Die Toni-Tribute klatsching Donna

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Emares
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Die Toni-Tribute klatsching Donna

Beitragvon Emares » Mo 28. Mär 2016, 11:35

Irgendwie finde ich es entspannend, zu schreiben.
Das Ergebnis einiger meiner Entspannungsübungen könnt ihr im Folgenden lesen.

Selbstverständlich gilt, wie bei meinen anderen Fanfictions, auch hier: die Figuren der Geschichte und die Welt sind geistiges Eigentum von Daedalic und basieren auf Deponia - The Complete Journey und mit zwei oder drei Andeutungen auch auf Deponia Doomsday. Ich habe mir nur ein paar eigene Ideen einfließen gelassen. :mrgreen:
Natürlich erhebe ich auch hier keinen Anspruch darauf, im Sinne der kreativen Köpfe geschrieben zu haben!

Die Geschichte spielt chronologisch nach meinen bisherigen Fanfictions:

-Elysium
-Nie wieder Elysium
-Elysium Limerenzen

-Die Toni-Tribute

Auch wenn ich dieses Mal, mal wieder, versucht habe, etwas zu beleuchten, wie sich die Vorgeschichten entwickelt hatten. Richtig verstehen werdet ihr die Geschichte wohl besser, wenn ihr chronologisch vorgeht...

Zuletzt noch eine kleine Warnung: die Handlung ist, so habe ich nach dem Korrekturlesen zumindest das Gefühl, noch düsterer als beim Vorgänger! Es kommen Schmerz und Leid und emotionale Wirrungen vor, die manchem Leser nicht gefallen könnten!
Keine Angst, so düster ging es mir nicht, ich hatte riesigen Spaß, gerade die dramatischen Stellen zu verfassen, aber ihr seid gewarnt! ;)

Und natürlich ein Hinweis in eigener Sache: wenn es euch gefallen hat, oder auch nicht, würde ich mich freuen, wenn ihr hier einen Kommentar hinterlassen würdet! :)



Kapitel 1
Verhandlungen mit Verrückten

Spoiler: show
Da saß die junge, blonde Frau mit Sommersprossen nun an einem Tisch mitten auf einem Schrotthaufen vor den Stadttoren von Porta Fisco. Toni hatte ihr weißes Oberhemd und ihre blaue Latzhose wieder gegen ihren eng anliegenden, blauen Overall getauscht mit den modischen dunkelblauen Handschuhen und Stiefeln. Eine orangene Schutzweste rundete das Bild ab. Diese und ihr lockiges Haar wehten sanft in einer kohlenstoffhaltigen Seebrise, als sie zum blauen Himmel aufsah und rekapitulierte, was sie hier her gebracht hatte:
Elysium, die fliegende Stadt, hatte einst beschlossen, Deponia, ihre Heimatwelt, in die Luft zu sprengen und den Organon, eine Klonarmee aus 10.000 kampferprobten Bürokraten damit beauftragt, die Sprengung durchzuführen. Sie hatte sich dem Widerstand angeschlossen, traf dort auf ihren Exfreund, der einer Anderen, einer Elysianerin namens Goal hinterherlief. In Folge eines seiner verrückten Pläne landete sie mit einigen anderen Deponianern und dem Großteil des Organon in der fliegenden Stadt. Ihre Nebenbuhlerin schaffte es ebenfalls, zusammen mit jemandem, der sich als ihr Exfreund ausgab und sich später als Inspektor Cletus herausstellte, welcher ursprünglich bescheinigen wollte, Deponia sei unbewohnt. Ihr Exfreund hatte sich fallen gelassen, um alle anderen zu retten, ausgenommen Argus, dem sadistischen Anführer des Organon, welcher im Hochboot nach Elysium eingeklemmt zurück auf die Heimatwelt stürzte.
Auf Elysium fügte sie sich ein, indem sie den Organon trainierte und mit der Zeit zu einer Art Mutter der Kompanie wurde. Gefangen zwischen den einheimischen Snobs und ihren Untergebenen jedoch war sie sehr einsam und begann wieder mit dem Mann zu liebäugeln, den sie für ihren Exfreund hielt.
Dann kam es zu einer folgenschweren Explosion, die ihn tötete und Goal verschwinden ließ. Toni erinnerte sich, als wäre es gestern gewesen, wie ein Soldat an ihren Schreibtisch trat und regungslos verharrte.
Was gibt es?“, fragte sie ihn, kaum Notiz nehmend und er reichte ihr eine Datasette.
Ich habe hier etwas, das Sie hören sollten“, sagte er, woraufhin sie sich ihm zuwandte und sie entgegennahm. Der Soldat schlug die Hacken zusammen, salutierte und verließ sie zügig.
Als er den Raum verlassen hatte, legte sie das Datenmodul in einen Rekorder und drückte Play.
"Ich glaube... ich glaube, ich werde es nicht schaffen... aber es gibt da noch Eines, das ich dir sagen muss, ich bin nicht...", ertönte „Rufus“ gequälte Stimme, doch sie wurde harsch und zornig von Goal unterbrochen:
Ach hör' schon auf! Glaubst du, ich wäre so beschränkt? Glaubst du, ich könnte nicht bis drei zählen?“, es folgte eine kurze Pause, dann ertönte sie wieder, aber noch gekränkter,
Damals auf dem Hochboot war es mir sofort klar, als es zu spät war; du hast dich von Anfang an nur um dich gekümmert, hast mich nur gesucht, immer wenn du glaubtest, mich für die Fahrt nach Elysium zu brauchen! Natürlich bist du Cletus! Rufus hat sich für mich geopfert [...]
Mit einem Druck auf die Stop-Taste unterbrach sie das Abspielen, dann ließ sie sich in ihren Bürosessel zurückfallen.
In diesem Moment war Toni klar geworden, dass der Mann den sie für ihren Exfreund gehalten hatte und der sie so eifersüchtig gemacht hatte, ein völlig Anderer gewesen war. Sie fühlte sich noch einsamer, gefangen auf dem strahlenden Symbol der Hoffnung für den ganzen Planeten.
Als Elysium dann auf Deponia notlandete, erwachte die Hoffnung in der jungen Frau, endlich nicht mehr alleine zu sein. Doch nachdem sie ihrem Exfreund und Goal auf der Oberfläche wieder begegnet war, diese hatten irgendwie versehentlich ihre Geschlechter getauscht, und als diese sich schließlich für immer verabschiedet hatten, gingen die Probleme von neuem los.
Die neue Rebellenarmee startete eine Invasion auf Elysium.
Wie sie später erfuhr, war Goal in der Zeit zurück gestürzt und hatte sich schließlich geklont. Ihr alter Körper war an eine verrückte Frau namens Donna gefallen, die sich schließlich zur Rechten Hand von Argus hoch gekämpft hatte, welcher seinerseits die Kontrolle über den restlichen Widerstand auf Deponia übernommen hatte.
Und nachdem Argus sich geklont hatte, übernahmen seine drei Doppelgänger die Kontrolle über den größten teil der Rebellen. Ihm selbst blieb nur ein kleiner Rest und die Klonanlage, mit der der Organon erschaffen worden war.
Die Triade der Tyrannen hatte Wenzel, einen kleinen Mann aus ihrem Heimatdorf, geschickt, um Verhandlungen in deren Sinne zu führen. Wenzel war der Toni schon immer nachgelaufen, seit ihr Brüste gewachsen waren, weswegen die beiden auch Diplomaten im Sinne der jeweils anderen Seite wurden. Einige Zeit später waren sie verlobt, doch er zog den Schwanz ein und sie verfolgte ihn. Nachdem sie ihn wiedergefunden hatte, trat eine dritte Fraktion auf den Plan.
Argus, der originale Argus, bot ihr an, sie mit seiner Klonanlage zu unterstützen, wenn sie ihm einen Teil des Organon zur Verfügung stellte, um die Anlage betreiben zu können.
Es kam jedoch anders – Argus wurde von ihr niedergestreckt, weil er sie dazu zwang und nur sie und Wenzel wussten letztlich von seinem Tod. Jedoch war die Unterstützung der dritten Fraktion das kleinere von zwei unausweichlichen Übeln und so ergab sich eine unangenehme neue Situation.

Die junge Frau schnaufte und blickte vom Himmel, wo sich einst Elysium befand, wieder vor sich.
Da saß sie nun: links neben Toni war Wenzel, vor ihr saßen Donna in Goals altem Körper und Oppenmeier, eine Art Bürokratenbuttler, welcher dankenswerterweise das wahnsinnige Gestammel der Verrückten übersetzte. Toni und Wenzel wurden von zwei Klonsoldaten flankiert, die Auge in Auge je einem Kleiderschrank von Rebellensoldat gegenüberstanden.
Die Verhandlung fand auf einem Müllhaufen an einer der Kreuzertrassen nach Porta Fisco statt, eine kleine provisorische Brücke führte hinter Toni in das Schleusentor zu einem Kreuzer, mit dem sie gekommen waren. Donna dagegen hatte ihre Klonanlage hinter sich.
In dem Gefährt, welches vom Widerstand zwecks der Verhandlungen zur Verfügung gestellt worden war, befanden sich als Eskorte und eventuell zur Vertragserfüllung 1.000 Organon. Die Verhandlungen waren gut gelaufen, erste, Kontrakte bereits unterzeichnet, aber dennoch würde sie im Anschluss noch bei den drei Argussen anfragen, inwiefern die neue Situation ihre Verhandlungsposition gewandelt hatte.
Dennoch: es würde darauf hinauslaufen, dass das geschwächte Elysium die kleinere Fraktion unterstützen würde, weil diese einen Gegenpol zur nun entmenschlichten Revolutionsarmee darstellte. Ihren Verlobten würde sie da schon irgendwie auslösen, nur die Grimassen schneidende Goal vor ihr trieb sie fast in den Wahnsinn.
Sehr gut, dann haben wir wohl vorläufig eine rechtskräftige Vereinbarung!“, schenkte Oppenmeier ihr ein kaum merkliches Lächeln, als er die Formulare gegenzeichnete, um sie dann in seinem Aktenkoffer zu verstauen.
Also dann; besiegeln wir es!“, stand Toni halb auf und reichte ihre Hand über den Tisch, die Donna, noch sitzend, ergriff und quetschte. Sie bewegte die Hände vorsichtig auf und ab, während sie sich vor Schmerz in die Oberlippe biss, da formte Donna einen halbwegs sinnigen Satz:
Wo-ist-mein-Wackelpudding?“, wobei über ihren Mund gelaufener Rotz hin und her baumelte.
Toni zuckte; dieser, in jedermanns anderem Mund unschuldig klingende, Satz löste in ihr ein merkwürdiges Flashback aus. Sie sah sich unter der Lampe im Kontrollraum des Sprengturms, kurz nachdem sie Argus tödlich getroffen hatte und ihn in Armen hielt.
Verdammt, verdammt. Verdammt nochmal!“, dachte sie, weil sie diese Erinnerung, sowie die damit verbundenen Schuldgefühle für Sekundenbruchteile einfach nicht verdrängen konnte und ihr Gegenüber sie ansah, als könne es Gedanken lesen.
Nach dieser Erinnerung erschrak Toni, denn Donnas Gesichtsausdruck hatte sich deutlich verändert: ihr Kopf vibrierte, während er sich langsam immer weiter zur Seite neigte und sie fing unter einem abscheulichen Geräusch an, den Rotz von Ihren Lippen zurück in ihre Nase zu ziehen.
Tja, dann gehen wir mal...“, stand Toni gänzlich auf auf und deutete auf den Kreuzer hinter sich. Sie drehte sich auf der Stelle um und ging zu ihrem Gefährt, ohne ihre Helmkappe auf dem Tisch mitzunehmen. Ihre Begleiter traten darauf ebenfalls den Weg zurück an. Allerdings drehte Donna weiterhin ihren Kopf in die Schräge, wobei ihr linkes Auge immer mehr zu zucken begann.
Paackt sie!“, schrie sie, gleichzeitig aufspringend und ihren Zeigefinger nach vorne schleudernd. Oppenmeier schreckte erst auf, als der Stuhl seiner Kollegin nach hinten auf den Boden fiel, doch die beiden Bodyguards stürmten bereits um den Tisch auf die Gruppe vor sich zu, die gerade erst die Brücke zur Kreuzertrasse erreicht hatte.
Toni war vor ihren Begleitern bereits in Hab-Acht-Stellung; während Wenzel nur nach vorne zum Kreuzer zu rennen begann und die beiden Klone sich noch auf der Stelle umdrehten, hob sie ihre geballten Fäuste. Der schwere Mann, der zu erst auf sie einstürmte, setzte gerade zu einem Schlag in ihr Gesicht an, da duckte sie sich bis zum Boden und sein Schlag ging ins Leere. Er stolperte über ihren gebeugten Rücken und flog weiter, als sie mit den Händen nach oben wie eine Sprungfeder hochschnellte. Er rutschte weiter über den Rand der Brücke, wobei er einen ihrer Begleiter wie einen Bowlingpin erwischte. Dieser konnte sich jedoch gerade noch festhalten, während Tonis Opponent laut fluchend einen Abhang aus alten Zeitungen und medizinischem Abfall herunter rasselte. Gerade erst den Ersten überwunden, wandte sie sich dem Zweiten zu, doch dieser pfiff auf Fairness und nutzte die Gelegenheit sowie seinen Schwung, um seinen Gewehrkolben auf ihre Stirn zu schlagen.
Für einen Moment drehte sie die Augen, stürzte zurück und taumelte mit erhobenen Fäusten. Ihr Kontrahent wollte nachlangen, doch der Organon, welcher zuvor nicht erwischt worden war, fing den Schlag ab und ging zu Boden. Als der fast Gestürzte sich wieder hochgezogen hatte und Toni vor einem weiteren Hieb rettete, indem er dem Mann an den Hals sprang, kam sein ausgeknockte Organon wieder zu Bewusstsein und krallte sich seinerseits ein Bein.
Weitere Soldaten kamen Toni zusammen mit Wenzel aus dem Kreuzer zu Hilfe und geleiteten die verwirrte, desorientierte, junge Frau in das schützende Innere des Gefährts.
Wir werden ewig leben!“, brüllte der Wilde, der sich trotz der beiden Klone vorwärts schleppte, als die Türe sich schloss.
Ihr Atem wurde gerade ruhiger und sie litt mit den beiden Soldaten draußen während der Kreuzer von Porta Fisco wegfuhr. Plötzlich explodierte vor der Schleuse eine Granate.
Die Explosion schien so stark, dass sie sich an zwei Haltestangen links und rechts von der Türe festhalten musste.
Was zum...“, dachte sie, als sie eine lauwarme Feuchtigkeit auf ihrem Bauch spürte und fühlte sich an die Nase.
Ich wurde doch an der Stirn getroffen und nicht an der Nase...“ und so war es auch nicht, ihre Nase war nicht am Bluten.
Langsam sah sie an sich herab, in einer gewissen Vorahnung. Da erblickte sie es: ein Metallteil der Tür war durch die Explosion verbogen und hatte sich so gewunden, dass es direkt in ihren Bauch ragte. Mit der Gewissheit kam auch der Schmerz, der dieser pochenden Wunde entströmte wie das warme Blut, welches aus ihr floss, wie Altöl aus einem leckgeschlagenen Restmüllfass und welches in ihren Overall zog.
Soldaten! Ich benötige Unterstützung!“, keuchte sie, sich noch gerade so an den Haltestangen um die Tür auf den Beinen haltend. Die umstehenden Organon begriffen sofort und packten sie unter ihren Achseln, um sie zu stützen. Wenzel brauchte etwas länger, Sekunden nur, die ihr aber wie Minuten erschienen, dann schrie er um Hilfe,
Sanitäter hierher! Wir brauchen hier einen Sanitäter!“, hörte sie ihn noch quäken, da sackte sie schon nach vorne und alles wurde schwarz.

Kapitel 2
Was wäre wenn?

Spoiler: show
Wie war sie nur hier herein geraten?
Goal stand in der Küche ihres kleinen Eigenheims am Tresen, welcher die Küche vom Esszimmer trennte und öffnete gerade eine alte Weinflasche mit einem Flaschenöffner. Äußerlich schien sie nur unwesentlich gealtert, aber zwei dicke Augenringe zeugten davon, dass sie innerlich auf eine gewisse Art und Weise gereift war. Als sie den Kronkorken gelöst hatte und die Flasche in das strahlendste Kristallglas aus dem Vermächtnis ihrer Großmutter gießen wollte, hielt sie kurz inne. So viel war passiert: er hatte sich fallen lassen, sie war in der Zeit zurück gestürzt, sie hatten einander verloren, gefunden und doch nicht gefunden, falsch geklont, richtig geklont und irgendwie waren sie dann hier gelandet.
Aber hiermit, sie hob das Glas hoch und betrachtete es im Licht der durchbrochenen Decke, die die Sonne durch ein Dachfenster in die Küche fallen ließ. Hiermit hatte etwas Unheimliches begonnen.
Rufus hatte sie in einer elysianischen Rettungskapsel gefunden, die in den Schrott vor ihrer Hütte gefallen war, als Selbige noch gar nicht gebaut worden war.
Er barg sie und schenkte sie ihr. Erst als er ihr Gesicht sah, wusste er, dass es sich um etwas Besonderes handeln musste und sie erzählte ihm von diesem wirklich erstaunlichen Zufall. Daraufhin war er wie ausgewechselt, er machte nicht mehr Dinge kaputt, um sie dann notdürftig zu flicken, indem er sie irgendwie verband, sondern er schuf wirklich etwas.
Er baute dieses Haus, an dieser Stelle, vor Kuvaq. Es fing an damit, dass er jeden Abend nach seiner Arbeit in Gizmos Gerümpelladen für einige Stunden verschwand und hundemüde bei ihnen zu Hause ins Bett aufschlug. Als sie der Sache auf den Grund gehen wollte und ihm heimlich folgte, entdeckte sie, dass er eine kreisrunde Fläche freigeräumt und planiert hatte. Als er sie hinter einem alten Auto entdeckte, reagierte er nicht etwa ertappt, sondern strahlte sie an und stellte ihr seinen Plan vor, ein eigenes Nest zu bauen.
Von da an gingen sie gemeinsam nach seiner Arbeit hier her und bauten gemeinsam:
alte Stahlträger bildeten das kreisrunde, sich nach oben hin kuppelförmig verjüngende Skelett, Organon-Kistenteile das Fundament. Die Außenwände waren aus alten Schrottplatzmaschinen hergestellt, wie die meisten Gebäude in dieser Gegend, unregelmäßig verteilte Fahrzeugfenstern ließen Licht hinein. Zwei Etagen unterteilten diese Struktur, die Schlafzimmer im ersten Stock, Küche, Esszimmer, Wohnzimmer, Werkstadt und die einzige echte Toilette der Gegend im Erdgeschoss. Auf der Nordseite befand sich der Eingang, eine Terrasse war in die Kuppel eingelassen und durch einen Arkadengang von der Außenwelt abgeschieden.
Das Innere war mit verschiedensten Dingen ausgekleidet, Kissen zierten in den Schlafzimmern sogar die Wände. Unten waren die Innenräume mit alten Motorhauben ausgekleidet und allerlei Kram dekorierte die Wohnung. Verschieden, weil sie unterschiedliche Geschmäcker hatten, irgendwie passend trotzdem, aber dennoch nicht eklektisch.
Dieses Haus war zum Großteil sein Werk gewesen, das Erste, was er konstruktiv gestaltet hatte und obschon er sich seine kindliche Art erhalten hatte, war er reifer geworden.
Auch wenn damit ein kleiner Teil ihrer Beziehung endete, erfüllte es sie doch mit Wärme, zu wissen, dass da jemand Anderes neben ihr stand, der auch bereit war, im Ernstfall echte Verantwortung zu übernehmen und sich zu kümmern.
Und das alles nur, weil er die Gläser meiner Großmutter gerettet hat
Sie stellte das Glas auf den hölzernen Tresen, um darauf lächelnd Wein einzugießen.
Du solltest doch nich so viel trinken!“, nölte eine Stimme von der provisorischen Couch im Wohnzimmer, wo eine junge Frau lag, die Goal wie aus dem Gesicht geschnitten schien. Sie hatte lediglich dunklere Haut und braune Haare, aber ihre Konturen, Bäckchen und Frisur. Ihr Blick war streng, als sie eine Zeitschrift von ihrem Kopf hochhielt, während der Rest von ihr unter einem karierten Bettlaken verborgen blieb.
Wenigstens vertrage ich das!“, schimpfte Goal zurück, woraufhin die junge Frau ihre Augen rollte , die Zeitschrift wieder auf ihr Gesicht fallen lies und die Hände unter einem gequälten Stöhnen auf dem Bauch faltete.
Mammi, Maammi! Guck mal!“, rannten zwei Kinderversionen der jungen Frau um den Esszimmertisch. Eines der Kinder wollte einen Purzelbaum machen und knallte dabei mit den Zähnen auf den Boden, das andere Kind lachte es aus.
Das ist gar nicht lustig!“, versuchte die Kleine sich zu wehren und zog der Anderen beleidigt an den Haaren, worauf diese anfing, wie am Spieß zu schreien. Goal sackte leicht zusammen und biss sich auf die Unterlippe, während von der Couch ein „Halt's Maaauuel!“ durch den Raum hallte.
Um nicht völlig die Beherrschung zu verlieren, nippte Goal an dem Wein und für einen Moment vergaß sie die mittlerweile heulenden Kleinkinder, während der Gerbstoff sich auf ihrer Zunge verteilte. Der kurze Augenblick der Harmonie zerschlug sich, als die Türe sich öffnete und ein freudestrahlender Rufus hineintrat, mit einem Korb in der Hand.
Schau nur Goal, der Storch war wieder da!“, sagte er und ein Säugling schaukelte blöde grinsend mit dem Korb hin und her. Sie packte die blanke Wut. Nachdem sie voller Anspannung einen Buckel gemacht hatte, löste sich die aufgestaute Aggression schlagartig und sie zerschlug das Weinglas auf dem Küchentisch.
Es gibt keine Störche, du Schwachkopf!“, kreischte sie ihn an und alle im Raum hielten die Luft an. Sie bemerkte, dass ihre Hand blutete:
Scheiße!“, blickte sie auf die tropfende Faust und dann auf die Scherben in der Weinpfütze,
Sieh nur, was du gemacht hast!
Sie stampfte zur Spüle der Küche, die er erst vor wenigen Tagen voller Stolz montiert hatte und ließ Wasser über die Wunde laufen.
Ähm, Toni?“, erklang seine Stimme, was sie erschreckt aufblicken ließ. Doch er war verschwunden. Verwundert sah sie sich um, auch die Anderen waren nicht mehr im Raum.
Huch“, ihr Blick wanderte wieder auf ihre Hand. Mit Blut vermengtes Wasser tropfte noch davon auf den Boden, die Wunde war jedoch verschwunden. Wenn sie es recht bedachte, hatte sie überhaupt keinen Schmerz gespürt, nur ein flaues Gefühl im Magen.
Was soll der Blödsinn, wo seid ihr?“, rief sie in den Raum, doch niemand antwortete.
Ein rotes Wollknäuel rollte die Wendeltreppe herunter, die Rufus in die Mitte des Raums postiert hatte und über die man in die Schlafzimmer gelangen konnte. Es kullerte weiter, wobei es einen Faden nach sich zog und stupste gegen ihren Fuß.
Sie bückte sich, um es zu greifen, bekam jedoch einen elektrischen Schlag, als sie es berührte. Sie hob es auf und begann es aufzurollen. Auch wenn das flaue Gefühl in ihrem Magen mit jeder Wicklung zunahm, folgte sie der Spur hinauf.
Es führte hinter ein Bildnis an der Wand neben der Treppe. Eine dicke Staubschicht bedeckte das Bild, das sie hier nie zuvor gesehen hatte und so pustete sie den Staub weg. Ein Bildnis von Toni, Rufus' Exfreundin erschien, wie sie in einem elysianischen Badeanzug mit einem Surfbrett unter dem Arm an der Schrapnellküste posierte.
Was soll denn der Quatsch?“, beugte sie sich erneut vor, um das Bildnis ihrer Nebenbuhlerin abzuhängen, da bewegte die Frau darauf sich auf sie zu. Erschreckt wich sie zurück und ihr Gegenüber tat das Gleiche. Ängstlich und neugierig zugleich schielte sie genauer hin und wieder wurde sie dabei nachgeäfft.
Ein Spiegel“, dämmerte es ihr und sie verlor ihre anfängliche Furcht. Sie wollte den Spiegel berühren, doch er zerbrach unter ihrer Hand, sodass sich ein Riss quer durch die Mitte zog. Plötzlich floss Blut aus dem Rahmen und bedeckte ihr verzerrtes Spiegelbild gänzlich. Mit einem Schnaufer wollte sie sich abwenden, stieß jedoch auf halber Drehung gegen jemanden. Als sie aufblickte, erkannte sie... Argus, in voller Kampfmontur, mit grüngrauerm Kampfmantel, lila Umhang und grauem Helm. Ihr Unwohlsein wurde zu einem stechenden Schmerz in ihrem Bauch und sie sackte zusammen. Unter Argus' herablassendem Blick wurde alles um sie herum schwarz.

Kapitel 3
Böses Erwachen

Spoiler: show
Langsam und behäbig öffnete Toni ihre Augen. Ihre Lieder fühlten sich trocken und verkrustet an, als wären sie eine lange Zeit geschlossen gewesen. Eher gemächlich bildete sich etwas vor ihr ab, etwas Graues, mit schwarzen, oder dunklen Konturen. Jetzt erkannte sie es: eine von vielen Metallplatten an der Decke. Sie war, im Gegensatz zu ihren Kolleginnen, etwas verformt und bildete deswegen eine Kontur, die mit ein Wenig Phantasie wie ein Mondgesicht wirkte. Sie blinzelte ruhig, dann starrte sie ihr metallenes Gegenüber konzentriert an. Es wirkte so, als hätte es eine eigene Persönlichkeit und je intensiver sie es erforschte, desto mehr wirkte es, als würde es zurück starren.
Sie schüttelte den Kopf. Sie leistete sich tatsächlich einen Blinzelwettbewerb mit einer toten, kalten Metalloberfläche. Erst jetzt merkte sie, wie sehr ihr Hals, ihre Nackenwirbel darin, zogen. Vorsichtig wandte sie den Kopf auf die linke Seite. Ein Bullauge in einer kargen, weißen Wand ließ Mondlicht in den spärlich beleuchteten Raum scheinen, direkt auf sie herab. Ebenfalls in ihren Blick fiel ein dickes Daunenkissen mit einem weißen Überzug, welches laut knarzte, bei jeder Bewegung, die sie tat.
Jetzt wollte sie aber auch den Rest des Raumes sehen, also schwenkte sie den Kopf auf die andere Seite. Vorbei an der fiese dreinschauenden Deckenplatte, konnte sie nun die andere Seite des Raumes erkennen: eine Infusionspumpe stand direkt neben dem Bett, in dem sie offensichtlich lag und unterbrach die düstere Atmosphäre des Raums durch ein blaues Blinklicht. Dahinter schien durch eine offene Schiebetüre Licht in den Raum. Die Türe war typisch für einen Organon-Kreuzer, sie musste sich also in der Krankenstation ihres Kreuzers befinden, schlussfolgerte sie.
Sie sah an sich herab in den Rest des Raumes: zwei Krankenbetten standen an der Wand gegenüber ihres Lagers und etwa neben ihrem Bett befand sich ein Drehstuhl, worüber ihre Kleidung gehängt worden war. Sie selbst lag hier, das konnte sie jetzt erst richtig wahrnehmen, wie tot, so schlapp schien ihr Körper unter dem grünen Bettlaken.
Das wurde ihr langsam zu gespenstisch. Sie versuchte, ihren rechten Arm zu bewegen, um nach dem Drehstuhl zu greifen, doch da zuckte ein stechender Schmerz durch ihre Knochen. Er ging von ihrem Bauch aus und ganz vorsichtig beugte sie ihren linken Ellenbogen, um danach zu fühlen. Offensichtlich war sie nur mit ihrer Unterwäsche bekleidet, dann ertastete sie einen fest angelegten Verband um ihre Taille.
Jetzt erinnerte sie sich; sie war verletzt worden, schwer sogar. Die Organon hatten sie gehalten, damit sie sich nicht die Bauchdecke aufriss. Dann mussten sie sie in die Krankenstation gebracht haben und nun war sie wohl zusammengeflickt worden.
Sie tastete weiter und drückte leicht auf den Verband, den sie bereits als Druckverband identifiziert hatte, aber dies schmerzte so sehr, dass sie die Hand neben sich auf das Bett plumpsen lassen musste.
Hier kam sie nicht weiter, sie würde versuchen müssen, aufzustehen – aber nicht fast nackt, so bräuchte sie nicht durch die Gänge zu schlendern. Jetzt schaffte sie es bereits, ihren rechten Arm unter der Bettdecke hervorzuholen.
Mit den Fingerspitzen gelang es ihr, einen Zipfel ihrer Warnweste zu fassen. Vorsichtig grabbelte sie weiter, ihre Hand kletterte wie ein kleiner Affe an dem Textil entlang und zog den Drehstuhl dabei Zentimeter für Zentimeter auf sie zu. Als sie die Kraft fand, ihn mit einem Ruck in ihre Griffweite zu schwingen, bewegte sich etwas hinter ihm.
Sie erschrak kurz, dann gab sie dem Möbelstück einen weiteren Stoß, sodass dieses sich drehte. Zum Vorschein kam ein Holster, das über die Rückenlehne gehängt worden war und darin lag eine ihr wohlbekannte Plasmapistole...

Ein Teil von ihr, den nichts erschüttern konnte, griff danach. Doch ein Anderer zögerte. Den inneren Dialog, der ihre Hand kurz vor der Waffe in der Luft stoppen ließ, wurde schließlich von der Schwerkraft entschieden, die ihre Hand ermüden ließ, sodass sie lieber sofort danach griff.
Routiniert zog sie das Mordinstrument aus seiner Halterung, die Finger und den Handballen um den Verschluss gelegt.
Ihre Linke befreite sich nun auch von der Bettdecke und legte sich unterstützend unter den Lauf.
Sie betrachtete dieses kalte Stück Technologie: es war nicht ihre gewesen. Sie hatte sie dem ersten Argus im Kampf entwendet und schließlich gegen ihn eingesetzt. Auf ihrer eigenen Ordonanz war lediglich die Seriennummer 741 eingraviert gewesen.
Hier prangte neben der Zahl 312 eine Widmung:
Tragen Sie diese Waffe mit Würde, Ihr Oberkontrollrat“.
Ihr war nie aufgefallen, dass sich beide Nummern durch drei teilen ließen. Sie seufzte,
Hat wohl kein Glück gebracht, lächelte sie traurig.

Dann ging ein Schuss durch ihren Kopf und sie sperrte die Augen weit auf.
Sie sah sich – blutüberströmt... aber es ergab keinen Sinn, sie erkannte vor sich ein Paar Hände in Handschuhen, darin die Plasmapistole, die auf ihr hochverletztes Ebenbild zielte.
Bleib stehen, Mädchen!“, hörte sie sich mit einer Männerstimme sagen, doch ihre Doppelgängerin humpelte weiter. Ein weiterer Schuss löste sich, der Knall hallte in ihren Ohren wieder und wieder und einen Wimpernschlag später schoss ein brennender Schmerz durch ihren Rücken. Sie begann, nach Luft zu schnappen. Ihr Spiegel ging weiter, da Bäng!
Mit Lichtgeschwindigkeit wanderte das feurige Geschoss durch den menschlichen Leib vor ihr und sie wollte aufschreien, weil ihre Schulter sich wie zerrissen anfühlte. Aber sie konnte nicht,
Bitte hör auf, du tust mir weh!“, flehte die fremde Stimme aus ihrem Mund, doch das Häuflein zog sich an der Armatur vor sich hoch, dem Ziel so nahe, das es nicht erreichen durfte.
Ihr wurde fast schwarz vor Augen, als es erneut lärmte und der zerfließende Rest einer Frau vor ihr kollabierte. Sie rannte sich selbst zur Hilfe, doch ihr Gegenüber lächelte sie nur ein letztes Mal sanft an, dann schloss es die Augen und ließ seine Seele entweichen.

Da pochte ihre Wunde am Bauch wieder und holte sie zurück in die Wirklichkeit. Sie pochte im Takt ihres Herzschlags und fast kam ihr das Pochen wie die Explosion eines Feuerstoßes aus der Waffe vor, die sie immer noch fest umschlossen in ihren Händen hielt. Sie versuchte, ihren Atem zu verlangsamen, weil sie noch immer hechelte, doch mit jeder Beschwichtigung an ihren Organismus, begehrte dieser nur mehr auf. Ein flehendes Jauchzen entwich ihren Lippen, als ihr Blick sich auf den Materiebeschleuniger vor sich versteifte.
Wie ferngesteuert löste sich ihre rechte Hand vom Verschluss, nur um die Finger um den Griff zu schmiegen. Dann streichten die Finger der Linken über den Lauf zum Sicherungsflügel und packten diesen. Ein Klicken ertönte, als sie dieses Stück Erinnerung von F auf S entsicherte. Das Klicken durchbrach sofort jeden Laut und alles Übrige verstummte.
Versagerin“, ertönte Argus' Stimme in ihrem Kopf, „Du hast nichts erreicht!
Fast als wäre sie eine Marionette, ließ sie das Werkzeug seiner Vernichtung in ihrem Handballen zurückfallen und fügte den Zeigefinger in den Abzugsbügel.
Alles ist nur schlimmer geworden und dafür hast du mich ermordet!“, fauchte er in ihrem Kopf. Langsam, fast grausam führte sie den Lauf an ihrer Stirn vorbei und legte seine Öffnung auf ihre Schläfe.
Sowie sie ihre Faust anspannte, spürte sie, wie die Griffsicherung in die Waffe geschoben wurde und diese damit gänzlich entsicherte. Sie verengte die Augen, eine Träne floss ihr ins Haar, doch sie wurde nur verspottet:
Glaubst du, das würde es besser machen? Du bist ein Feigling!
Es tut mir leid, verzeih mir“, flehte sie die Stimme an, dann schloss sie die Augen und legte den Kopf zurück. Jetzt lauschte sie nur noch dem Klang ihres Atems, der langsam aber stetig ruhiger wurde.
Verzeiht mir alle!“, flüsterte sie mit einem erlösten Lächeln.
Toni? Was machst du da?“, rettete jemand sie aus dieser Falle.
Es war Wenzel in seiner sanften, kindlichen Lautstärke. Bei jedem Anderen hätte sie womöglich gezuckt und die Lichter wären ausgegangen. Auch wenn sie erschrak, war sie so versteift, dass sie nicht zusammenzuckte. Sie ließ sich nichts anmerken und wandte sich nur ganz leicht zu ihm,
Keine Angst, ist gesichert!“, hielt sie die Waffe hoch.
Er schüttelte den Kopf und ging an ihr Bett. Er kletterte auf den Stuhl daneben.
Nein, ist sie nicht!“, griff er ihren Arm, zog ihn etwas auf sich an und betätigte den Hebel,
Jetzt ist sie gesichert!
Ach so. Wie dumm von mir!“, sah sie teilnahmslos darauf und tippte sich damit an die Wange.
Was soll das?“, wollte er wieder wissen, doch sie blieb verschlossen.
Nachdenken, was sonst?“, schnippte sie.
Er blickte grübelnd zu Boden, dann sah er sie entschlossen an,
Ich nehme das besser an mich, bis du wieder die Alte bist!“, öffnete er seine Hand auf.
Du spinnst wohl!?“, zischte sie ihn an und legte die Pistole auf ihre Brust, um sie nun auch mit der linken Hand fest zu halten.
Doch er blieb hart. Ungewöhnlich fordernd hielt er seine offene Hand vor sich. Sie sah verlegen und beleidigt aus dem Bullauge, dann grunzte sie und reichte sie ihm doch in einer abweisenden Wegwerfgeste.
Er nahm sie ihr ab, wobei sie noch kurz am Griff festhielt und sprang von dem Stuhl. Dann nahm er das Holster davon, wofür er die Plasmapistole kurz auf einem der Betten gegenüber ablegte. Er musste die Gurte deutlich enger schnallen, aber schließlich schaffte Wenzel es, sich die Halterung über seine graugrüne Organon-Uniform, sowie unter den roten Schal auf den Schulterpanzern anzuziehen und die Waffe einzustecken. Da er kurze Beine hatte, sah es beinahe so aus, als würde ein drittes Bein hinterherlaufen, als er erneut auf den Stuhl zu stapfte und erneut den Arm hob.
Mein Messer behalte ich“, fauchte sie und richtete sich unter Schmerzen etwas auf,
Es ist alles, was ich noch habe!
Er ließ seine Finger wieder sinken, nahm jedoch erneut seinen Mut zusammen.
Hör mal, ich glaube nicht...“, ein Raunen fuhr durch den Kreuzer und unterbrach ihn.
Zuletzt geändert von Emares am Mo 28. Mär 2016, 12:00, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Die Toni-Tribute klatsching Donna

Beitragvon Emares » Mo 28. Mär 2016, 11:37

Kapitel 4
Auf einen Schlag

Spoiler: show
Wenzel und Toni blickten sich um. Der Kreuzer hatte sich beschleunigt und sein Stahlskelett jammerte unter der Trägheit.
Was war denn das?“, fragte sie, während sie versuchte, aufzustehen und ein Bein aus dem Bett baumeln ließ.
Keine Ahnung“, erwiderte er, wobei er ihr noch den Rücken zugewandt hatte,
Wir haben wohl unsere Reisegeschwindigkeit angepasst
Sie stöhnte auf, da drehte er sich um und eilte zu ihr.
Warte!“, wollte er sie daran hindern, auch den zweiten Fuß aus dem Bett zu zwingen.
Gib' mir meine Sachen!“, drückte sie sich einfach durch und musste wieder ächzen.
Du solltest nicht aufstehen, die Ärzte haben dich gerade erst zusammengeflickt“, wandte er ein.
Du sollst mir meine Sachen geben, ich will nicht halbnackt zur Brücke!“, wurde sie langsam giftig.
Die Ärzte haben dir einen viertel Meter Darm entfernt. Dass du dich aufrichten kannst, liegt nur am Druckverband, der...“ er aber wurde harsch unterbrochen:
Wenn ich noch eine Minute hier drin liegenbleibe, bringe ich dich um!“, auch wenn sie fast umfiel und leicht taumelte... ihr Blick war derartig entschlossen, dass er es vorzog, sie nicht auf die Probe zu stellen. Er half ihr vorsichtig auf und sie stolperte vorne über. Sie versuchte, sich auf dem Drehstuhl abzustützen, doch der rollte vor. Sie musste ihre Bauchmuskulatur anspannen, ein Vorgang, der für einen gesunden Menschen mit ihrer Fitness sonst kein Problem gewesen wäre. Doch jetzt fuhr ein brennender Schmerz von ihrem Bauch durch und sie verlor das Gleichgewicht.
Sie schaffte es nur noch, den Stuhl beiseite zu schieben und auf den Knien zu landen.
Dreck! Das werde ich morgen spüren“, sagte sie sich, als sie sich auf die Hände stützte. Der stechende Schmerz aus ihrem Bauch überdeckte zwar den aus ihren Knien, aber das rostige Gefühl in ihren Beinen verriet ihr, dass sie unsanft aufgeprallt waren.
Siehst du? Du solltest nicht aufstehen!“, packte Wenzel behutsam ihre Schulter.
Schnauze. Hilf mir lieber, wieder in meine Klamotten zu kommen“, zog sie sich langsam und mit verzerrtem Gesicht an dem Stuhl hoch.
Du musst kürzer treten“, protestierte Wenzel.
Ich hab mich doch mit dir Verlobt!“, zwang sie sich ein Zwinkern ab, während sie sich vorsichtig setzte.
Was?“, erhob er seinen Kopf.
Ach nichts!“ Sie zog den Blauen Overall über ihre Schulter und schleuderte ihn vor sich. Doch als sie sich vorbeugen wollte, kam der Schmerz wieder, also machte sie sich gerade. Nach kurzem Überlegen zog sie den Reißverschluss daran ganz herunter und packte den Kragen. Sie hielt das Kleidungsstück so tief sie konnte und streifte erst ein, dann das zweite Bein hinein.
Als sie den Anzug zumindest an ihren Beinen hochgekrempelt hatte, sah sie sich um.
Wo sind meine Stiefel?“, wollte sie wissen.
Hier unter deinem Bett“, holte er sie hervor.
Würdest du...“, hob sie mit einem bittenden Gesichtsausdruck die Brauen.
Sicher!“, er beugte sich sofort vor und zog ihr fürsorglich die Stiefel an, erst den Linken, dann den Rechten.
Jetzt wird es spannend.“ Sie holte tief Luft und packte den Blaumann. Dann ließ sie sich auf die Beine fallen und richtete sich in einer fließenden Bewegung auf.
Gut machst du das!“, klatschte Wenzel auf ihren Hintern. Doch sie verspannte sich und packte sich laut stöhnend an den Verband, während ihr Overall wieder zu Boden glitt..
Tut mir leid!“, zog er den Kopf ein, aber sie machte nur mit ihren Händen Grabschbewegungen. Er verstand sofort und reichte ihr den blauen Stoff hoch.
Als sie ihren Anzug endlich über ihre Schultern gezogen hatte und den Reißverschluss hochzog, merkte sie, wie das eng anliegende Kleidungsstück sich um sie schmiegte und sie stützte.
Das wird helfen!“, jauchzte sie, legte sich den Gurt mit dem Messer um und warf die Warnweste um ihre Schultern – soviel Zeit musste sein!
Ihre Handschuhe rutschten gerade von dem Stuhl, aber Wenzel fing sie auf und reichte sie ihr. Dankbar nahm sie sie an und stapfte los, noch während sie sie sich anzog.

Hinter der Tür des Krankenzimmers war ein Gang. Sie musste kurz innehalten, während ihre Augen sich an das Licht hier draußen gewöhnten. Dann erkannte sie, dass es ein langer Flur war, der gut beleuchtet wurde. Nur eine der Halogenlampen in der Decke flimmerte und flackerte unregelmäßig auf. Die anderen surrten in ihrer regelmäßigen, nervtötenden Art.
Toni blickte sich um. Hier war sie noch gar nicht gewesen: nach Links bog der Gang um die Ecke, auf der rechten Seite endete der Korridor an einer Fahrstuhltür.
Bingo!“, grinste sie und wankte auf den Aufzug zu.
Plötzlich huschte eine kurze, ruckartige Vibration zusammen mit einem Krach durch den Kreuzer, der sie taumeln ließ. Sie lehnte sich an der Wand an, dann sah sie zu Wenzel.
Hast du vielleicht einen Sargnagel?“, wollte sie wissen, während sie sich wieder aufrichtete und weiterging.
Aber Toni! Ich bin doch Nichtraucher!“, versicherte er ihr. Sie seufzte und drückte auf den Fahrstuhlknopf.
Sollten wir nicht die Treppe nehmen?“, skeptizierte Wenzel, nachdem die Lichter kurz aufflackerten. Die Türe öffnete sich.
Diese Option habe ich gerade nicht. Du kannst ruhig die Treppe nehmen“, trat sie in die farblose, graue Kabine. Er überlegte nur kurz, ging dann aber auch hinein. Toni drückte den obersten Knopf an der Wand und die Türen schlossen sich.
Kurz nachdem der Lift sich in Bewegung gesetzt hatte, wurde der Kreuzer wieder erschüttert. Der Aufzug stoppte für einen Moment und wankte hin und her. Sie beide bekamen ein flaues Gefühl, als die Deckenleuchte ausfiel und nur noch das sanfte Licht der Knöpfe den Raum beleuchtete, doch dann fuhr der Fahrstuhl weiter.
Mit einem Bing öffnete sich der Ausblick auf die Brücke: ein Gang führte aus dem Lift an einer Fensterfront vorbei, die die Sicht auf die Trasse ermöglichte. Der Steg endete auf einer Plattform, welche einen Rundumblick über das Terrain bot. An dieser Plattform war eine Art Podium angebracht, wo der Brückenwart Zugriff auf allerlei Konsolen und Kontrollleuchten sowie einen großen Bildschirm für Funkübertragungen hatte. Links vom Lift führte ein weiterer Steg an einer Wand mit Kontrolltafeln entlang, wo höherrangige Soldaten ihre Stationen hatten. Der Steg knickte am Ende der soliden Wand ab und führte an Glaswänden entlang zu der Plattform des Brückenwarts. In der Mitte des Raumes war ein Freiraum, der den Blick auf eine untere Etage offeiließ, wo niederes Führungspersonal weitere Apparaturen bediente.
Es lag eine gewisse Anspannung in der Luft. Auch wenn die meisten Männer im Raum stocksteif auf ihren Posten standen, mehr steif als Stock. Der Brückenwart dagegen bediente seine Apparaturen hektisch und gestikulierte wild. Hin und wieder warf er einen Befehl in den Raum, den der jeweils Angesprochene nur mit einem Nicken quittierte.
Die Erschütterungen stellten sich nun heftiger ein und kamen in kürzeren Abständen.
Was geht hier vor?“, fragte sie forsch.
Wir werden angegriffen!“, zeigte der Wart mit seinem Daumen hinter sich.
Toni und Wenzel blickten sich um. Im Dunkel der Nacht waren die Konturen eines Kreuzers zu erkennen, der sich wie ein schwarzer Panther langsam näherte.
Von wem?“, drehte Wenzel sich wieder um, Toni konnte ein Aufblitzen in der Dunkelheit erkennen, dann vibrierte der Kreuzer wieder.
Wissen wir nicht“, wurde ihm zurückgeschleudert.
Links neben dem Mann war eine Tafel angebracht, mit verschiedenen Lautsprechern von oben nach unten in einer Reihe und einem Mikrofon oben mittig. Von den Lautsprechern gingen von links nach rechts kleine Lämpchen aus, die spärlich grün leuchteten. Viele waren ausgefallen. Einer der unteren Lautsprecher ertönte:
Herr Kapitän, Herr Kapitän! Wir haben alles abgesucht, die Botschafterin ist verschwunden
Er wandte sich dem Mikrofon zu und drückte auf einen schwarzen Knopf daneben:
Schon gut, sie ist gerade hier eingetroffen. Gehen Sie wieder auf Ihren Posten!
Ein weiterer Blitz erschien auf den Konturen ihrer Verfolger und ein weiterer Einschlag ertönte. Die Lämpchen neben dem Lautsprecher, aus dem gerade noch die Stimme erklungen war, erloschen.
Verflucht, wir verlieren ein Deck nach dem Anderen“, fluchte der Brückenwart.
Schießen Sie doch endlich zurück!“, forderte Toni, doch er winkte ab,
Können wir nicht, der erste Überraschungsangriff traf unsere Waffenkontrolle!
Plötzlich, ganz ohne Treffer, fielen etliche weitere Lichter aus und blaue Notbeleuchtung schaltete sich ein.
Das war's. Wir haben die Kontrolle über den Kreuzer verloren. Gehen Sie umgehend in diese Rettungskapsel“, er zeigte auf eine Klappe, die sich neben dem Fahrstuhl geöffnet hatte.
Kommt nicht in Frage!“, protestierte Toni.
20 73, 3 78!“, zwei der Brückenoffiziere blickten auf. Mit seinem rechten Zeigefinger in der Luft rührend und deutete er mit der Linken auf die Klappe. Die Beiden verließen ihre Posten und griffen Toni unter die Arme. Sie wollte, aber konnte keinen nennenswerten Widerstand leisten, also wurde sie festgeschnallt, während Wenzel sich freiwillig ihr gegenüber festgurtete.
Die Soldaten traten rückwärts zurück auf die Brücke, regungslos ob der Tatsache, dass sie es vermutlich nicht überleben würden. Dann schlug einer der Beiden auf einen Knopf in der Wand. Die Schleuse klappte wieder zu und verbarg jegliche Andeutung auf das Chaos, das draußen vor sich ging. Die kleine Kapsel war gut gepolstert und spärlich beleuchtet, eine Computerstimme begann von drei herunter zuzählen
Das wird hart!“, griff sie Wenzels Hand. Als die Stimme bei eins angekommen war, wurde die Kapsel ausgeschleudert. Sie flog flach über das Wasser, platschte mehrfach auf und versank dann im Meer. Sekundenlang passierte nichts und als sich die Oberfläche gerade beruhigt hatte, wurde sie von Luftblasen aufgewühlt, die eine Tür mit sich nach oben trugen.
Toni und Wenzel waren nicht so schnell: derweil er bereits fast aufgetaucht war, hatte sie noch etwa zwanzig Meter vor sich. Sie hatte sich einen Rucksack mit Notrationen gegriffen, den sie in ihrer Linken hinter sich herzog, während sie mit der Rechten und ihren Beinen paddelte. Der hoch stehende Mond markierte das Ziel, doch sie hatte kaum noch Kraft. Ihre Bewegungen wurden schwächer, bis sie etwa einen Dekameter von dem rettenden Sauerstoff entfernt nicht mehr konnte.
Ihre Muskeln versagten einfach ihren Dienst. Sie konnte nicht mehr. Langsam begann sie wieder abzusinken und spürte das kalte Wasser von unten um ihre Hände und ihren Kopf fließen.
So endet es also.“, dachte sie, während sie langsam ausatmete, was ihren Fall beschleunigte. Sie blickte zu der wabernden runden Lichtquelle über ihr und schloss gerade mit ihrem Leben ab, da ertönte Argus' Stimme:
Du willst jetzt einfach aufgeben?
Es geht nicht mehr weiter, das war's!“, erwiderte sie, während ihr Körper die Kontrolle übernahm und ihre Lungen sich mit Wasser vollsogen. Sie spürte keinen Brechreiz, sie blieb einfach ruhig. Sie hätte auch nicht mehr viel machen können. Bei dem Grad an Sauerstoffmangel war es ein Wunder, dass sie überhaupt noch etwas wahrnahm.
Ich bin ein potentieller Massenmörder, den du getötet hast und der nur noch als Stimme in deinem Kopf existiert. Und ich bin der Optimist von uns beiden!?“, versuchte die Stimme in ihrem Kopf sie anzuspornen, sie zog es jedoch vor, den Mond zu betrachten, wie er immer kleiner wurde. Ihre Eltern, Cletus, Argus, möglicherweise auch Rufus... alle, die ihr etwas bedeutet hatten, schienen dem Tode geweiht zu sein. Es war, als hätte ein Sadist ein Drehbuch geschrieben, dem sie folgen musste. Als wäre sie eine Lawine, deren Schicksal es war, alles mit sich zu reißen, nur um selbst am tiefsten Punkt zu zerschellen. Würde es hier endlich aufhören?
Ihr fiel ein kleiner Schmutzfleck auf der spiegelnden Oberfläche auf, der immer größer wurde. Plötzlich huschte etwas an ihr vorbei und sie spürte einen Druck an ihrer Brust, der sie nach oben beförderte. Verwirrt, einerseits dankbar, andererseits enttäuscht, nicht erlöst zu werden, durchbrach sie mit ihrem Kopf das Wasser. Ihr Körper aktivierte letzte Kraftreserven und sie spie das Wasser aus ihren Lungen, hustete, spuckte, verschluckte sich, aber atmete wieder. Sie blinzelte, ihre Locken klebten auf ihrer Haut und versperrten ihr die Sicht, aber sie konnte in weiter Ferne die Kreuzertrasse sehen. Ein dunkler Klotz mit vielen rauchenden Brandstellen raste gerade, von einem anderen Klotz verfolgt, in den Horizont hinein, da zerbrach und explodierte er in einem grellen Lichtblitz. Der Andere raste weiter, fing auf der beschädigten Schiene zu wippen an, stürzte hinter einen Hügel und es gab einen zweiten Lichtblitz.
Sie hatten ihre Verfolger also mitgerissen, wer auch immer es war. Für einen Moment verharrten ihre Gedanken bei den 1.000 Organon, die gerade vaporisiert worden waren, da holte sie eine Bewegung aus ihrer Anteilnahme. Etwas schwamm mit ihr Richtung Küste... sie blickte erstaunt, sofern man das so nennen konnte, denn sie röchelte noch leicht, als sie feststellte, dass es Wenzel war.
Ihr kleiner Verlobter, der ihr gerade einmal bis zum Bauchnabel reichte, was ihm nur sehr selten zum Vorteil gereichte, hatte sie ganz alleine aus der dunklen Untiefe gefischt und schleppte sie nun zum rettenden Ufer.
Woher nimmt er nur diese Kraft?“, fragte sie sich, unterdessen sie es erreichten und er sie aus dem Wasser schleifte.
Ich habe es geschafft, ich habe uns gerettet!“, stolzierte er für einen Moment mit erhobenen Fäusten auf und ab. Sie bemerkte, dass sie noch etwas in ihrer Faust hielt. Sie erhob sie vorsichtig und erblickte eine Schlaufe.
Und ich habe Notfallrationen!“, lächelte sie ihn erschöpft an. Er strahlte und fing sofort an, in dem Rucksack zu kramen. Sie dagegen drehte sich auf ihren Bauch und strampelte vorsichtig ihren Hintern in die Luft, sodass das restliche Wasser besser aus ihrer Lunge auslaufen konnte. Schließlich stützte sie sich mit ihren Unterarmen auf, um halbwegs in eine waagerechte Position zu kommen.
Sie schlotterte, erst jetzt bemerkte sie, wie kalt ihr eigentlich geworden war. Die Rebellenuniform war zwar wasserdicht, das hatten die Ausstatter damals recht gut hinbekommen, aber sie isolierte kaum gegen Kälte. Ein metallisches Rascheln ertönte und sie spürte ein leichtes Ziehen im Rücken.
Hier!“, Wenzels Stimme war sanft, fast fürsorglich. So hatte sie ihn noch nie gehört. Sie hatte es schlicht nie nötig gehabt, umsorgt zu werden. Sie blickte auf, Wenzel hatte ihr eine Rettungsfolie um die Schultern gelegt.
Das sollte dich gegen Unterkühlung schützen!“, lächelte er sie an und machte sich daran, Treibgut vom Strand aufzusammeln.
Was ist mit dir?“, fragte sie. Seine Organon-Uniform war zwar gut geeignet, feste Projektile daran zu hindern, einen Körper zu durchlöchern, aber sie sog sich mit Wasser voll wie ein Schwamm.
Ich habe bei einem Überlebenstraining mitgemacht. Warte nur ab, du wirst überrascht sein!“, entgegnete er mit einer zuvor ungeahnten Selbstsicherheit.
Sie zog die Decke um sich herum, um zumindest nicht mehr allzu viel Wärme zu verlieren und blickte zum Himmel. Ob wegen ihres geschwächten Organismus oder aus psychologischen Gründen, sie sah Elysium an der Stelle, wo es früher war und musste an ihre Zeit in der fliegenden Stadt zurückdenken:
Eines Abends, als sie sich endlos einsam gefühlt hatte, betrank sie sich in einer verruchten Bar. Das Bild ihres Exfreundes, wie er mit Goal Arm in Arm auf der Veranda ihres Bungalows lag, wurde mit jedem Drink den sie herunter schüttete stärker. Sie war nach der Weltenrettung dort gestrandet, unfähig, sich anzupassen, alleine und solo und er, der einzige Mann, den sie damals für gleichwertig hielt, ignorierte sie, als wäre sie irgendeine Fremde.

Gut, sie hatte mit ihm Schluss gemacht, weil er ihr gutes Gedeck vernichtet hatte, aber wenn er nun so tat, als wäre nichts gewesen, das war ihr damals einfach zu viel!
Die behutsame Frage des Roboterbarmannes, ob sie nicht genug habe, reichte ihr dann schließlich. Sie riss ihm den Kopf ab und stapfte abgefüllt wie eine Haubitze zur Wohnung ihrer Nebenbuhlerin. Krachend trat sie die Türe ein und warf den Roboterkopf durch die Schlafzimmertüre. Der Anblick, dem sie schließlich begegnete, einer desinteressierten Goal und einem, auf einer Matratze vor dem Bett schlafenden Rufus beruhigte sie jedoch wieder.
Später erfuhr sie, dass er Cletus war und bei einem Unfall starb...
Cletus, Argus, eintausend Organon. Nach und nach starben alle Klone, die ihr irgendwie nah gestanden hatten. Wäre sie verflucht, auch den letzten Rest einer Ära in Flammen aufgehen zu lassen? Wäre das ihr Schicksal?
Nein, das sollte nicht so sein, das würde nicht so sein. Es spannte sich jeder Muskel ihres Körpers an, als sie einen Entschluss fasste; sie würde es verhindern!

Gerade hatte sie ihre Gedanken zu ende sortiert, da kam Wenzel mit Treibgut in den Armen angestapft. Er häufte die trockenen Äste zu einem kleinen Haufen auf. Dann packte er eine Magnesiumfackel aus dem Rucksack, brach sie, wodurch sie sich entzündete und platzierte sie in dem Holzhaufen. Es dauerte nicht lange, bis ein kleines Lagerfeuer entstanden war, an dem sie sich wärmen konnten. Noch keiner ihrer Freunde hatte sich um sie kümmern müssen. Argus war ihr allenfalls ebenbürtig gewesen, bis sie ihn erschießen musste, aber alle anderen waren Fälle, um die sie sich kümmern musste.
Hier war es zum ersten Mal anders herum. Ausgerechnet ihr kleiner Verlobter, der bisher immer weggelaufen war, hatte ihr das Leben gerettet und kümmerte sich nun in der Ödnis um ihr Überleben. Es war nicht schön, dass sie in dieser misslichen Lage gelandet war, aber es gefiel ihr, dass sie sich auf ihn verlassen konnte.
Sie legte sich auf die Seite und schloss die Augen, um etwas Schlaf zu erhaschen.

Wenige Sekunden vergingen und sie war eingenickt. Sie träumte davon, in ihrer Latzhose in einem Raum aus Licht zu stehen. Vielleicht würde sie hier eine bestimmte Antwort finden:
Ach nein!“, seufzte Argus, als er sich ihr gegenüber wiederfand,
Ich hatte eigentlich gehofft, im Tod eine gewisse Einsamkeit genießen zu dürfen. Stattdessen fühlt es sich irgendwie an, als wäre ich ein alzheimerkranker Djin, der alle halbe Stunde belästigt wird!
Was soll das?“, fauchte sie ihn an, „Wieso erscheinst du mir ständig?
Ich?“, runzelte er die Stirn und hob seine Arme,
Das hier ist dein Kopf, woher soll ich das wissen!?

Eine Rebellenstimme erlöste sie aus diesem Traum:
Hände hoch, Sie befinden sich in Sperrgebiet!“, sagte eine schlaksige Gestalt in Rebellenuniform.
Wenzel, mittlerweile nur noch in Unterhose und Unterhemd am Feuer stehend, bäumte sich auf und wirkte noch einen Kopf größer.
Für Sie Frischling immer noch Herr Wenzel, Diplomat der Rebellenallianz!
Was? Äh, also, ich...“, druckste ihr Gegenüber herum.
Bringen Sie uns gefälligst zur nächsten Außenstelle. Ich bin auf einer politischen Mission“, er deutete auf Toni,
Das hier ist eine elysianische Diplomatin. Sie ist schwer verletzt und wenn ihr etwas passiert, mache ich Sie persönlich dafür haftbar, dass unsere guten Beziehungen zu Elysium zu Bruch gegangen sind!
Sichtlich eingeschüchtert entfernte der junge Mann sich und rief Verstärkung.
Wir haben es geschafft!“, grinste Wenzel sie an. Sie zog ihre Plastikdecke etwas über ihren Kopf und lächelte ihn leicht verlegen an.

Kapitel 5
Wenn zwei sich streiten

Spoiler: show
Ein neuer Morgen in Porta Fisco. Die aufgehende Sonne zog lange Schatten durch die große Stadt, welche in einer alten Fertigungshalle erbaut war, in der auch Elysium geschmiedet worden war. Die Rippenartigen Stahlträger, welche beim Start der Weltraumstation auseinander geborsten waren, verdunkelten weite Teile der Wohnbebauung in einer gespenstischen Art und Weise.
Argus, in seiner militärischen Uniform, aber ohne seinen Helm, stand an einem großen Fenster des Turms der oberen Aufstiegsstation und blickte auf die Deponianer unter sich herab.
Der Blick seines dunkelhäutigen Gesichtes mit den kurzen, braunen Haaren, war nachdenklich, als jemand in den Flur schritt, der von Scheibe und Wand gebildet wurde. Es war ein anderer Argus-Klon, der seinen Helm, eine Mischung aus Offiziersmütze und Schutzhelm, noch auf hatte.
Was machen Sie hier?“, wollte er mit seiner durch den mechanische Bart verzerrten Stimme wissen.
Ich trauere“, erwiderte der Helmlose mit einer warmen, aber konzentrierten Stimme.
Das meine ich nicht!“, zischte es ihm entgegen, „Wieso tragen Sie nicht ihren Helm?
Er schritt auf ihn zu und deutete mit Zeige- und Ringfinger auf die Kappe.
Er ist genauso Teil Ihrer Uniform wie Ihr Umhang oder ihre Handschuhe. Nur damit verfügen Sie über die vollumfängliche Dienstmacht!
Der Argus „außer Dienst“ machte eine Viertelwendung und blickte seinem Gegenüber tief in die Augen.
Unser Bruder ist gestorben und Sie denken nur an Ihren Status?“, klopfte er dem Anderen auf die Brustplatte.
Werden Sie nicht weich!“, hob sein Gegenüber hämisch den Kopf.
Er starb, weil er Ihrem lächerlichen Plan gefolgt ist.“, verengte der mäßig uniformierte Argus ein Auge, „Es war schon schlimm genug, dass wir uns von unserem Vater entzweit haben. Jetzt haben wir auch noch einen Teil von uns verloren und Sie weigern sich zu trauern!?
Das roboterhafte Gesicht beugte sich ihm entgegen und der mechanische Bart begann zu vibrieren.
Wir haben rücksichtslos die Kontrolle über den Widerstand übernommen und ihn zu einem Machtwerkzeug in unserem Sinne geformt. Das macht uns aus, nicht das Verharren in alberner Gefühlsduselei!“ er wandte sich wieder zurück und erhob die Hände mit den Handflächen nach oben.
Sie sprechen von Existenz? Dann verraten Sie nicht, was Sie sind!
Ich werde auf meine Art und weise um unseren gefallenen Bruder trauern. Ob es Ihnen passt...“, er wandte sich wieder der Fensterscheibe zu, „oder nicht!
Der kältere Argus schnaubte kurz, dann packte er den Wärmeren an seinem Oberarm und schleuderte ihn wieder in eine ihm zugewandte Gesprächsposition.
Ich habe den Widerstand nach meinem Willen geformt! Stellen Sie sich mir nicht in den Weg. Sonst mache ich aus dieser Oper eine Ein-Mann-Show!
Ihre beiden Augen verfinsterten sich.
Wollen Sie mir etwa drohen!?
Beide spannten ihren jeweils rechten Arm an wie eine Sprungfeder. Langsam und kontrolliert gingen die Fäuste auf und formten Krallen. Bereit, zur Waffe zu greifen und es zu beenden.
Mache Meldung!“, trat ein schlanker Widerstandssoldat in den Raum und schlug die Hacken zusammen, „Wir haben Herrn Wenzel und die Frau Diplomatin ausfindig gemacht!
Beide wandten sich dem jungen Mann zu und ließen sich nichts anmerken.
Führen Sie sie zu uns!“, ertönte gleichzeitig aus beiden Mündern und der Soldat salutierte und verließ sie wieder.
Darüber reden wir noch!“, zischte der uniformierte Argus seinen Bruder an.

Kapitel 6
Irrungen, Wirrungen

Spoiler: show
Sie hatten sie zurückgebracht. Mit einem Kreuzer war sie vom Ort ihrer Niederlage, mit einem kleinen Umweg, weil die Trasse beschädigt war, wieder nach Porta Fisco gebracht worden. Unterwegs hatten sie sie verarztet und mit Nahrung und sauberem Wasser versorgt. Er hatte seine Uniform ausgetauscht und seinen roten Schal getrocknet. Sie hatten kaum ein Wort gewechselt auf ihrer Reise hierher. Es war merkwürdig: zwei wenig verlockende Fraktionen lagen quasi in direkter Nachbarschaft, sie war zu dem größeren Übel gelangt. Einer Herrschaft, die ihre Heimat erobert und fast alles, das sich ihr in den Weg gestellt hatte, wie ein dunkler Schatten verschlungen hatte.
Dennoch war sie in Gedanken bei dem kleinen Verlobten neben sich, als sie im Fahrstuhl der oberen Aufstiegsstation stand, flankiert von zwei stämmigen Wachen.
War sie eine Gefangene? Ein Souvenir gar, das man nur nahm, um es als Zeichen seines Triumphs zu besitzen?

Toni wusste es nicht, als sich die kalte, verschnörkelte Tür des Liftes öffnete und sie und Wenzel hinausgeleitet wurden. In einen großen Korridor mit einer Panoramascheibe, die den Blick auf die umgebende Landschaft ermöglichte. Aber ihr Verlobter war ruhig und entspannt und da er, wie er mittlerweile bewiesen hatte, sehr genau wusste, was er tat, gab es ihr den Rückhalt, den sie brauchte.
Rechts im Flur, ihnen gegenüber, standen zwei Argus-Klone: einer mit, einer ohne seinen Helm. Beide standen dicht nebeneinander, doch die geballten Fäuste zeigten, dass die Einigkeit nur vorgespielt war und eine diffuse Spannung in der Luft lag, die nichts mit Toni oder Wenzel zu tun hatte. Eine Roboterstimme ertönte:
Lassen Sie uns alleine!
Ihre Eskorte zog sich augenblicklich zurück in den Aufzug. Der Klon mit Helm blickte ihnen nach, bis sich die Schiebetüren verschlossen. Der Andere dagegen fokussierte Toni dermaßen, dass ihr sein stechender Blick unangenehm wurde.
Nun denn: jetzt können wir uns in Ruhe unterhalten!“, drehte der Eine, der ihr deutlich kälter vorkam, seinen Kopf wieder zu ihr.
Bin ich eine Gefangene?“ Um sich größer zu machen, legte sie ihre Hände auf ihre Hüften, aber ihr Bauch fing an zu schmerzen und sie fasste sich vorsichtig mit der Rechten Hand auf die Wunde.
Aber meine Dame:“, tönte der Kältere in einem ironischen Unterton, „Wir sind hier doch alle Freunde!
Der wärmer wirkende Argus gab ein sarkastisches Lächeln von sich. Auch wenn seine Energie angenehmer sein sollte, seine augenscheinliche Besessenheit für sie machte ihr mehr Angst, als sein bösartig wirkender Mit-Klon.
Dieser grunzte, runzelte die Stirn und seine Augen bewegten sich kurz zur Seite. Ihr fiel außerdem auf, dass seine Fäuste sich ballten. Unmerklich, aber für sie sah es wie eine Chance aus:
Sie erkannte eine Uneinigkeit, die sie würde nutzen können, um dem ganzen Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Auch wenn sie noch nicht wusste wie... dennoch zeichnete sich ein sanfter Ausdruck der Zufriedenheit auf ihr ab.
Herr Wenzel!“, blickte der Uniformierte auf Wenzel,
Sie werden mir jetzt detailliert Bericht erstatten!
Wenzel schluckte, doch er folgte dem Befehl und verließ mit ihm den Korridor.
Bis gleich, Toni!“, verabschiedete er sich.
Ja, bis gleich!“, verschränkte sie die Arme hinter ihrem Rücken und wandte sich dem Panoramablick über Porta Fisco zu.

Der wärmere Argus, dessen Falkenblick auf ihre Augen sie fast in den Wahnsinn trieb, blieb stehen.
Was ist los?“, fragte sie eher verlegen als mutig.
Ich...“, er stammelte wie ein unsicherer Schuljunge, „ich glaube, ich liebe Sie!
Wir kennen uns doch gar nicht, woher wollen Sie wissen, dass Sie mich lieben?“, sie dachte, diese Frage wäre keck, doch für ihn klang sie wie eine Herausforderung.
Er zog seine Pistole, sie erschrak. Es war praktisch die gleiche Plasmawaffe, wie die, die sie damals zu benutzen gezwungen war.
Während sie sich noch in Schockstarre befand, schritt er entschlossen auf sie zu. Sie konnte gerade einmal einen Rückfallschritt machen, doch er packte mit seiner freien Hand ihre Rechte, legte seine Waffe in sie und faltete ihre Linke Hand ebenfalls um den Griff.
Sie begriff nicht, doch er kniete sich vor sie nieder, postierte das tödliche Ende des Laufes auf seine Stirn und hielt danach die Hände flehend von sich weg.
Ich weiß es einfach!“, schloss er seine Augen, „Wenn ich mich irre, schießen Sie mir in den Kopf – denn dann erscheint mir alles Übrige sinnlos.
Sie keuchte, die ambivalenten Gefühle stachen ihr wie Messer in den Kopf, da erschien wieder die Stimme:
Mach schon! So leicht wirst du einen Tyrannen nie wieder auf dem Silbertablett serviert bekommen!“, doch sie bewegte nur ihren Kopf verwirrt hin und her, den Mann mit Todeswunsch sowie frechem Grinsen vor sich nicht aus den Augen verlierend,
Oder hast du womöglich Angst, dass es dann eng werden könnte,in deinem Kopf!?
Sie warf die Pistole weg und raufte sich die Haare. War das richtig? Hatte sie das Richtige getan?
Oder war es bloß unheimlich egoistisch von ihr? Hätte sie ihn töten sollen!?
Argus öffnete langsam seine Augen. Sie hatte ihn verschont und stand verwirrt taumelnd vor ihm. Mal führte sie eine Hand zum Mund, dann wieder die Andere zur Stirn.
Ich wusste es!“, er sprang auf, packte sie an den Schultern und küsste sie auf den Mund. Sie wusste selbst nicht warum, aber sie wehrte sich nicht. Sie schloss nur die Augen und ließ es geschehen.
Willst du ihm nicht sagen, dass du ihn nicht liebst?“, meldete sich der tote Argus zurück.
Er packte gerade ihren Kopf und wollte ihren Mund mit seiner Zunge erforschen, da:
Ähäm!“, Wenzel stand hinter ihnen.
Wenzel“, strauchelte Toni, „Es ist nicht... ich meine...“, stotterte sie.
Das war's!“, seine klare Aussage ließ ihr den Atem stocken.
Das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat!
Er zog seinen Ring aus und warf in ihr vor die Füße, sodass dieser mehrfach klingend hüpfte.
Ich verlasse dich!“ Ohne mit der Wimper zu zucken, drehte er sich um und stampfte wütend aus dem Flur.

Sie blickte ihm noch einen Moment nach, als er schon weg war, dann beugte sie sich vorsichtig und griff den Ring. Der Ring lag in ihrer Handfläche direkt neben ihrem Eigenen. Es waren zwei Schmuckstücke, die aus einer Panzerplatte des Abgestürzten Hochbootes bei der unteren Aufstiegsstation gefräst worden waren. Wenzel hatte das Wolframcarbidstück seinerzeit als Souvenir mitgenommen, bevor er mit einem Teil der Rebellenarmee nach Elysium aufbrach.
„Was uns einst trennte, soll uns nun verbinden: der Weg“, hatte er eingravieren lassen. Noch vor zwei Jahren hätte sie niemandem geglaubt, dass sie mit dem kleinen Mann zusammenkommen würde, den sie von Kindesbeinen auf kannte.
Sie musste lächeln, als sie daran dachte, wie er ihr den Ring übergeben wollte und sich zunächst herausstellte, dass er sie vertauscht hatte.
Ihr Blick verschwamm und Tränen tropften auf ihre Hand. Ein unwillkürliches Wimmern entfloh ihrem Mund und sie musste aufschlucken. Selten in ihrem Leben wurde sie von ihrem Körper gezwungen zu heulen. Das letzte Mal, da war ihr Vater gestorben.
Sie hielt sich mit den Händen die Augen zu, als wolle sie die Welt daran hindern, ihre Schwäche zu sehen. Salziges Wasser lief ihr in den Mund, während sie die Zähne zusammenbiss, da spürte sie eine Hand auf ihrer Schulter.

Sie blickte sich um, Argus stand neben ihr. Er hatte einen verzweifelten Gesichtsausdruck, weil er nicht genau wusste, wie er mit einer solchen Situation umgehen sollte. Er wirkte mehr wie ein Hund, der versuchte, sie zu trösten. Sie fing sich langsam wieder, wischte sich Rotz und Tränen mit dem Ärmel aus dem Gesicht.
Ich... werde Bericht erstatten müssen. Es ist viel passiert.“, versuchte sie ein Lächeln aufzusetzen.
Das verstehe ich. Ich werde alles veranlassen, dass Sie ein passendes Transportmittel bekommen“, nickte Argus. Er machte eine halbe Drehung, wobei sein Umhang ihm strudelförmig folgte, dann verließ auch er den Flur und ließ sie alleine stehen.
Sie wusste, dass er ihre Flucht nach Elysium nur aus der wagen Hoffnung heraus erlaubte, sie würde seinetwegen wieder zurückkehren. Aber... blickte sie aus dem Fenster auf die Stadt zu ihren Füßen... sie wusste nicht, ob er damit falsch lag.


Ende



Danke fürs Lesen!
Anmerkungen? Fragen?
Schreibt sie gerne hier rein;
ich freue mich immer über Feedback!


Schöne Grüße
Markus
Ihr sucht nach Deponia-Fanfictions? Vielleicht sind Argus' Aufstieg, die Elysium-Triologie, die Toni-Tribute oder Utopia ja was für euch!?

Liebe Grüße
Markus

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Re: Die Toni-Tribute klatsching Donna

Beitragvon #Goaly » Mo 28. Mär 2016, 21:33

Na hallo! Dann werd ich mal ein paar Gedanken zu dieser Geschichte aufschreiben: :mrgreen:

Kapitel 1:

Hier wird ja erstmal die Handlung erklärt, so dass man die Geschichte auch lesen kann, wenn man die anderen Fanfictions nicht kennt.
Ich muss zugeben, dass mir manches zu schnell ging. Toni erfährt, dass sie die ganze Zeit auf den Falschen Eifersüchtig war und akzeptiert es ziemlich schnell. Hätte sich Goal nicht irren können? Toni kennt Rufus doch sehr gut. Hatte sie auch schon Zweifel daran, dass Rufus echt ist oder hat sie ihn nur nicht oft genug gesehen?
Aber dafür, dass es nur eine kurze Rückblende war, ist es nicht so schlimm. Sie muss sich ja auf andere Dinge konzentrieren. Oder ist es wieder ein Hinweis darauf, dass sie ihre Gefühle unterdrückt?
Zweitens findet Donna sehr schnell heraus, wo ihr "Wackelpudding" ist. :lol: Gute Idee übrigens, sie diesen bedeutungsvollen Satz sagen zu lassen. Toni kapiert es sofort und alle anderen gucken bestimmt erstmal dumm aus der Wäsche. Allerdings finde ich den Moment sehr spannend beschrieben, wie die ganze Situation unheimlich wird und der große Knall naht. Eine richtige lange Verhandlung mit Donna zu führen konnte ich mir halt nicht wirklich vorstellen. Diese Frau kann doch keinen verständlichen Satz bilden! Hast das Gespräch deswegen so kurz gehalten?
Tolle Kampfszene mit Slapstick-Einlage!
Noch ein Kritikpunkt: Die gelbe Schrift ist nur sehr schwer zu lesen. Ich weiß, Rufus redet nun mal gelb, aber es könnte etwas dunkler sein.

Kapitel 2:

Ach, das kenn' ich doch irgendwoher! :D Eine schöne Vorstellung, Rufus könnte mal etwas Vernünftiges tun. Leider ist es nur ein Traum.
Eine schöne Szene (wenn man Blut schön findet xD). Sieht sich Toni hier auch aus Eifersucht als Goal? Wäre sie gern an Goals Stelle?

Kapitel 3:

Hier wird es düster! Erst erschießt sie sich in Gedanken selbst, und dann fast wirklich. Es hat sie wirklich sehr mitgenommen. Du hast Tonis Gefühle gut rübergebracht, finde ich. Zum Glück gibt es Wenzel, der sie ablenken kann.
Toni offenbart sich ihm nicht. Einerseits verständlich, andererseits schlecht.

Kapitel 4:

Da hast du wohl auch Darmoperationen recherchiert. Keine schöne Vorstellung, nur von so einem Verband zusammengehalten zu werden. Was Toni alles ertragen muss...
Die zweite Chance, zu sterben, und wieder wird sie von Wenzel gerettet. Ich war noch nie so froh, dass Wenzel dabei ist. Er blüht ja wirklich auf und wächst noch über sich hinaus. Das sollte keine Anspielung sein. ;)
Und wieder einmal verheimlicht Toni ihre Gefühle. Wenn das mal gut geht...

Kapitel 5:

Einfach klasse, wie die sich streiten! Ich kann mir die Szene gut vorstellen. Die werden sich doch mit Sicherheit nicht lange vertragen.

Kapitel 6:

Oha, Argus fackelt nicht lange. Ich sehe schon vor mir, wie sich alle drei "Argi" um Toni streiten. Zum Glück offenbart erstmal nur der eine Gefühle. Mir tut Wenzel leid, der bei dem ganzen Gefühlstheater der Leidtragende ist. Aber auch Toni kann ich nicht verurteilen. Argus auch nicht, der Toni ja offensichtlich nicht wehtun wollte. Ich bin gespannt, für wen sich Toni am Ende entscheidet. Sie hat immernoch ein Faible für die Klone, das ist mal klar. Aber ob die zuverlässig sind?
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Re: Die Toni-Tribute klatsching Donna

Beitragvon Yuna Leonhart » Mo 28. Mär 2016, 21:53

Also, mir hat die Fanfiction gut gefallen. Die Situationen waren klasse beschrieben und man konnte sich gut in die Charaktere hinein versetzen. Am meisten hat es mir gefallen wie sich Wenzel um Toni gekümmert hatte und wie er so selbstsicher erschien als er und sie am Lagerfeuer Gesellschaft bekamen. He's sure grown a pair of balls :mrgreen:

Aber die gelbe Schrift war, wie schon #Goaly erwähnt hatte, wirklich schwer zu lesen. Eine dunklere Farbe wäre optimaler gewesen.
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Re: Die Toni-Tribute klatsching Donna

Beitragvon Emares » Mi 30. Mär 2016, 21:58

Hey Goaly, hey Yuna,

danke für eure schnellen Antworten und das liebe Lob! :)

Dann will ich doch mal chronologisch auf eure Anmerkungen eingehen: :mrgreen:

Zunächst zu Goalys, sehr ausführliche Gedanken, danke schon einmal für die ausführliche Rezension!

Kapitel 1:
Hier wird ja erstmal die Handlung erklärt, so dass man die Geschichte auch lesen kann, wenn man die anderen Fanfictions nicht kennt.


So war es eigentlich gedacht. Allerdings wollte ich mich recht kurz halten, um es wirklich nur als kurzen Rückblick zu halten.
Später in der Handlung gehe ich auf ein paar Dinge genauer ein, aber natürlich bleibt da immer etwas zurück. Insbesondere ist Tonis Sichtweise ja recht eingeschränkt:

Ich muss zugeben, dass mir manches zu schnell ging. Toni erfährt, dass sie die ganze Zeit auf den Falschen Eifersüchtig war und akzeptiert es ziemlich schnell.


Zugegeben, etwas kurz erscheint es schon. Allerdings muss man zwei Dinge bedenken:
1. Die Szene spielt einige Zeit nach Cletus' Tod. Toni hat sich daher schon damit abgefunden, dass Rufus tot ist.
Von tot zu falsch ist es nicht weit. Immerhin hatte sie schon akzeptiert, ihn nicht mehr zurück zu bekommen, auch wenn Goal ihn nicht mehr wollen sollen könnte.
2. Noch länger davor hatte Toni die Freude, zu erkennen, dass Goal den sogenannten Rufus nicht "ranlässt".
Das bedeutet, sie kam schon zuvor in den Genuss des Gefühls, dass mit den Beiden irgendwas nicht ganz koscher ist!

Aber du hast in einem Punkt definitiv Recht: es gibt noch Potential für weitere Rückblicke.
Wenzel hat sich schließlich von ihr getrennt und sie ist, mehr politisch, mit einer Art Argus zusammen oder tut so.
Ich bin mir sicher, dass sie das ins Grübeln bringt!

Hätte sich Goal nicht irren können? Toni kennt Rufus doch sehr gut. Hatte sie auch schon Zweifel daran, dass Rufus echt ist oder hat sie ihn nur nicht oft genug gesehen?


Cletus hat Toni zwar nicht gemieden, aber eben ignoriert. Was irgendwie schlimmer erscheint, angesichts ihrer offensichtlichen gemeinsamen Geschichte. Das liegt natürlich daran, dass er nicht wirklich wissen konnte, dass sie mal zusammen waren, wenn es ihm keiner gesagt hat.
Toni steht zu der Zeit einfach ganz schön unter Stress: die hochnäsigen Elysianer über, der quängelnde Organon unter ihr und das Gefühl, irgendwie nirgendwo dazugehören zu können...

Und erinnern wir uns an reale Dialoge aus Deponia 2: Rufus gibt vor ihr an, er habe jetzt eine richtige Freundin.
Da kann man so ein Urteil dann schon schneller akzeptieren.
Allerdings halte ich Toni ohnehin eher für eine Person, die Paradigmen akzeptiert, als Goal!

Aber dafür, dass es nur eine kurze Rückblende war, ist es nicht so schlimm. Sie muss sich ja auf andere Dinge konzentrieren. Oder ist es wieder ein Hinweis darauf, dass sie ihre Gefühle unterdrückt?


Da könntest du richtiger liegen als es mir in dem Moment klar war:
Kapitel drei entstand zu erst, dann das Handlungsskript, dann zwei, dann eins.
Da ich hier quasi in der Zeit zurück gereist bin, wusste ich natürlich, dass Toni sich Gedanken über ihre ambivalenten Gefühle machen musste.
Sie hatte ja schon einen Argus getötet und es zutiefst bereut.
Es sollte schon etwas auf die nachfolgende Handlung vorbereiten, jedoch nicht nur auf das Ende, sondern auch auf ihren Traum, in dem sie sich als Goal sieht.
Grob gesagt gibt es ja zwei Hauptbestandteile der Story: Tonis Gefühle zu ihrer Welt und Tonis mentale und physische Gesundheit. Zu Ersteren gehören eindeutig ihre Gefühle für die Prototypen.
Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass jemand mit Rufus zusammensein kann, ohne sich anschließend Gedanken zu machen, welcher Teil von ihm einen letztlich angezogen hat und ob dieser sich auch bei anderen Prototypen fände (vielleicht sogar Organon).

Zweitens findet Donna sehr schnell heraus, wo ihr "Wackelpudding" ist. :lol:


^^ Tja, Donna scheint manchmal eben die Fähigkeiten eines Raubtiers zu haben...
Irgendwas muss ja hinter der Leiterin eines Syndikates stehen, nicht wahr!? :lol:

Gute Idee übrigens, sie diesen bedeutungsvollen Satz sagen zu lassen.


War mal wieder eine spontane Eingebung: irgendetwas musste Donna sagen, was Toni dazu verleitete, die Verhandlungen zu kippen.
Sie selbst durfte es vorher aber nicht wissen, weswegen Wo-ist-mein-Argus rausfiel.
Und ich könnte mir vorstellen: Donna mag Wackelpudding!

Toni kapiert es sofort und alle anderen gucken bestimmt erstmal dumm aus der Wäsche.


Fairerweise muss man dazu natürlich sagen, dass nur zwei Menschen von Argus' Tod wussten.
Und dass Toni die einzige war, die in diesem Moment wissen konnte, was sie gedacht hatte.
Sie und Donna, welche ihre nonverbalen Aussagen offensichtlich genau verstanden hat!

Allerdings finde ich den Moment sehr spannend beschrieben, wie die ganze Situation unheimlich wird und der große Knall naht.


Dankeschön; genau das wollte ich erreichen! :)
Irgendwie basiert Donna in diesem Moment auf einer Art Eieruhr,
ich musste allerdings auch an einen alten Hund denken...

Eine richtige lange Verhandlung mit Donna zu führen konnte ich mir halt nicht wirklich vorstellen. Diese Frau kann doch keinen verständlichen Satz bilden! Hast das Gespräch deswegen so kurz gehalten?


Genau, das Gespräch hätte zwar lustig werden können,
aber auch die Gefahr geborgen, langatmig zu werden, weil Oppenmeier wirklich jedes Gebrabbel von Donna hätte übersetzen müssen.
Und einen diplomatischen Diskurs, der bürokratisch gehalten und von komischen Lauten unterbrochen wird, wollte ich euch nun wirklich nicht antun!

Tolle Kampfszene mit Slapstick-Einlage!


Dankeschön, ganz am Anfang wollte ich hier einen echten Krieg zwischen Elysium und dem Donnastand ausbrechen lassen,
aber das erschien mir dann doch übertrieben...
Auf jeden Fall vermeiden wollte ich einen unrealistischen Kung Fu Film, in dem sich Toni durch tausende Gegner metzelt, bevor sie mit dem Fuß umknickt und sich zurückziehen muss!
Scheint mir wohl gelungen zu sein.

Noch ein Kritikpunkt: Die gelbe Schrift ist nur sehr schwer zu lesen. Ich weiß, Rufus redet nun mal gelb, aber es könnte etwas dunkler sein.


Das ist leider wahr, jedoch biss sich die Farbpalette des Forums da mit der Farbe von Goal.
Ich habe mich dann wegen der wenigen Sätze, die er spricht, für diese Farbe entschieden.
Im Zweifel einfach markieren, ist etwas lästig, aber im übertragenen Sinne redet da ja auch ein Geist!

Kapitel 2:
Ach, das kenn' ich doch irgendwoher! :D


ßorri for se Klippscho! ^^
Ich muss aber zugeben, die Idee, dass Toni ihre Mutterwerdung in einer Traumsequenz durchmacht, in einem humoristischen Kontext und im Körper einer Anderen, fand ich einfach interessant!

Eine schöne Vorstellung, Rufus könnte mal etwas Vernünftiges tun. Leider ist es nur ein Traum.


Wer weiß... irgendwas muss er ja machen, außer Planeten zu sprengen! :lol:
Immerhin sind er und die Prototypen ja recht jung. Die Chance, erwachsen zu werden, sollte man auch trotz schlechter Gene haben!

Eine schöne Szene (wenn man Blut schön findet xD). Sieht sich Toni hier auch aus Eifersucht als Goal? Wäre sie gern an Goals Stelle?


Toni weist eine gewisse Rivalität zu Goal auf (man erinnere sich, als sie sich in Goodbye Deponia trafen): sie hat Rufus quasi zum Mann gemacht, steht für eine Frau, mit der er sich entwickelt hat, die er aber für seinen finalen Weg ausschließt.
Klar macht sie das sauer und nach ihrem Erlebnis mit Argus kann sie nun, auch wenn sie es vorher vielleicht leugnen konnte, nicht mehr verhehlen, dass da eben doch etwas ist.
Jedenfalls zeigt es ihre ambivalenten Gefühle, mit den Kristallgläsern wollte ich den Wunsch nach Zuverlässigkeit mit dem, noch etwas naiv gebliebenen, Rufus verbinden.
In ihrem Operationskoma setzt sie sich in eine Phantasiewelt, in der alles in Ordnung ist. Mit dem Zerbrechen des Glases bekommt diese Fassade jedoch Risse. Toni muss erkennen, dass es eine Illusion ist und der Rote Faden bringt sie zur Wahrheit.
Bis dahin vielleicht etwas flach, durch Argus kommt jedoch eine neue Ebene hinzu. Denn sie hat ihn umgebracht und auch wenn er nur noch in ihrem Kopf existiert, verachtet er sie für ihre Realitätsverweigerung (das klingt jetzt, wenn man den Titel meiner ersten Fiktion beachtet, etwas... selbstkritisch ^^). Die Wirklichkeit schmerzt, setzt sich aber durch und das Kapitel endet!

Kapitel 3:
Hier wird es düster!


Darauf war ich besonders stolz! :D

Erst erschießt sie sich in Gedanken selbst,


Vielleicht lustig zu wissen: sie und Argus haben die Rollen getauscht, sie sieht sich sterben durch Argus Hände.
Deswegen gibt es gewisse Ähnlichkeiten im Dialog bzw. Ablauf zu Argus' Tod im ersten Teil.

Vielleicht erinnerst du dich an meine Idee, das mit Perspektivwechseln künstlerisch im Spielverlauf darzustellen -
das war der Grundstein des Gedankens!

und dann fast wirklich.


Als mir die Idee zu dieser Szene kam, sollte sie kraftvoll sein,
die technischen Details der Waffe, kalt, gewissenlos, herzlos,
sollten mit dem Chaos einer schmerzenden Seele zusammentreffen.
Toni hatte zuvor ja jemanden ermordet, den sie auf gewisse Art und Weise geliebt hatte.

Es hat sie wirklich sehr mitgenommen. Du hast Tonis Gefühle gut rübergebracht, finde ich.


Dankeschön! :)
Ihre Gesundung dauert auf jeden Fall länger, als die Ärzte das letztlich einschätzen konnten.
Bis zu ihrem Unfall war sie ruhelos, jetzt muss sie kürzer treten. Und mit der Ruhe, da kommen auch die bösen Gedanken zu ihr!

Zum Glück gibt es Wenzel, der sie ablenken kann.
Toni offenbart sich ihm nicht. Einerseits verständlich, andererseits schlecht.


Wenzel ist da irgendwie reingestolpert, so wie sie seinerzeit in seine Dusche! :lol:
Natürlich wäre es besser für sie, sich ihm zu erklären. Dann würde das Ende der Geschichte garantiert nicht so enden, wie es geendet ist. Aber sie hat in ihrem Leben immer auf eigenen Beinen stehen müssen, sie ist zwar unabhängig, aber leider auch zu stolz.
(Das macht sie als Handlungscharakter aber auch so interessant!)

Kapitel 4:
Da hast du wohl auch Darmoperationen recherchiert. Keine schöne Vorstellung, nur von so einem Verband zusammengehalten zu werden. Was Toni alles ertragen muss...


Leidvolle Erfahrung eher als Recherche. Ich glaube, dass jeder, der da operiert worden ist, wo dafür Muskelgewebe auseinandergeschoben werden musste, ähnliche Erfahrungen gemacht haben wird.
Keine Angst, ganz so schlimm war es bei mir nicht, ich bin noch in einem Stück; aber die Erfahrungen lassen sich wohl übertragen.
Und immerhin: Toni ist etwa 1,70 m groß, das macht jetzt schätzungsweise 10,2 m Darm... naja, fast zehn Meter hat sie noch.

Das Metallstück hat einen Teil ihres Darms perforiert, aber eben auch die Bauchdecke, Muskelgewebe und Zwerchfell durchstoßen. Schmerzen wird sie am Meisten aus dem Muskelgewebe gespürt haben, wie man bei den Bewegungen gelesen hat.

Aber ich bin kein Arzt, das war tatsächlich nur fiktional! :lol:

Die zweite Chance, zu sterben, und wieder wird sie von Wenzel gerettet.


Das zweite Mal Aufgeben sogar, jenachdem sogar schlimmer: aufzugeben steht schließlich in bösem Kontrast zu Tonis Charakter.

Ich war noch nie so froh, dass Wenzel dabei ist. Er blüht ja wirklich auf und wächst noch über sich hinaus.


Tja, in Wenzel steckt mehr, als es den Anschein hat, nicht erst, seit er zum Organon wurde, sondern schon als er reich wurde.
Er braucht halt mehr Selbstvertrauen! ;)

Und wieder einmal verheimlicht Toni ihre Gefühle. Wenn das mal gut geht...


Oh, das war aber in diesem Kontext eher unbewusst.
Ich wollte ihr einfach etwas Ruhe gönnen und das schöne Gefühl, dass mal jemand auf ihr Wohl achtet!

Kapitel 5:
Einfach klasse, wie die sich streiten! Ich kann mir die Szene gut vorstellen. Die werden sich doch mit Sicherheit nicht lange vertragen.


Die zwei haben sich tatsächlich noch nie vertragen: sie haben ihren Vater vom Thron geschubst und einer ist jetzt tot, sie entwickeln sich unterschiedlich und wenn Argus eines hasst, dann ist es eine Abweichung von Argus! ^^
Das Kapitel sollte allerdings von vornherein kurz gehalten werden, es ist nur ein Prolog zum Schluss und weiterer Fortsetzung.

Kapitel 6:
Oha, Argus fackelt nicht lange.


Fairerweise muss ich zugeben: die Story kam mir beim Gedanken an eine völlig andere Geschichte, aber sie passte zu seiner Art: schnell, ungeduldig und skrupellos!
Ich habe allerdings einen Säbel durch eine Pistole ersetzt, passte deutlich besser zu ihm!

Ich sehe schon vor mir, wie sich alle drei "Argi" um Toni streiten.


Ich muss dich korrigieren: leben tun nur noch zwei Argusse... gut klingt beides falsch.
Einer der drei ist gestorben, ich habe nur nicht genau beschrieben wobei. Eigentlich sollte es bei eigenen Verhandlungen mit Donna passieren, jedoch passte mir dann die Vorstellung, er wäre im anderen Kreuzer gewesen...
Aber da bleibe ich absichtlich unspezifisch, da soll sich jeder Leser seine eigene Meinung bilden.

Zum Glück offenbart erstmal nur der eine Gefühle.


Ich kann wohl soviel verraten, dass die Beiden sich nicht um Toni streiten werden.
Allerdings gibt es ja noch jemanden, der nur noch in ihrer Vorstellung lebt...
Den wird sie loslassen müssen, wenn sie ganz gesund werden möchte - ist nur die Frage, ob sie dazu die Kraft haben wird, ihn endgültig sterben zu lassen!

Mir tut Wenzel leid, der bei dem ganzen Gefühlstheater der Leidtragende ist.


Leider hat Wenzel etwas mitbekommen, das im Kontext deutlich harmloser gewesen wäre.
Ersteinmal wird sie nicht die Kraft dafür haben, es aufzuklären. Wer weiß, was noch passieren muss, damit er überhaupt mit ihr redet.

Aber auch Toni kann ich nicht verurteilen.


Geht mir auch so, man fühlt irgendwie mit ihr... ist natürlich gewollt! :lol:

Argus auch nicht, der Toni ja offensichtlich nicht wehtun wollte.


Er wollte sie besitzen, das muss man ganz klar sagen.
Allerdings ist er auch von ihr beeindruckt bzw. respektiert er sie.
Stellt sich nur die Frage: was wird im Aspekt seiner Liebe später überwiegen?
Womöglich sollte Toni sich von hohen Türmen fernhalten! :lol:

Ich bin gespannt, für wen sich Toni am Ende entscheidet. Sie hat immernoch ein Faible für die Klone, das ist mal klar. Aber ob die zuverlässig sind?


Tja, wer weiß!? (Sagte er und hatte schon das Ende des dritten Teils vor Augen! ^^)
*hust* verdammter Aluhut, wenn der doch nur nicht so modisch wäre...

Soo, danke auf jeden Fall für deine ausführlichen Gedanken!


Jetzt zu dir, liebe Yuna:

Also, mir hat die Fanfiction gut gefallen. Die Situationen waren klasse beschrieben und man konnte sich gut in die Charaktere hinein versetzen.


Schön, dass es dir gefallen hat. Sehr aufmunternde Worte, das muss ich einfach eingestehen!

Am meisten hat es mir gefallen wie sich Wenzel um Toni gekümmert hatte und wie er so selbstsicher erschien als er und sie am Lagerfeuer Gesellschaft bekamen. He's sure grown a pair of balls :mrgreen:


Zeigt besonders schön: man muss nicht unbedingt ein Berserker sein, um als Tonis Freund zu taugen - dafür hat sie ja ihre eigenen Fäuste!

Aber die gelbe Schrift war, wie schon #Goaly erwähnt hatte, wirklich schwer zu lesen. Eine dunklere Farbe wäre optimaler gewesen.


Ich kann leider nur sagen: in der PDF sieht es besser aus! :mrgreen:

Auch dir danke, dass du uns an deinen Gedanken teilhaben lässt!


Würde mich natürlich auch freuen, noch viele Leute mehr hier einen Kommentar hinterließen, aber dazu sagt mein Aluhut nix...

Schöne Grüße
Markus
Ihr sucht nach Deponia-Fanfictions? Vielleicht sind Argus' Aufstieg, die Elysium-Triologie, die Toni-Tribute oder Utopia ja was für euch!?

Liebe Grüße
Markus

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Re: Die Toni-Tribute klatsching Donna

Beitragvon #Goaly » Do 31. Mär 2016, 16:14

Zunächst zu Goalys, sehr ausführliche Gedanken, danke schon einmal für die ausführliche Rezension!

Mach ich doch gerne! :D

Kapitel 1:

Von tot zu falsch ist es nicht weit. Immerhin hatte sie schon akzeptiert, ihn nicht mehr zurück zu bekommen, auch wenn Goal ihn nicht mehr wollen sollen könnte.

Das stimmt allerdings. Der Tod von "Rufus" war bestimmt der größere Rückschlag, den sie verarbeiten musste. Daran hatte ich gar nicht mehr gedacht.

Noch länger davor hatte Toni die Freude, zu erkennen, dass Goal den sogenannten Rufus nicht "ranlässt".

Ach, ja, da war ja was! :D Die Szene mit der stockbesoffenen Toni. Das muss ihr natürlich zu denken gegeben haben, als sie wieder Herr/Frau ihrer Sinne war.

Aber du hast in einem Punkt definitiv Recht: es gibt noch Potential für weitere Rückblicke.

Wenn du das auch so siehst, kannst du ja im 3. Teil das vergangene Geschehen noch weiter ausbauen. Es ist ja auch nicht schlecht, wenn deine Geschichte eine Vergangenheit hat.


Toni steht zu der Zeit einfach ganz schön unter Stress: die hochnäsigen Elysianer über, der quängelnde Organon unter ihr und das Gefühl, irgendwie nirgendwo dazugehören zu können...

Daran liegt es wohl, dass Toni sich für ihre Verhältnisse sehr herumschubsen lässt. Sie hat ja immerhin den Organon übernommen, was man ja erstmal schaffen muss, aber sonst traut sie sich nur im besoffenen Zustand, zu den beiden scheinbaren Turteltauben zu gehen.

Allerdings halte ich Toni ohnehin eher für eine Person, die Paradigmen akzeptiert, als Goal!

Definitiv! Goal setzt immer ihren eigenen Kopf durch. Toni hat gelernt, sich mit ihrer Situation abzufinden, was sie unter anderem von Rufus getrennt hat.


Irgendwas muss ja hinter der Leiterin eines Syndikates stehen, nicht wahr!?

Die Frau steckt voller Rätsel. Vielleicht spielt sie diese ganzen Macken nur, weil es Vorteile hat, unterschätzt zu werden. :lol:


Fairerweise muss man dazu natürlich sagen, dass nur zwei Menschen von Argus' Tod wussten.

Klar, aber für den wissenden Leser ist es ein schöner Moment. :D


Irgendwie basiert Donna in diesem Moment auf einer Art Eieruhr

Dafuq? xD


Auf jeden Fall vermeiden wollte ich einen unrealistischen Kung Fu Film, in dem sich Toni durch tausende Gegner metzelt, bevor sie mit dem Fuß umknickt und sich zurückziehen muss!
Scheint mir wohl gelungen zu sein.

Das ist dir auf jeden Fall gelungen! Wobei deine Kung Fu Szene bestimmt eine gute Parodie abgegeben hätte! :D

Ich kann auf keinen Fall meinen "Rufus" die ganze Zeit in diesem Knallgelb reden lassen. :lol: Aber für den kurzen Auftritt in deiner Geschichte ist es nicht so schlimm.

Kapitel 2:

Immerhin sind er und die Prototypen ja recht jung. Die Chance, erwachsen zu werden, sollte man auch trotz schlechter Gene haben!

Spoiler: show
Hast auch wieder Recht.Umso schlimmer fand ich es, dass er diese Chance im 3. Teil nicht bekommt.



Kapitel 3:

Vielleicht erinnerst du dich an meine Idee, das mit Perspektivwechseln künstlerisch im Spielverlauf darzustellen -

Ja, daran musste ich denken! Hab nur vergessen, es zu erwähnen. Kann es sein, dass sie glaubt, einen Teil von sich erschossen zu haben, als sie Argus getötet hat?

Das macht sie als Handlungscharakter aber auch so interessant!

Oh, ja. Es geht einfach nicht ohne Toni. ;) Zumindest kann sie interessante neue Aspekte einbringen und gehorcht größtenteils sich selbst.

Kapitel 4:

Leidvolle Erfahrung eher als Recherche.

Oh, mein Beileid. :shock: Ich wusste gar nicht, dass du beim Widerstand bist. ;)

Ich wollte ihr einfach etwas Ruhe gönnen und das schöne Gefühl, dass mal jemand auf ihr Wohl achtet!

Ach so. Ja, ruhig war die Szene auch. Mir blieben aber ihre Träume, Visionen und Gedanken deutlich vor Augen.

Kapitel 5:

sie entwickeln sich unterschiedlich und wenn Argus eines hasst, dann ist es eine Abweichung von Argus!

Das kann man golden einrahmen. Hatte der ursprüngliche Argus eigentlich keine solcher Bedenken, als der sich dreimal geklont hat? Er kennt sich schließlich.


Kapitel 6:

Einer der drei ist gestorben, ich habe nur nicht genau beschrieben wobei.

Schweinerei! Was für ein unwürdiger Tod! ;)

Den wird sie loslassen müssen, wenn sie ganz gesund werden möchte - ist nur die Frage, ob sie dazu die Kraft haben wird, ihn endgültig sterben zu lassen!

Sie hat ja schon Erfahrung darin, ihre Liebe loszulassen. Aber ob sie es immer wieder schafft, vor allem wenn sie selbst es war, die ihn getötet hat? Und wenn es immernoch Ebenbilder dieses Jemandes gibt, die sie erinnern? Sie hat es nicht leicht.

Wer weiß, was noch passieren muss, damit er überhaupt mit ihr redet.

Vielleicht fällt ihm die Trennung gar nicht so leicht, wie es aussieht. Immerhin verfolgt er sie ja schon eine Weile.

Womöglich sollte Toni sich von hohen Türmen fernhalten!

Es kann auf jeden Fall noch spannend werden. :D Eigentlich hätte Deponia auch "Downfall" heißen können, so oft wie da jemand aus großer Höhe fällt.

Tja, wer weiß!? (Sagte er und hatte schon das Ende des dritten Teils vor Augen!)

Jippie! Das heißt, dass es bald weitergehen könnte!


Soo, danke auf jeden Fall für deine ausführlichen Gedanken!

Bitteschön! Es hat mir ja selbst Spaß gemacht, mir die Gedanken zu machen!
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Re: Die Toni-Tribute klatsching Donna

Beitragvon Emares » Do 31. Mär 2016, 23:04

Soo: wieder Feierabend und wieder Netz! :D

Kapitel 1:
Das stimmt allerdings. Der Tod von "Rufus" war bestimmt der größere Rückschlag, den sie verarbeiten musste. Daran hatte ich gar nicht mehr gedacht.


Ich beschreibe es aber auch recht umständlich: Toni erfährt erst, dass Rufus in Wirklichkeit Cletus war, als sie praktisch schon mit seinem Tod abgeschlossen hatte und ganz andere Sorgen hat.
Aber so ein treuer Organon fand es wohl richtig, ihr die Wahrheit zu übermitteln.
Können einem schon leid tun, dass sie so eine kleine Rolle als Schachfiguren bekommen...

Wenn du das auch so siehst, kannst du ja im 3. Teil das vergangene Geschehen noch weiter ausbauen. Es ist ja auch nicht schlecht, wenn deine Geschichte eine Vergangenheit hat.


Ganz so detailliert werde ich nicht darauf eingehen, ich denke, eine Rückblende in dieser Richtung wäre der falsche Weg.
Allerdings wird Toni ja auch irgendwann mit ihren psychischen Wunden umzugehen lernen müssen, weil sie sonst womöglich physische Formen annehmen!
Da will ich jetzt aber nicht zu sehr spoilern, sie wird Cletus auf jeden Fall noch etwas ärgern!

Daran liegt es wohl, dass Toni sich für ihre Verhältnisse sehr herumschubsen lässt. Sie hat ja immerhin den Organon übernommen, was man ja erstmal schaffen muss, aber sonst traut sie sich nur im besoffenen Zustand, zu den beiden scheinbaren Turteltauben zu gehen.


Toni lässt sich auch im Orginal so manches gefallen. Bedenke, was sie sich alles von Rufus anhören muss, weil er die Nummer null im Widerstand wird - bis sie ihn dann totschlägt, aber das ist eine andere Geschichte.
Aber da akzeptiert sie von Hause aus einige Dinge, die zu ihrem moralischen Kodex zu gehören scheinen. Sie hat Schluss gemacht, Rufus ist frei und da kann sie nicht mehr so viel machen... außer ihrem Frust ab und an mal freien Lauf zu lassen!

Die Frau steckt voller Rätsel. Vielleicht spielt sie diese ganzen Macken nur, weil es Vorteile hat, unterschätzt zu werden.


Dagegen spräche, dass sie nicht einfach aufsteht, sich sagt, dass es das nicht wert ist und nach Deponia 2 einfach abhaut! ^^

Klar, aber für den wissenden Leser ist es ein schöner Moment. :D


Definitiv!

Das ist dir auf jeden Fall gelungen! Wobei deine Kung Fu Szene bestimmt eine gute Parodie abgegeben hätte! :D


Ich muss zugeben, es hat schon was Komisches: der Kleiderschrank, welcher mit seinem Sturz durch gefährliches und lästiges Zeugs ziemlich unzufrieden ist, die Organon, die kaum gegen den Anderen ankommen...
Toni muss auf jeden Fall etwas für die Fitness ihrer Männer machen!

Kapitel 2:
Spoiler: show
Hast auch wieder Recht.Umso schlimmer fand ich es, dass er diese Chance im 3. Teil nicht bekommt.


Nunja...
Spoiler: show
irgendwie hat er die ja doch... ^^


Kapitel 3:
Ja, daran musste ich denken! Hab nur vergessen, es zu erwähnen. Kann es sein, dass sie glaubt, einen Teil von sich erschossen zu haben, als sie Argus getötet hat?


Exaktamente! Genau das sollte es darstellen! :)

Oh, ja. Es geht einfach nicht ohne Toni. ;)


Von ihrer Beliebtheit war ja selbst Poki überrascht! :mrgreen:

Kapitel 4:
Ach so. Ja, ruhig war die Szene auch. Mir blieben aber ihre Träume, Visionen und Gedanken deutlich vor Augen.


Nunja... sagen wir einfach, dass sie in dem Moment einfach keine Lust mehr auf Selbstmordgedanken hatte! ;)

Kapitel 5:
Das kann man golden einrahmen. Hatte der ursprüngliche Argus eigentlich keine solcher Bedenken, als der sich dreimal geklont hat? Er kennt sich schließlich.


Orginal-Argus war ja zum größten Teil ein ordinärer Organon.
Er fühlte sich (in Elysium) einfach nicht mehr komplett und erhoffte sich so, seine Verletzung zu beheben.
Auf seine Art hat er das Gleiche durchgemacht wie Toni: etwas bekommen, was er gar nicht wollte, was er aber erst später wusste!

Kapitel 6:
Sie hat ja schon Erfahrung darin, ihre Liebe loszulassen. Aber ob sie es immer wieder schafft, vor allem wenn sie selbst es war, die ihn getötet hat? Und wenn es immernoch Ebenbilder dieses Jemandes gibt, die sie erinnern? Sie hat es nicht leicht.


Es wird definitiv nicht leicht für sie, aber lass dich einfach überraschen! 8-)

Vielleicht fällt ihm die Trennung gar nicht so leicht, wie es aussieht. Immerhin verfolgt er sie ja schon eine Weile.


Über Wenzel erfährt man in der Tat nicht so viel, jedenfalls nicht über sein Innenleben. Er wird sich aber definitiv hüten, sich noch einmal einfach so verletzen zu lassen... vielleicht erlebt er ja etwas, das ihm die Augen öffnet!?

Es kann auf jeden Fall noch spannend werden. :D


Insbesondere, wenn man bedenkt, dass Goal noch nie lebensmüde war und trotzdem insgesamt mehr als dreimal aus großer Höhe fällt, Deponia Doomsday nicht mitgezählt!

Jippie! Das heißt, dass es bald weitergehen könnte!


Wer weiß, wer weiß... :lol:

Bitteschön! Es hat mir ja selbst Spaß gemacht, mir die Gedanken zu machen!


Das finde ich natürlich gut und wer weiß: vielleicht übernimmst du ja eine Vorreiterfunktion, was das anbelangt...
Man wird doch wohl noch träumen dürfen! :lol:


Gute Nacht
Markus
Ihr sucht nach Deponia-Fanfictions? Vielleicht sind Argus' Aufstieg, die Elysium-Triologie, die Toni-Tribute oder Utopia ja was für euch!?

Liebe Grüße
Markus

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Re: Die Toni-Tribute klatsching Donna

Beitragvon #Goaly » Fr 1. Apr 2016, 15:53

Können einem schon leid tun, dass sie so eine kleine Rolle als Schachfiguren bekommen...

Ja, aber in der Geschichte geht es eben um etwas anderes. Sie hatten ja ihren Platz. Toni ist eigentlich auch nur eine Schachfigur, die man hin- und herschubsen kann, wie es einem passt.

Da will ich jetzt aber nicht zu sehr spoilern, sie wird Cletus auf jeden Fall noch etwas ärgern!

Ich freu mich drauf! :D

Dagegen spräche, dass sie nicht einfach aufsteht, sich sagt, dass es das nicht wert ist und nach Deponia 2 einfach abhaut!

Wieso? Sie hat ein Gratis-Ticket nach Elysium! Aber natürlich hätte eine Donna, die sprechen kann, Cletus davon überzeugen können, dass er Goal nicht braucht. ;)

Ich muss zugeben, es hat schon was Komisches

Ja, das fand ich auch! Wie der Schrank den Abhang hinunterollt, und der Typ, der ungewollt zu Boden geht... :roll: Bei Deponia muss das einfach so sein, finde ich.


Es wird definitiv nicht leicht für sie, aber lass dich einfach überraschen!

Gerne! So wie das klingt, hast du dir schon ausreichend Gedanken zum 3. Teil gemacht, oder?

vielleicht erlebt er ja etwas, das ihm die Augen öffnet!?

Wer weiß, wer weiß...Ich glaube, du weißt es! :D


Insbesondere, wenn man bedenkt, dass Goal noch nie lebensmüde war und trotzdem insgesamt mehr als dreimal aus großer Höhe fällt, Deponia Doomsday nicht mitgezählt!

Jep, Fallen ist definitiv ein Hauptbestandteil in Deponia. Der zweite Hauptbestandteil ist wohl furchtbares Essen. :lol:

Das finde ich natürlich gut und wer weiß: vielleicht übernimmst du ja eine Vorreiterfunktion, was das anbelangt...

Was genau meinst du damit? Ich bin gerade doof. :?
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Re: Die Toni-Tribute klatsching Donna

Beitragvon Emares » Fr 1. Apr 2016, 20:19

Ja, aber in der Geschichte geht es eben um etwas anderes. Sie hatten ja ihren Platz. Toni ist eigentlich auch nur eine Schachfigur, die man hin- und herschubsen kann, wie es einem passt.


Ja und nein: der Organon basiert auf den Prototypen, sie sind wenig individuell (wobei es auch in kanonischer Hinsicht Ausnahmen geben soll), aber ihren "Vätern" eben in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich.
Man denke an den Dialog, in dem zwei Organon sich falsch herum stellen "So rum. Höhöhö", einfach genial!

Und Toni ist definitiv keine Schachfigur! Sie wird zwar gesandt, um Elysium zu vertreten, aber sie zieht das eigenmächtig durch.
Ich glaube, die Ältesten wären gar nicht in der Lage, sie wie eine Schachfigur herumzuschubsen, die geben nur ihren Wilhelm unter die Verträge, die Toni besorgen kann.
Ihre Beziehung zu ihrem Organon ist ja auch recht innig, da habe ich mich an ihren Delfinbabys orientiert.

Ich freu mich drauf!


Das freut mich - oh, damit müssen wir aufpassen! ^^

Ja, das fand ich auch! Wie der Schrank den Abhang hinunterollt, und der Typ, der ungewollt zu Boden geht... :roll: Bei Deponia muss das einfach so sein, finde ich.


Wie schön, dann habe ich die Stimmung, trotz meines Realismushanges, doch recht gut eingefangen.
Ich glaube, ursprünglich war es ein umgedrehter Indiana: ich brauchte einen Grund, warum die Organon die Wache nicht einfach erschießen.
Ihr Gegenüber tötet Toni nicht, weil sie gefangenwerden soll, aber die Organon haben eigentlich keinen Grund, nicht gleich zur Waffe zu greifen - ein so blutiges Gemetzel wollte ich jedoch weder der armen Toni, noch dem Leser zumuten.
Sie hat schon genug Dinge, die sie nachts im Traum verfolgen!

Gerne! So wie das klingt, hast du dir schon ausreichend Gedanken zum 3. Teil gemacht, oder?


Ich darf wohl verraten, dass deine Überlegungen mir geholfen haben, so manches abzurunden! :mrgreen:

Wer weiß, wer weiß...Ich glaube, du weißt es!


Natürlich nur mein Zukunfts-Ich! :lol:

Jep, Fallen ist definitiv ein Hauptbestandteil in Deponia. Der zweite Hauptbestandteil ist wohl furchtbares Essen.


Nicht zu vergessen: unverantwortliches Verhalten, kreative, aber unlogische Lösungswege, unidirektionale Liebe, und Hussas! :D

Was genau meinst du damit? Ich bin gerade doof.


Rezensionen, Bewertungen, Ideen und Kommentare hinterlassen! ;)


Soweit gute Nacht
Markus
Ihr sucht nach Deponia-Fanfictions? Vielleicht sind Argus' Aufstieg, die Elysium-Triologie, die Toni-Tribute oder Utopia ja was für euch!?

Liebe Grüße
Markus

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#Goaly
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Re: Die Toni-Tribute klatsching Donna

Beitragvon #Goaly » Sa 2. Apr 2016, 09:57

Und Toni ist definitiv keine Schachfigur! Sie wird zwar gesandt, um Elysium zu vertreten, aber sie zieht das eigenmächtig durch.

Ich meinte es eher so, dass sie deine Schachfigur ist. ;) Manchen gönnst du mehr Platz, andere tauchen nur mal kurz auf, aber alle sitzen im selben Boot.

Das freut mich - oh, damit müssen wir aufpassen!

Habe ich es richtig verstanden, dass bei meiner Geschichte die multidimensionale Freudenorgie weitergehen kann? :D


Ich glaube, ursprünglich war es ein umgedrehter Indiana: ich brauchte einen Grund, warum die Organon die Wache nicht einfach erschießen.

Gut gelöst! Sonst hätte das eine gewaltige Schießerei gegeben. :o

Sie hat schon genug Dinge, die sie nachts im Traum verfolgen!

Ja, Gnus zum Beispiel! :lol:


Ich darf wohl verraten, dass deine Überlegungen mir geholfen haben, so manches abzurunden!

Ich kann also auch Brauchbares absondern. :mrgreen: Es freut mich, dass ich dir ein bisschen helfen konnte. Ich bin schon gespannt darauf, wie du diese gewissermaßen beschissene Situation weiterentwickelst.


Nicht zu vergessen: unverantwortliches Verhalten, kreative, aber unlogische Lösungswege, unidirektionale Liebe, und Hussas!

Wobei sich die Hussas im 4. Teil etwas rar machen.
Sogar Zeitreisen haben schon im 2. und 3. Teil eine Rolle gespielt. Eigentlich musste der 4. Teil einfach kommen! Es ist, als wäre er schon von Anfang an angedeutet gewesen.


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Hey, bin ich das nicht schon? :lol:
Auf den Untergang Elysiums!


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