsch machen.

Womöglich hätte Argus die Welt in diesem Sinne auch überrascht, Goal hätte nur genug Dominanz zeigen müssen und ihn zum Guten beeinflussen.
Dann hätte er nur noch jeden zweiten Elysianer von der Station geschmissen! ^^


Eine Chance sich zum Besseren zu ändern, die nie kam.
An guten Tagen vielleicht jeden dritten :lol:

Du hast Käptn Kirk vergessen! :lol:


Ich resprektiere den Jimmy zwar, aber er ist nicht mein Typ. Dafür hab' ich allerdings Droggelbecher vergessen :lol:

Die lustigen Sachen muss man eh immer selbst recherchieren! ;)


Auch wieder wahr. Und wenn mal in der Schule lustige Sprüche fielen, dann hatten sie nichts mit dem Unterricht zu tun oder indirekt. Außerdem kann ich mir nutzlose Sachen besser merken^^"

Oder einen Wettbewerb im Stillsitzen - den hat er verloren, weil er ständig aufs Klo musste! ^^


Falls es nicht schon vorher zum Unfall kam :lol:
Anbeter des blauen Hasen an die Macht!

Benutzeravatar
Emares
Retter(in) des Müllplaneten
Beiträge: 123
Registriert: Di 11. Feb 2014, 08:45
Wohnort: NRW

Re: Argus' Aufstieg

Beitragvon Emares » Do 19. Mai 2016, 21:07

Hm, mir fällt jetzt gerade keine Stelle, wo Argus wie ein Kind rüberkommt, ein. Vieleicht brauch' ich nur 'n kleinen Memory Refresher.


Nicht falsch verstehen: ich meinte das metaphorisch; wie ein Kind, das das Konzept der Liebe erst erklärt bekommen muss.
Er versteht es einfach nicht, weil er nie entsprechend erzogen worden ist.

Good point! Jeder ist unterschiedlich, aber egal welche Art von Schmerz man erleidet, am Ende will niemand soetwas ertragen.


Zumindest ist er mir nie als Masochist erschienen! ;)

Die Guten in Deponia sind halt keine Knights in Shining Armor. Sie wollen zwar das Richtige, tun dafür aber auch das Falsche. Sie schalten ab und zu ihre Moral aus oder sind zu naiv um zu bemerken, dass sie etwas falsch machen.


Nunja, der dritte Mann im Rotor ist ja schwer zu übersehen.
Außerdem sagt Goal, dass sie sich Sorgen mache, Argus zu retten, wohlweißlich, dass er folgerichtig sterben müsse.
In meiner zweiten Fanfiction lasse ich Goal ja durchaus darüber nachdenken, als Argus sie konfrontiert;
womöglich erleben wir es ja noch, dass das von Daedalic auch mal kanonisch thematisiert wird!? :mrgreen:

An guten Tagen vielleicht jeden dritten :lol:


Goal ist kurz in ihr Quartier gegangen, um sich noch einmal frisch zu machen. Argus steht vor der Tür und langweilt sich.
Da kommt ein Kind mit einem Lolly vorbei, er bemerkt die Süßigkeit sofort.
"Hey du da!", schnauzt er das Kind an, "Gib mir das!"
Das Kind sieht auf den Lutscher und dann wieder zu Argus: "Nöö!", streckt es seine Zunge raus.
"Her damit, sofort!", wird er langsam wütend.
Das Kind hält sein Eigentum von sich weg, "Nee, das ist meiner!"
"Dann hole ich es mir eben mit Gewalt!", will er gerade auf den Jungen losgehen, da wirft dieser es einfach über die Brüstung.
"Kleine Mistratte!", verzerrt sich sein Gesicht, als er blöde angegrinst wird.
Er packt ihn und hält ihn mit ausgestreckten Armen über den Abgrund.
"Das hast du nicht dem Falschen getan!", lässt er ihn einfach durch die Finger rutschen und winkt ihm mit einem diabolischen Grinsen nach.
Sekunden später kommt Goal wieder heraus. "Was war hier gerade los!?"
Argus hat die Arme verschränkt und sieht unschuldig an die Decke.
"Nichts..."

Ich weiß, gemein! :lol:


Schöne Grüße
Markus
Ihr sucht nach Deponia-Fanfictions? Vielleicht sind Argus' Aufstieg, die Elysium-Triologie, die Toni-Tribute oder Utopia ja was für euch!?

Liebe Grüße
Markus

Benutzeravatar
Yuna Leonhart
Pilot(in) der Zeit
Beiträge: 80
Registriert: Mo 14. Dez 2015, 21:47
Wohnort: Ravenclaw Gemeinschaftsraum

Re: Argus' Aufstieg

Beitragvon Yuna Leonhart » Do 19. Mai 2016, 22:36

Emares hat geschrieben:Nicht falsch verstehen: ich meinte das metaphorisch; wie ein Kind, das das Konzept der Liebe erst erklärt bekommen muss.
Er versteht es einfach nicht, weil er nie entsprechend erzogen worden ist.


Ach söle *Licht geht auf*

Zumindest ist er mir nie als Masochist erschienen! ;)


Mir ebenfalls nicht. Also ich kann mich nicht entsinnen, dass er so rüber gekommen ist.

Nunja, der dritte Mann im Rotor ist ja schwer zu übersehen.
Außerdem sagt Goal, dass sie sich Sorgen mache, Argus zu retten, wohlweißlich, dass er folgerichtig sterben müsse.
In meiner zweiten Fanfiction lasse ich Goal ja durchaus darüber nachdenken, als Argus sie konfrontiert;
womöglich erleben wir es ja noch, dass das von Daedalic auch mal kanonisch thematisiert wird!? :mrgreen:


Auch wieder wahr, außer man hat 'n Tunnelblick. Und vielleicht sollte ch die FF nochmal lesen, kann mich an die Stelle gerade gar nicht entsinnen^^"
Hm, who knows? Und falls nicht, dafür ist ja Fanfiction da :mrgreen:

Goal ist kurz in ihr Quartier gegangen, um sich noch einmal frisch zu machen. Argus steht vor der Tür und langweilt sich.
Da kommt ein Kind mit einem Lolly vorbei, er bemerkt die Süßigkeit sofort.
"Hey du da!", schnauzt er das Kind an, "Gib mir das!"
Das Kind sieht auf den Lutscher und dann wieder zu Argus: "Nöö!", streckt es seine Zunge raus.
"Her damit, sofort!", wird er langsam wütend.
Das Kind hält sein Eigentum von sich weg, "Nee, das ist meiner!"
"Dann hole ich es mir eben mit Gewalt!", will er gerade auf den Jungen losgehen, da wirft dieser es einfach über die Brüstung.
"Kleine Mistratte!", verzerrt sich sein Gesicht, als er blöde angegrinst wird.
Er packt ihn und hält ihn mit ausgestreckten Armen über den Abgrund.
"Das hast du nicht dem Falschen getan!", lässt er ihn einfach durch die Finger rutschen und winkt ihm mit einem diabolischen Grinsen nach.
Sekunden später kommt Goal wieder heraus. "Was war hier gerade los!?"
Argus hat die Arme verschränkt und sieht unschuldig an die Decke.
"Nichts..."

Ich weiß, gemein! :lol:


So fies, und doch krümme ich mich gerade vor Lachen :lol:

Oder vielleicht auch so:
Argus hielt den kleinen Hosenscheißer über den Abgrund, er würde jeden Moment loslassen. Doch bevor er dies tun konnte, kam Goal aus ihrem Quartier raus. Sie bemerkte die zwei und ging zu ihnen rüber.
"Argus, was ist hier los?", fragte sie, die Arme verschränkend und Augen verengend.
"Öhm, nüüüüchts", antwortete Arhus und setzte eine Unschuldsmiene auf. Das Kind hielt er immer noch über der Brüstung. Goal schnaubte und näherte sich den beiden. Vorsichtig nahm sie das Kind und ließ ihn sachte runter auf dem festen Boden. Sobald sie ihn losließ, funkelte sie Argus so wütend an, dass er zusammenkauerte.
"Ich will nicht noch einmal erleben wie du ein unschuldiges Kind runterschmeißen willst, ist das klar?"
Goal schrie nicht, doch die eisige Kälte in ihrer Stimme klang schlimmer. Argus war vor Angst wie gelähmt, er schaffte es gerade so einmal zu nicken und "J-ja, Ma'am" raus zu würgen. Goal gab ihm einen prüfenden Blick bevor sie sich abwandte. Sobald sie nicht mehr auf Argus achtete, trat das Kind ihm hart gegen das Schienbein. Doch als Goal herumwirbelte, sah sie nur Argus wie er auf einem Bein hüpfte und seine Arme um das andere geschlungen hatte. Am Ende des Ganges war das Kind, das um die Ecke ging.
Anbeter des blauen Hasen an die Macht!


Zurück zu „Allgemein / General“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast