Leider wohl doch Steam

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Kara Healy
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Re: Leider wohl doch Steam

Beitragvon Kara Healy » Fr 11. Mai 2012, 07:32

Kara Healy hat geschrieben:Ab wann wird man denn das Spiel selbst bei Steam vorbestellen können?


Wisst ihr da schon was?

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humaldo
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Re: Leider wohl doch Steam

Beitragvon humaldo » Mo 25. Jun 2012, 08:54

Servus allerseits!

Ich muss mich zum Thema auch mal melden, auch wenn's vielleicht ein wenig Off-Topic sein könnte. Aber ich wollte dazu keinen eigenen Thread anfangen, und denke es passt thematisch hier ganz gut rein. Ach ja, und sorry schomal für den langen Text. Heute beginnt mein Urlaub und ich hab einfach gerade die Zeit und Entspanntheit, ein wenig frei von der Leber weg zu plaudern ;)

Ich bin Anfang 30, mit klassischen Konsolen, Handhelds und ein wenig Atari (Lucas Arts Adventures!!) aufgewachsen, habe ab und zu am PC gespielt, mir waren aber die Konsolen wegen ihrer Einfachheit immer lieber. Für mich ist ein PC ein Arbeitsgerät, mit dem ich mich schon oft und lange genug herumärgern musste, um ihn überhaupt am Laufen zu halten (Stichwort Windows 98). Mich um die richtigen, zeitgemäßen Haredwareanforderungen zu kümmern, RAM nachzurüsten, neue Grakas kaufen, Emulatoren betreiben etc. etc. war mir immer unangenehm. Ich hab's zwar eine Weile gemacht, aber mir war's immer lieber, wenn ich das Spiel in eine Konsole einlege und es funktioniert, mit so gut wie keinen Abstürzen und technischen Problemen. Dazu noch gemütlich auf einer Couch sitzen/liegen können, die Freundin liegt dabei zuschauend oder rastend auf meinem Schoß, vor uns steht eine Tüte Popcorn, und das Zocken ist perfekt. Dafür nehme ich auch gern grafische Abstriche (Stichwort moderner Super-PC VS veraltete Konsolentechnik) und die etwas höheren Spielepreise von Konsolentitel in Kauf. Ich habe nichts gegen PC Spiele und Leute die das lieben, aber es ist halt nicht meine Ecke.

Ich würde mich auch nicht unbedingt als Sammler bezeichnen. Ich kaufe schon gern physische Dinge, die ich anfassen und ins Regal stellen kann. Aber eine riesige Sammlung von etwas zu haben, die womöglich auch den nächsten Atomkrieg überdauert, war mir nie so wichtig. Über die Jahre haben sich halt nur die besonderen Perlen mit persönlicher Bedeutung in meiner kleinen Sammlung erhalten. Eine kleine, aber feine Auswahl sozusagen.

Aber das war nicht immer so. Als leichtsinniger Jugendlicher mit chronisch viel zu wenig Geld habe ich irgendwann mal viele meiner Spiele und Konsolen verkauft - und es dann Jahre später furchtbar bereut. Das war so Anfang-Mitte der 2000er Jahre, YouTube (zum Tilgen der Nostalgie durchs Anschauen von Game Videos) war noch nicht da bzw kaum etabliert und Game Downloads noch ein Ding der Zukunft. Meinen Drang, die alten Klassiker wieder zu erleben konnte ich also nicht mit einer schnellen Runde "Let's Play Super Metroid" befriedigen oder mir den Titel meiner Sehnsucht schnell, gegen wenig Geld runterladen.

Da stieß ich auf das Thema "Emulator". Himmlisch! Ich besorgte mir die ganzen alten Konsolentitel als ROM Files, holte mir ein 0815 PC Gamepad und machte mich ans Zocken der alten Titel. Doch irgendwie war ich nicht glücklich damit. Es fühlte sich nicht echt an. Vielleicht war's das Sitzen vorm PC? Vielleicht das schlechte Gewissen, den Titlel mehr oder weniger gestohlen zu haben? Ich schloss den PC auch an meinen TV an und spielte auf der Couch. Nein, das war einfach nicht "echt".

Also begann ich, mir die Originale auf Ebay zu kaufen. Ich weiß nicht wie viel Geld ich da verpulvert habe, aber ich besorgte mir all die Perlen aus meiner Jugend im Original. Erneut. Und endlich fühlte es sich wieder echt an. Das Geld war's mir wert.

Gleichzeitig war ich aber auch sehr traurig, dass die genialen Spiele der 80iger und 90iger damals einem Großteil der Zocker verschlossen blieben. Retro Konsolen und Module nachkaufen ist halt doch etwas für Liebhaber wie mich, und Liebhaber sind immer nur ein kleiner Teil der zockenden demografischen Masse. Wobei doch so gut wie alle jemals gedrehten Filme jederzeit kaufbar, downloadbar oder ausborgbar sind! Aber lediglich 15 Jahre alten Spiele waren einfach nicht verfügbar. Ich fand es auch sehr schade, dass die genialen 2D Welten der Vergangenheit "gestorben" sind, nur weil nun alles 3D sein musste. Wie wenn es nicht eine Berechtigung für beide Stile gäbe.

Dann kam die 2006 die Wii. Als Nintendo Fan von frühester Kindheit an wurde sie am Release Tag gekauft, und mein erster Weg führte mich in den "Wii Shopping Kanal": Auf der Wii konnte man nämlich zum ersten Mal offiziell die klassischen NES und SNES Titel in ihrer 100%igen Originalform kaufen und Downloaden. Und dann geschah das Seltsame: Obwohl ich viele der SNES Spiele physisch in Modulform neben der Wii stehen hatte, kaufte ich mir einige davon nochmal über die "Virtual Console" der Konsole. Völlig dumm, ich weiß. Aber ich fand es einfach super, alle Spiele auf einem Gerät zu haben, und das noch offiziell und ohne schlechtem Gewissen! Vor allem liebte ich den Gedanken, dass nun dank der Wii Millionen jüngerer Spieler wieder die Möglichkeit hatten, die "guten alten" Spiele zu zocken. Meine Sorge der vorigen Jahre, dass die alten Perlen der Vergangenheit einem Massenpublikum verschlossen bleiben, gehörte nun selbst endlich der Vergangenheit an.

Und mit diesem Zeitpunkt begann still und heimlich auch ein Umdenken in mir, ohne dass ich es erst bemerkte. Plötzlich war mir das physische Modul, dass im Regal steht, nicht mehr so wichtig. Wichtig war mir, das Spiel überhaupt zocken zu können! Dabei machte ich auch eine weitere Entdeckung: Ich spielte die alten Spiele kaum. Ich besaß sie zwar, aber insgesamt wurden sie seither nicht öfters als jeweils 2 bis 3 mal eingelegt. Und wenn, dann lagen oft Jahre dazwischen. Die ganzen Spiel Module, die ich mir in den Jahren zuvor gekauft hatte, verloren plötzlich irgendwie an Wert. Mir war nicht mehr wichtig, dass ich sie besaß, sondern dass ich die jewiligen Spiele überhaupt spielen konnte, wenn ich dazu Lust hatte.

Dieses Umdenken begann gleichzeitig und unbewusst mit dem Aufkommen weiterer Download Portale. Xbox Live Arcade, Play wieStation Network,dem App Store oder eben ... Steam.

Da ich kaum am PC spielte, hatte ich lange keinen Steam Account. Irgendwann erfuhr ich von der angeblich so genialen Point N Click Reihe "Ben there, dan that!" und "Time, gentlemen, please!", die auf Steam und direkt über den Hersteller verfügbar waren. Meine Wahl fiel auf Steam. Mal ausprobieren wie das so ist. Account erstellt, Spiele gekauft. Und dank Steam machte es mir plötzlich wieder Spaß, am PC zu spielen. Dank Steam musste ich mich nicht mehr mit Installationen und Patches herumärgern, ich musste mir keine Gedanken mehr machen ob ein Spiel überhaupt auf meinem Betriebssytem (damals Windows XP) läuft, ich musste mich nicht um Emulatoren umschauen. Ich musste einfach Steam starten, auf das Spiel klicken und es spielen. Immer automatisch gepatcht und eventuell sogar automatisch mit neuem Bonus-Content versorgt. Und die Angebote sind auch verdammt günstig. Lieber mir einen Titel um 8,- Euro auf Steam laden, als 8,- Euro plus 7,- Euro Versand (bin Österreicher) zu zahlen, und Zeit mit Ebay, Amazon, Emailverkehr und Lieferzeiten zu vergeuden. Zugegeben: Es gibt eine Toleranzgrenze, die etwa bei 25,- Euro liegt. Wenn ein Titel mehr kostet, ist mir ein physischer Kauf doch lieber. Ich bin halt doch noch irgendwie ein Kind der 80er :)

Insgesamt hat sich mein Kauf- und Zockverhalten in den letzten 6 Jahren stark geändert. Ich habe kein Problem mehr damit, ein gutes Spiel rein als digitalen Download zu kaufen. "Große" Spiele kauf ich mir aber totzdem gerne noch als physischen Datenträger.

Und nun zu den Nachteilen digitaler Downloads: Das einzige Bedenken das ich habe, betrifft die Unsicherheit vor der Zukunft. Das "Ich kann meine Spiele nicht mehr verkaufen" Argument ist mir ziemlich egal. Für den Spottpreis, den man für gebrauchte Spiele erhält (Stichwort: Gamestop), behalte ich es lieber. Aber was passiert wenn Steam eingeht? Was passiert, wenn die nächste Generation der Konsolen die Käufe und Downloads der vorigen Generation nicht mehr unterstützt? Und mir dann meine alte Wii in ein Säurebecken fällt und alle Downloads unwiederbringlich verloren sind (Anmerkung: Die Wii Einkäufe sind nicht an ein Online Konto, sondern anonym an die Konsole gebunden).

Und wisst ihr was? Es ist mir nicht mehr wichtig. Mein damaliger Großeinkauf an alten Konsolen und Spielen hat mir nur gelernt, dass ich diese zwar dann in meiner Wohnung herumstehen habe, aber ich sie in den letzten 8 Jahren so gut wie NIE gespielt habe. Klar, es ist schön die Spiele in ihrer physischen Form anzuschauen und zu berühren, aber letztendlich ist es mir das Spielen - oder sogar bloß die wohlige Erinnerung ans Spielen, am Wichtigsten. Und da ist mit das Medium und die Plattform eigentlich egal. Kar, bei meinen Modulen bin ich mir sicher, dass ich sie auch in 10 Jahren noch spielen werden kann. Bei den Downloads sind eigentlich nur die nächsten 2-5 Jahre relativ sicher. Und hat nicht Steam verkündet, dass bei einem eventuellen Auflösen der Firma und des Dienstes, alle DRM Maßnahmen abgeschaltet werden? Ok, das kann man glauben oder nicht. Zeigen wird's eh nur die Zukunft.

Und auch wenn Steam, Sony, Microsoft und Nintendo irgendwann in den nächsten Jahren pleite gehen würden, ich glaube kaum, dass damit auch die Spiele auf einmal verschollen sein werden. Es wird eine neue Plattform geben, die bestenfalls die alten Kontos übernimmt. Und schlechtestenfalls muss ich mir das Spiel in 10 Jahren noch einmal kaufen. Aber ehrlich gesagt - Ich habe kein Problem damit, dann nochmal 10,- Euro dafür auszugeben. Diese 10,- Euro sind für mich eher der Preis einer Eintrittskarte zu einem Spielerlebnis, als der Gegenwert einer Ware, die ich ich dafür bekomme.

Es ist inzwischen ähnlich wie bei Filmen: Ich kaufe selten DVDs, weil ich mir Filme nicht öfters als einmal alle 2 Jahre anschaue. Wozu die DVD im Schrank stehen haben? Wenn ich ihn sehen will, hole ich ihn mir aus der Videothek. Oder ich borge ihn mir digital aus (Wobei sich da ehrlich gesagt noch was mit den Preisen tun muss). Wozu zuhause eine riesige Bibliothek bzw ein Archiv an Dingen anlegen, die ich eh nur einmal alle heiligen Zeiten konsumiere? Doch lieber das Archivieren und Pflegen jemand andern überlassen, und diesen dann eine kleine Gebühr dafür bezahlen, wenn ich mir das jeweilige Medium ausborge.

Auch habe ich früher, vor dem Internet, viele viele viele CDs gekauft. Sie waren mir zwar immer zu teuer, aber was solls, ich hatte keine Wahl. Natürlich hatte ich dann später auch Napster und Co benutzt, wenn auch mit schlechtem Gewissen. Aber MP3s (sofern sie gute Quailtät haben) sind einfach so unendlich praktischer als die Silberscheiben. Ok, ich verstehe den Reiz des Rituals, eine CD aus dem Schrank zu nehmen, in den CD Player einzulegen, auf Play zu drücken und die Kunst zu genießen. Aber in den meisten Fällen will ich doch nur eins: Jetzt die Musik hören, die ich gerne hören will, die zur jeweiligen Stimmung passt. Das Medium daür ist mir eigentlich egal. Von meinen hunderten CDs habe ich noch alle im Schrank. Aber seit Jahren nicht mehr angefasst. Was bringt mir also mein angehäufter "Musik Besitz", wenn er im Kasten verstaubt und irgendwann mal unbrauchbar wird, weil die CDs kaputt werden?

Und, vielleicht errät ihr es schon, dann kam Spotify. Ein Dienst, der mir erlaubt, gegen eine geringe monatliche Gebühr, genau die Musik die ich gerade hören will, mir übers Internet zu streamen. Jederzeit und nahezu überall. Ich war sofort dabei und liebe es bisher (mal abgesehen, dass das Angebot noch nicht alles umfasst, das ich gerne hören möchte). Wenn ich Lust habe, mein Lieblingsalbum zu hören, dann höre ich es eh maximal 2, 3 mal in Folge und dann wieder Wochen oder Monate lang nicht mehr. Muss ich dafür echt den Datenträger dazu besitzen? Oder reicht es nicht auch, die Verwaltung, Tantienemverrechnung und Bereitstellung einem Dienst zu überlassen (in diesem Fall Spotify), und als Kostenentschädigung für diesen Service eine monatliche Gebühr zu zahlen?

Und ich denke, die neue Generation, die gerade heranwächst, sieht es ähnlich. Um wieder auf Spiele zu kommen: Ich bin viel in sogenannten Sozialen Medien unterwegs und kenne dort viele junge Leute, die in einer Zeit aufgewachsen sind, als das materielle "Besitzen" von Medien bereits viel weniger Wert hatte, als früher. Und viele dieser jungen Leute verstehen einfach nicht, warum man sich physische Dinge kaufen und ins Regal stellen soll. Wieso soll ich etwas sammeln? Ich will doch letztendlich den Inhalt genießen, benutzen, konsumieren! Wieso brauche ich hunderte Schachteln von Spielen, Filmen und Musik bei mir im Regal, wenn ich all das alles eh jederzeit auf Abruf konsumieren kann?

Und ich frage mich - Macht es einen Unterschied? Für mich persönlich habe ich entschieden, dass es durchaus einen Unterschied zwischen dem scheinbaren Besitzen und dem alleinigen Nutzen auf Abruf gibt, die Grenzen aber schwinden. Vor mir stehen zB gerade ein paar Bücher, die ich gemeinsam mit der eReader Version gekauft habe und die ich auf dem iPad gelesen habe. Die Papierbücher habe ich jedoch nie angerührt. Obwohl ich eine ganz ordentliche, richtige Bibliothek habe und Bücher aus Papier sehr liebe. Hmm.

...

So, ich denke es ist höchste Zeit zu einem Ende zu kommen. Sorry für's elendslange Geschwafel :)

Falls Ihr nun eine Grundaussage, eine "Moral von der Geschicht", eine Metapher oder eine Empfehlung in meinem Beitrag sucht: Das lag nicht in meiner Absicht. Ich wollte damit niemanden belehren oder überzeugen oder sonstwas. Ein Anfang 30iger, der damals noch ohne Internet, Sateliten TV und Handy aufgewachsen ist, und nun in einer völlig anderen, modernen Welt lebt, verspürte einfach nur den Drang, seine Erfahrungen, Gedanken und Ansichten mit der Welt zu teilen :-)

Vielen Dank für's Lesen!

lg
Christian
aka humaldo

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kamikaze
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Re: Leider wohl doch Steam

Beitragvon kamikaze » Sa 7. Jul 2012, 21:36

Ich habe das Konto nur angelegt um das zu Schreiben.

Ich kann verstehen, dass Steam als Handelsplattform attraktiv ist.

Ich sehe aber keinen technischen Grund dafür die nicht per Steam gehandelte Version bei Steam freischalten zu lassen. Das ist für mich ein gravierender technischer Mangel. So etwas kommt mir nichts ins Haus. Ich habe genau einen Steam Titel und das ging mir furchtbar auf die Nerven. Ich habe Steam wieder von meinem Rechner gelöscht und verzichte auf das Spiel.

Daedalic war ein Realität gewordener Traum. Adventures für die erwachsen gewordene Generation Adventure. Damit ist es für mich jetzt aus. Ich habe bisher jedes Daedalic Spiel gekauft. Satinavas Ketten beendet nach einer Menge Vorfreude die Serie.

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Kara Healy
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Re: Leider wohl doch Steam

Beitragvon Kara Healy » Mo 9. Jul 2012, 09:06

Selbst Schuld, was dir da entgeht ;)

@humaldo: Ich habe dein Posting sehr gerne gelesen und kann sehr mit dir mitfühlen :)

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Re: Leider wohl doch Steam

Beitragvon humaldo » Fr 13. Jul 2012, 05:53

@Kara: Freut mich sehr :) Ich bin als Kind der 80iger halt auch immer hin und hergerissen zwischen traditionellem Kartons/Plastik liebhaben, und moderner, praktische Downloadmedien. Hoffe ich konnte mit meinem Post ein wenig Einblick in die Entwicklung meiner Horizonterweiterung geben :)

übrigens, Steam sind nicht so schlecht wie es Euch scheint, denke ich. Da sitzen halt nur 12 Leute, die für ALLE (!) Spiele, Neuererscheinungen, das Prüfen solcher und dem Update/Patch-Prozess zuständig sind. Und da tut sich demnächst ganz schön was! Vielleicht sogar Branche-veränderndes:

http://www.4players.de/4players.php/spi ... 3/2107062/
ausführlicher hier: http://www.pcgamer.com/2012/07/12/how-s ... -its-role/

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kleinerpreis
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Re: Leider wohl doch Steam

Beitragvon kleinerpreis » Mo 19. Nov 2012, 20:31

Hallo

Ich möchte euch meine Erfahrung mit Steam weitergeben.
Ich habe das Spiel Online bei Amazon GEBRAUCHT gekauft,ohne das mit Steam zu wissen.
Natürlich ging dieser Code nicht noch einmal und ich konnte das Spiel nur noch zurückschicken weil
hatte zwar mit Steam Kontakt,aber die erklärten knallhart das es keinen Ersatzcode geben wird,obwohl ich Packung,CD und Kaufbeleg hatte.
Habe alles hingeschickt per Mail,aber angeblich sei das nie angekommen....alles in allem sehr Kompliziert diese Sache und auch die Kommunikation mit nochmal extra Support anmelden usw...
Ich verkaufe meine Spiele auch oft wieder,was mit Steam ja dann nicht mehr gehen wird....finde ich schon etwas frech.
Ich war aber ein braver Mensch und habe mir das Spiel NEU gekauft.
Der Code ging diesmal.
Das Spiel war im großen und ganzen doch sehr schön gemacht.Aber ich würde so einen Kopierschutz wie zb bei Harveys neue Augen eher vorziehen und ich kann das Spiel auch weiter verkaufen.
Fand das Spiel Harveys neue Augen auch echt genial!!!!

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Adarion
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Re: Leider wohl doch Steam

Beitragvon Adarion » Fr 23. Nov 2012, 20:40

kleinerpreis hat geschrieben:Ich möchte euch meine Erfahrung mit Steam weitergeben.[ ...]


Du sollst es ja auch nicht weitervarkaufen. Und es auch nicht günstig gebraucht erwerben.
Du sollst es zum vollen Preis mieten.
Eines Tages ist irgendwo irgendwas kaputt und der Hersteller oder die Vertriebsplattform haben keine Lust mehr den Aktivierungsserver weiterlaufen zu lassen. Und dann geht eben nix mehr. Man kauft das Spiel im Laden und denkt so lange das Medium hält bzw. man es rechtzeitig kopiert hat kann man es auch installieren. Heute eben nicht mehr, dank Onlineaktivierung.
Meine alten Spiele kann ich alle noch zocken. Gut, ich brauche DOSBOX dafür oder muß einen echt betagten Rechner anwerfen, aber es geht.

Auch wenn Steam jetzt auf Linux kommt finde ich es immer noch nicht ratsam da Software drüber zu lizenzieren.

ABER: Ich habe das Spiel eben auf gog entdeckt. Das bedeutet kein digitales Restriktionsmanegement (DRM). Ich bin nahezu entzückt! Fehlt vermutlich der deutsche Ton (das Original wäre sicher interessant zu hören gewesen) aber was soll's.

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MarkoH01
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Re: Leider wohl doch Steam

Beitragvon MarkoH01 » Sa 1. Dez 2012, 14:43

Die Schlüssel und Accountdaten bei Steam werden regelmässig geknackt. Ich hatte mir ein Spiel NEU und OVP gekauft und der code ging schon nicht mehr. Ich habe dann knapp 2 Wochen den Torfnasen und sturen Bolzen bei Steam versucht, beizubringen, daß ich das Produkt NEU(!!) gekauft habe und daß sie eigentlich nur den Dieb durch ihre Sturheit belohnen, der mit dem Key weiter spielt. Offenbar ist Logik aber noch nicht über den grossen Teich geschwommen. Am Ende musste ich das Produkt dem Händler zurückschicken, der mir dann widerwillig das Geld zurückgegeben hat. Wenige Wochen später wurd emein gesamter account gehackt und erneut hat es eine Woche gedauert, den Leutchen meinerseits zu BEWEISEN, daß ich der RECHTMÄSSIGE Inhaber des accounts bin. Mittlerweile hatte der Dieb natürlich etliches auf meinem account angerichtet, inklusive der Einrichtung eines Comunity Accounts (den man übvrigens nie wieder gelöscht bekommt....Antwort von Steam auf diese Frage "Wir können ihnen nicht helfen". Ersetzt man das "können" durch das "wollen", passt es wohl wieder.

Fazit: Es gibt eigentlich NICHTS positives über diesen Größenwahnsinnigen Anbieter meinerseits zu vermelden - dummerweise hat er aber für etliche Spiele nun einmal eine Monopolstellung und der Kunde ist hier am Ende nicht mal ansatweise Kunde....eher Bettler....aber aucxh das ist noch zu hoch benannt.

Allerdings liebe ich die Adventures von Daedalic und nichts würde ich ihnen weniger gönnen, als pleite zu gehen. Eine Dauerlösung sollte der Steam Vertrieb imo aber nicht sein.


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