Elysium (Oder: meine eigene kleine Realitätsverweigerung)

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#Goaly
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Re: Elysium (Oder: meine eigene kleine Realitätsverweigerung

Beitragvon #Goaly » Sa 24. Jan 2015, 22:03

Hallöchen!
Ich komme nach ca. einem Jahr mal wieder auf Deponia zurück. Wenn ich mich wieder so richtig in das Ende hineinsteigere werde ich wieder traurig. :cry: Da brauche ich mal ein "Happy End" als Trost. :roll:
Die Idee mit den Zeitsprüngen ist ja nicht ganz klischeefrei, aber gut umgesetzt. Ich mag, wie sich Goal mit der Zeit verändert und resigniert, weil sie ihren Traum aufgeben muss. Das erinnert mich an "The Butterfly Effect", falls du den Film kennst.
Die Explosion am Anfang war ein bisschen abrupt - plötzlich waren alle tot - (ok, nicht alle), aber das macht es ja nicht unrealistisch. Shit happens, ne? :mrgreen:
Eins habe ich nicht ganz verstanden: Hat Goal bewirkt, dass Rufus sie nie wiedersieht oder war alles von Anfang an nur ein Traum und hat Rufus Goals Erlebnisse geträumt?
Dieses Ende ist auch etwas traurig, aber bringt zumindest den Kompromiss, dass Goal und Rufus nie zusammenkommen, aber Rufus nicht sterben muss. Aber demnächst wird der Organon wohl wieder Besuch kriegen, wenn Rufus seine Experimente weitermacht. :lol: Oder hat er Elysium aufgegeben?
Respekt, dass du die Geduld hattest, die Geschichte aufzuschreiben. :D Meine Gedanken von letztem Jahr haben es nicht über ein paar Kritzeleien hinausgeschafft. Hut ab!
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Emares
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Re: Elysium (Oder: meine eigene kleine Realitätsverweigerung

Beitragvon Emares » Mo 26. Jan 2015, 21:51

Ich grüße dich, #Goaly,
und danke, dass du mir hier so ausführliches Feedback gibst! :)

Wie erwähnt, kann ich dein Bedürfnis nach einem Happy-End kann ich vollends nachvollziehen -
sonst hätte ich die Geschichte ja gar nicht erst geschrieben und es ist schon interessant,
wie lange einen das Spiel bannen konnte!

(Kleine Vorwarnung: es wird hier nicht völlig kanonisch ablaufen, ich kann bei meiner Fanfiction nur von meinen eigenen Intentionen schreiben!)

Natürlich ist die Idee mit den Zeitsprüngen mehr klassisch als kreativ,
kam ja schon in etlichen Filmen und Serien aus der Zukunft, oder mit Rittern, jenachdem -
und es gab auch einen Rufus, der mit einem Rufus aus der Zukunft sprach; und dann mit einem Rufus aus der Vergangenheit. :lol:
Ich glaube, Butterfly-Effekt habe ich von gehört, aber nicht gesehen,
dennoch freut es mich, dass dir die Geschichte, insbesondere die Persönlichkeitsentwicklung gefällt!

Die Explosion am Anfang ist natürlich sehr unerwartet,
ein spontaner Schlag in das Gesicht des Lesers, der die Figuren natürlich mag,
wenn ich es rückblickend betrachte, könnte das eine Reaktion auf das plötzliche Ende der Triologie sein.
Oder ich wollte es einfach nur knallen lassen,
da ich die Geschichte vor einiger Zeit und definitiv nicht am Stück geschrieben habe,
fällt es schwer, das zu sagen... :lol:
Vielleicht ist es auch einfach nur etwas zu realistisch gehalten,
was hat z.B. Rufus alles durchgemacht, der Hohe Sturz auf den Nadelhaufen z.B.,
aber auch schon sein Flug auf den Organon Kreuzer am Anfang hätte in der Realität solche Verletzungen bedeutet,
dass Rufus zweifelsohne einen Arzt und eine sehr lange Genesung gebraucht hätte,
wenn er nicht gar verblutet wäre! ;)

Eins habe ich nicht ganz verstanden: Hat Goal bewirkt, dass Rufus sie nie wiedersieht oder war alles von Anfang an nur ein Traum und hat Rufus Goals Erlebnisse geträumt?


Das ist eine Gute Frage!
Als Spieler sieht man ja nur eine Außenansicht,
so wie auch bei Serien und Filmen sieht man selten mit den Augen der Protagonisten.
Das letztliche Ende spult ja zurück auf Anfang,
wonach die weiteren Erlebnisse nur ein Traum und in meiner Fiktion wohlgemerkt, das Nachfolgende nicht wirklich kanonisch ist.
Theoretisch könnte man, das habe ich ja auch geschrieben, das Ende so abschneiden, dass es einem gefällt:
Goal zerstört den Planeten, bekommt aber den gefallenen Rufus (aus unerfindlichen Gründen),
Rufus hat alles nur geträumt, kriegt Goal nicht, hat aber eine gute Persönlichkeitsentwicklung durchgemacht, neue Freunde gefunden und etwas gelernt,
Donna springt in den Schredder und die Schnabeltiere klonen den alten Hermes,
oder man schreibt ein eigenes Ende.
Es ist in etwa so wie auch bei Filmen, wo die Fans einige Fortsetzungen einfach ignorieren,
es ist dann zwar passiert, aber nicht real und man kann sich die Welt selbst gestalten.

Um aber wieder den Roten Faden zu finden:
nachdem Rufus in den Nadelhaufen gefallen ist, träumt er ja hierbei nur,
im Traum akzeptiert man eher eine Vogelperspektive oder andere Begebenheiten.
Er könnte also geträumt haben, sein Abenteuer und Goals Alterung als Zuschauer zu sehen,
oder aber er kennt nur das, was er selbst gesehen hat und musste sich den Rest zusammenreimen!

Dieses Ende ist auch etwas traurig, aber bringt zumindest den Kompromiss, dass Goal und Rufus nie zusammenkommen, aber Rufus nicht sterben muss. Aber demnächst wird der Organon wohl wieder Besuch kriegen, wenn Rufus seine Experimente weitermacht. Oder hat er Elysium aufgegeben?


Jain, Rufus hat ja am Ende von Deponia1 eine Persönlichkeitsentwicklung durchgemacht und ist eigentlich ein echter Held und kein Maulheld geworden,
er hat sich für ein Großes Ganzes geopfert und nicht allein für seine Liebe bzw. seinen Egoismus gehandelt.
Wenn er tatsächlich so ist, wird er Elysium als eigentliches Ziel vergessen haben, er wird eher versuchen, Gutes zu tun;
vielleicht sich mal bei Toni und Wenzel entschuldigen,
vielleicht den Organon bekämpfen, aber eben keinen einfach so in den Tod schicken und erst recht keine Kinder an eine Hexe verkaufen wollen.
Vielleicht versucht er dann irgendwann später nach Elysium zu kommen,
aber eben nicht ohne Plan und ohne Rücksicht auf Verluste.
Es ist recht schwer vorherzusagen, was in einem solchen Charakter nun wirklich vor sich geht,
denn wir müssen uns eingestehen, dass wir von Rufus in dieser Hinsicht nur wissen,
dass er eben kein völliges Schwein ist und auch ein Gewissen hat,
sonst wäre er bereits im ersten Teil nach Elysium gekommen und Deponia wäre gesprengt worden.
Welches Potential darüber hinaus in ihm steckt, wird nur durch seinen scheinbaren Opfertod im Finale klar,
er gibt seine Träume und Hoffnungen auf und lässt los - auch wenn ich ihn da nicht tod wähne, verändert ist er schon.
Aber vielleicht:

Respekt, dass du die Geduld hattest, die Geschichte aufzuschreiben. Meine Gedanken von letztem Jahr haben es nicht über ein paar Kritzeleien hinausgeschafft. Hut ab!


Vielen Dank für die Lobenden Worte,
ich freue mich natürlich über jedes positive Feedback!

Ich habe die Geschichte tatsächlich zunächst als Skript verfasst,
mir wurde dann aber gesagt, dass sie zu sehr einem Drehbuch ähnelt
und ich habe sie mehr ausgeschmückt.
Also quasi wie die alten Griechen erst das Skelett geformt
und dann das Fleisch hinzugegossen.
Das kannst du auch, vielleicht schriebst du ja eine Fortsetzung zu meiner Geschichte! 8-)

Darf man denn fragen, was deine persönlichen Ideen waren?
Ihr sucht nach Deponia-Fanfictions? Vielleicht sind Argus' Aufstieg, die Elysium-Triologie, die Toni-Tribute oder Utopia ja was für euch!?

Liebe Grüße
Markus

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Re: Elysium (Oder: meine eigene kleine Realitätsverweigerung

Beitragvon #Goaly » Di 27. Jan 2015, 12:01

Ich freue mich, dass dir mein Review gefallen hat. :D
Meine Ideen bildeten eher nur kleine Kurzgeschichten von verschiedenen Situationen. Ich habe die Szene mit den Rotorblättern im Kopf immer wieder durchgespielt, bis ich eine Idee hatte, wie sich Rufus doch noch "verraten" könnte. Die Versuche von Rufus sind teilweise sehr blödsinnig, solange, bis es plötzlich klappt. :lol: Tja, ich konnte halt nach dem Ende nicht mehr einschlafen und musste Rufus irgendwie retten.
Dann habe ich noch drüber nachgedacht, wie Goal und Cletus auf Elysium zurechtkommen. Goal erzählt den neugierigen Elysianern die ganze Geschichte von Rufus' Heldentaten. (zumindest das, was sie davon mitbekommen hat oder aus Rufus' Erzählungen noch weiß) Cletus wird als Held gefeiert, immerhin hat er einen Planeten gerettet und alle erwarten nun, dass er auch Elysium rettet bzw. nach Utopia bringt. Er muss mit seiner eigenen Unfähigkeit kämpfen, die Rolle von Rufus auszufüllen (wie es ja auch im Outro angedeutet war, zumindest habe ich das so gesehen :roll: ). Er versucht, wieder mit Goal zusammen zu kommen, aber sie will ihn nicht mehr sehen. Sie trauert noch um Rufus, steht ständig am Balkon und betrachtet Deponia, so dass Cletus sich schon Sorgen macht, aber sie will sich von ihm nicht helfen lassen. Leider sehen die Elysianer sie und "Rufus" als ganz süßes Liebespaar und erwarten, dass die beiden heiraten. KLISCHEEALARM!!! :P
Auf jeden Fall bin ich der Meinung, dass Cletus und Goal die Arschkarte gezogen haben. Cletus mag es ja noch verdient haben, aber Goal tut mir total leid. :(
Ich kann mich nicht entscheiden, ob Elysium nun Utopia erreicht oder erstmal notlanden muss oder sogar abstürzt. Für ersteres müsste schon ein Superplan her, aber leider fällt mir keiner ein. Eine Notlandung auf Deponia wäre auch denkbar. Dann könnte Goal Rufus wiederfinden, denn der lebt ja laut Pokis Statement vom letzten Jahr doch noch. :o
Viel interessanter hätte ich es aber gefunden, wie Rufus auf Elysium zurechtkommen und um seinen Charakter kämpfen muss. Aber dazu habe ich leider nichts aufgeschrieben.
Das waren die wichtigsten Gedanken. Sie sind eher comedy-lastig, aber ich musste mich damals auch irgendwie aufheitern. :mrgreen: Im Kopf klingen die immer besser als sie in aufgeschriebener Form wirken, deswegen lasse ich solche Fanfictions meistens unaufgeschrieben. :roll:
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Re: Elysium (Oder: meine eigene kleine Realitätsverweigerung

Beitragvon Emares » Mi 28. Jan 2015, 09:00

Ich freue mich, dass dir mein Review gefallen hat.


Ich fand's nett, außerdem ist Feedback doch so wichtig! ;)

Ich habe die Szene mit den Rotorblättern im Kopf immer wieder durchgespielt, bis ich eine Idee hatte, wie sich Rufus doch noch "verraten" könnte. Die Versuche von Rufus sind teilweise sehr blödsinnig, solange, bis es plötzlich klappt.


Das Problem an dieser Stelle ist, dass Rufus sich durchaus ausweisen kann,
aber sobald er das schafft, lassen die anderen Prototypen los und es fängt von vorne an.
Wie an anderer Stelle im Forum erwähnt, fehlt mir aber dennoch die Option,
"Ich bin Rufus, ich kann es nicht beweisen, also bring' dich in Sicherheit!" und dann eben loszulassen.
Theoretisch könnte er auch versuchen, die Anderen zu überzeugen,
aber sowas wäre eben nur eine Option für eine nachträgliche Modifikation
und es würde natürlich Arbeit produzieren -
und das Ende so verändern, wie bspw. Poki es gar nicht wollte.

Ist natürlich auch geistiges Eigentum und Herzblut drin!

Dann habe ich noch drüber nachgedacht, wie Goal und Cletus auf Elysium zurechtkommen. Goal erzählt den neugierigen Elysianern die ganze Geschichte von Rufus' Heldentaten. (zumindest das, was sie davon mitbekommen hat oder aus Rufus' Erzählungen noch weiß) Cletus wird als Held gefeiert, immerhin hat er einen Planeten gerettet und alle erwarten nun, dass er auch Elysium rettet bzw. nach Utopia bringt. Er muss mit seiner eigenen Unfähigkeit kämpfen, die Rolle von Rufus auszufüllen (wie es ja auch im Outro angedeutet war, zumindest habe ich das so gesehen ).


Das wäre doch ein super Idee für eine Kurzgeschichte,
Cletus könnte sich z.B. Doc als Psychiater anvertrauen (vergiss aber nicht, dass Doc seine Beine verlohren hat ;) )
und du könntest sozusagen eine Vorgeschichte zu meiner Story schreiben,
wie wäre das? :)

Er versucht, wieder mit Goal zusammen zu kommen, aber sie will ihn nicht mehr sehen. Sie trauert noch um Rufus, steht ständig am Balkon und betrachtet Deponia, so dass Cletus sich schon Sorgen macht, aber sie will sich von ihm nicht helfen lassen. Leider sehen die Elysianer sie und "Rufus" als ganz süßes Liebespaar und erwarten, dass die beiden heiraten. KLISCHEEALARM!!!


Ich weiß gar nicht, was du dagegen hast,
da könnte man doch etliche lustige Szenen einbauen
und auch tiefer greifende Gedankenszenen!

Dann könnte Goal Rufus wiederfinden, denn der lebt ja laut Pokis Statement vom letzten Jahr doch noch.


Nicht vergessen: Goal hat Pokis Statement nicht gelesen! :D

Viel interessanter hätte ich es aber gefunden, wie Rufus auf Elysium zurechtkommen und um seinen Charakter kämpfen muss. Aber dazu habe ich leider nichts aufgeschrieben.


Du könntest es vielleicht als Traumszene gestalten,
oder als eine Sequenz, die Rufus im freien Fall erlebt -
sozusagen das Leben, das vor den Augen vorbeizieht bevor man stirbt;
auch wenn er natürlich nicht tod ist!

Das waren die wichtigsten Gedanken. Sie sind eher comedy-lastig, aber ich musste mich damals auch irgendwie aufheitern. Im Kopf klingen die immer besser als sie in aufgeschriebener Form wirken, deswegen lasse ich solche Fanfictions meistens unaufgeschrieben.


Mein Tipp: wenn du Zeit hast, schreibe die Ideen auf,
dann mach' Stichpunkte daraus, versuche nun, diese Punkte richtig anzuordnen
und schließlich mit weiteren Unterpunkten zu verbinden.
Damit hast du einen Handlungsbogen,
den du ganz leicht weiter ausbauen und ausschmücken kannst
und so baut sich die Story wie ein Fötus langsam auf,
bis eine lebende Geschichte da ist!
Ihr sucht nach Deponia-Fanfictions? Vielleicht sind Argus' Aufstieg, die Elysium-Triologie, die Toni-Tribute oder Utopia ja was für euch!?

Liebe Grüße
Markus

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Re: Elysium (Oder: meine eigene kleine Realitätsverweigerung

Beitragvon #Goaly » Mi 28. Jan 2015, 16:58

Hey, du motivierst mich ja richtig! :mrgreen:

Das Problem an dieser Stelle ist, dass Rufus sich durchaus ausweisen kann,
aber sobald er das schafft, lassen die anderen Prototypen los und es fängt von vorne an.


Es passiert auch eher aus einer Affektreaktion heraus. Die anderen werden ihn verraten, weil er sie provoziert. Dann muss Goal ganz schnell reagieren, bevor die anderen merken, was sie da gerade getan haben. Deswegen häng bei dieser Sache sehr viel von Goal und den anderen Prototypen ab. Rufus muss nur er selbst sein. Ich bin mir ja auch nicht sicher, inwiefern Goal in dieser Situation überhaupt noch zurechnungsfähig ist. Sobald sie auch nur eine Frage stellt, um sich zu vergewissern oder wenn sie zu lange zögert, kann Argus wieder "aus Versehen" abrutschen. :evil: Da fehlt mir eine genaue Info über Goals Zustand.
Als Fanfiction mag das mal gehen. :P Man muss sich am Ende ja sowieso mit einer unrealistischen Umgebung und mit unrealistischen Ereignissen abfinden.

Wie an anderer Stelle im Forum erwähnt, fehlt mir aber dennoch die Option,
"Ich bin Rufus, ich kann es nicht beweisen, also bring' dich in Sicherheit!" und dann eben loszulassen.

Meiner Meinung nach hätte Goal eigentlich wissen können, dass Rufus der einzige wäre, der loslassen würde. Er hat schließlich schon zweimal aufgegeben und an das zweite Mal müsste sie sich ja noch erinnern.

Theoretisch könnte er auch versuchen, die Anderen zu überzeugen,
aber sowas wäre eben nur eine Option für eine nachträgliche Modifikation
und es würde natürlich Arbeit produzieren -
und das Ende so verändern, wie bspw. Poki es gar nicht wollte.


Oh, ja. :roll: Dafür müsste man Argus und Cletus einer größeren Charakterveränderung unterziehen, damit die sich opfern würden. Eine Rettung für alle Drei würde mir besser gefallen, aber dazu müsste Goal Hilfe holen, wie im "Ende-Thread" angesprochen.

Ist natürlich auch geistiges Eigentum und Herzblut drin!


Na klar, aber meiner Meinung nach zerstören die Gedankenexperimente von Fans nicht gleich das originale Ende oder machen es lächerlich. Ich denke da gerne drüber nach oder führe die Handlung mal aus Spaß ganz woanders hin. Ich weiß ja trotzdem, dass Pokis Geschichte die Wahre ist. ;)

Das wäre doch ein super Idee für eine Kurzgeschichte,
Cletus könnte sich z.B. Doc als Psychiater anvertrauen (vergiss aber nicht, dass Doc seine Beine verlohren hat ;) )
und du könntest sozusagen eine Vorgeschichte zu meiner Story schreiben,
wie wäre das? :)


Hey, danke! Das würde ich wirklich gerne machen. Ich hoffe nur, dass ich etwas zustande kriege. Das dürfte etwas dauern.
Tja, Doc und seine untere Hälfte! XD Dann kriegt er halt ne Maschine, mit der er laufen kann. Oder er bewegt sich auf ganz geheimnisvolle Weise fort und niemand hat jemals beobachtet, wie er das macht. :lol:


Ich weiß gar nicht, was du dagegen hast,
da könnte man doch etliche lustige Szenen einbauen
und auch tiefer greifende Gedankenszenen!


Das sollte auch so die lustig/traurige Stimmung aus dem dritten Teil beibehalten. Ich kriege wieder Lust, daran zu arbeiten. :D

Nicht vergessen: Goal hat Pokis Statement nicht gelesen! :D


Natürlich nicht! :lol: Das war etwas unglücklich formuliert. Ich denke, dass Rufus auf jeden Fall mitkriegen wird, dass Elysium am Himmel immer größer wird und schließlich irgendwo landet. Es werden sich wahrscheinlich noch mehr Deponianer auf den Weg machen, um das seltsame Himmelsgebilde zu betrachten. Unter denen wird Rufus auch sein und bestimmt auffallen. Vielleicht gibt es ein traditionell deponianisches Empfangskomitee für die Elysianer. ;)

Du könntest es vielleicht als Traumszene gestalten,
oder als eine Sequenz, die Rufus im freien Fall erlebt -
sozusagen das Leben, das vor den Augen vorbeizieht bevor man stirbt;
auch wenn er natürlich nicht tod ist!


Gute Idee! Ich könnte die Stelle auch am Ende bringen, falls ich Rufus und Elysium doch wieder in den Weltraum bringe. Aber dann muss das auch ein schlüssiges Ende ergeben. Hmm...schwierig. Die Traumszene dürfte auch im Chaos enden. :P


Mein Tipp: wenn du Zeit hast, schreibe die Ideen auf,
dann mach' Stichpunkte daraus, versuche nun, diese Punkte richtig anzuordnen
und schließlich mit weiteren Unterpunkten zu verbinden.
Damit hast du einen Handlungsbogen,
den du ganz leicht weiter ausbauen und ausschmücken kannst
und so baut sich die Story wie ein Fötus langsam auf,
bis eine lebende Geschichte da ist!


Das klingt plausibel. So werde ich das machen. Dann weiß ich immer, wohin die Geschichte führt. Danke für die Tipps! :mrgreen:

Willst du eigentlich noch eine Fanfiction schreiben oder hast du mit dem Thema abgeschlossen?
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Re: Elysium (Oder: meine eigene kleine Realitätsverweigerung

Beitragvon Emares » Fr 30. Jan 2015, 14:09

Hey, du motivierst mich ja richtig!


Ich finde, dass es ohnehin viel zu wenige gute Fanfictions hiervon gibt,
wäre doch schön, wenn es da etwas Neues gäbe! ;)

Es passiert auch eher aus einer Affektreaktion heraus. Die anderen werden ihn verraten, weil er sie provoziert. Dann muss Goal ganz schnell reagieren, bevor die anderen merken, was sie da gerade getan haben. Deswegen häng bei dieser Sache sehr viel von Goal und den anderen Prototypen ab. Rufus muss nur er selbst sein. Ich bin mir ja auch nicht sicher, inwiefern Goal in dieser Situation überhaupt noch zurechnungsfähig ist. Sobald sie auch nur eine Frage stellt, um sich zu vergewissern oder wenn sie zu lange zögert, kann Argus wieder "aus Versehen" abrutschen. Da fehlt mir eine genaue Info über Goals Zustand.
Als Fanfiction mag das mal gehen. Man muss sich am Ende ja sowieso mit einer unrealistischen Umgebung und mit unrealistischen Ereignissen abfinden.


Wäre doch was für eine kleine Kurzgeschichte,
vielleicht ein Gedankenspiel, das Goal auf Elysium im Kopf durchgeht,
bzw. das sich dann später als solches herausstellt.
Aber nicht vergessen: mach' es dir nicht zu leicht,
viel zu viele schreiben in Fanfictions einfach nur das,
was sie gerne hören würden.
Es muss schwer sein und nahezu unmöglich erreicht werden,
auch in einem Gedankenspiel! ;)

Meiner Meinung nach hätte Goal eigentlich wissen können, dass Rufus der einzige wäre, der loslassen würde. Er hat schließlich schon zweimal aufgegeben und an das zweite Mal müsste sie sich ja noch erinnern.


Das mag stimmen,
aber die Situation ist hektisch,
mit Sauerstoffentzug und schlechter Sicht -
und hin und wieder scheint Goal auch nicht die Hellste zu sein! ^^

Oh, ja. Dafür müsste man Argus und Cletus einer größeren Charakterveränderung unterziehen, damit die sich opfern würden. Eine Rettung für alle Drei würde mir besser gefallen, aber dazu müsste Goal Hilfe holen, wie im "Ende-Thread" angesprochen.


Das wäre doch mal interessant:
Rufus ist der vertrottelte Chaot,
wie würde ein Spiel mit den Anderen aussehen?
Argus wäre sicherlich für einen Shooter gut sein,
aber was könnte man mit Cletus machen?
Eine Anleitung zum Versnobbt sein!? :mrgreen:

Na klar, aber meiner Meinung nach zerstören die Gedankenexperimente von Fans nicht gleich das originale Ende oder machen es lächerlich. Ich denke da gerne drüber nach oder führe die Handlung mal aus Spaß ganz woanders hin. Ich weiß ja trotzdem, dass Pokis Geschichte die Wahre ist.


Sofern man natürlich davon ausgeht, dass kanonische und originale Handlung der "Wahrheit" entspricht,
da gibt es ja in Fangemeinden wie z.B. von Startreck und Co. sehr kontroverse Diskussionen.

Hey, danke! Das würde ich wirklich gerne machen. Ich hoffe nur, dass ich etwas zustande kriege. Das dürfte etwas dauern.
Tja, Doc und seine untere Hälfte! XD Dann kriegt er halt ne Maschine, mit der er laufen kann. Oder er bewegt sich auf ganz geheimnisvolle Weise fort und niemand hat jemals beobachtet, wie er das macht.


Hatte ich für ihn keine passende Lösung gefunden, ich weiß es jetzt auf die Schnelle nicht...,
aber war da nicht was mit einem Drehstuhl!? :lol:
Es ist übrigens gut, wenn du dir zum Schreiben viel Zeit lässt,
so hat man die Gelegenheit,
nicht jeder Stimmungsregung nachzugehen
und dran zu feilen, bis es wirklich gut ist!

Das sollte auch so die lustig/traurige Stimmung aus dem dritten Teil beibehalten. Ich kriege wieder Lust, daran zu arbeiten.


Weiter so! :D

Natürlich nicht! Das war etwas unglücklich formuliert. Ich denke, dass Rufus auf jeden Fall mitkriegen wird, dass Elysium am Himmel immer größer wird und schließlich irgendwo landet. Es werden sich wahrscheinlich noch mehr Deponianer auf den Weg machen, um das seltsame Himmelsgebilde zu betrachten. Unter denen wird Rufus auch sein und bestimmt auffallen. Vielleicht gibt es ein traditionell deponianisches Empfangskomitee für die Elysianer.


Ein deponianisches Empfangskommitee für Elysianer stelle ich mir irgendwie mit Mistgabeln vor,
die meisten Deponianer werden nicht gut auf die Elysianer zu sprechen sein... ;)

Gute Idee! Ich könnte die Stelle auch am Ende bringen, falls ich Rufus und Elysium doch wieder in den Weltraum bringe. Aber dann muss das auch ein schlüssiges Ende ergeben. Hmm...schwierig. Die Traumszene dürfte auch im Chaos enden.


Traumszenen helfen, eigentlich unmögliche Ereignisse schlüssig zu machen
und streng genommen ist eine "Rettung" Elysiums unmöglich ohne dass es knallt!

Das klingt plausibel. So werde ich das machen. Dann weiß ich immer, wohin die Geschichte führt. Danke für die Tipps!


Wikipedia kann einem übrigens eine große Hilfe sein:
http://de.wikipedia.org/wiki/Handlung_(Erz%C3%A4hlkunst)#Siehe_auch
Bin schon mal auf das Ergebnis gespannt!

Willst du eigentlich noch eine Fanfiction schreiben oder hast du mit dem Thema abgeschlossen?


Eigentlich hatte ich damit abgeschlossen, aber irgendwie könnte ich es mir nun doch vorstellen, wieder etwas zu basteln -
andererseits ist sowas immer ein sehr, seehr langfristiges Projekt...

Edit: So kann man sich irren:
viewtopic.php?f=169&t=5795&p=24963#p24963
&
viewtopic.php?f=169&t=5957
Ihr sucht nach Deponia-Fanfictions? Vielleicht sind Argus' Aufstieg, die Elysium-Triologie, die Toni-Tribute oder Utopia ja was für euch!?

Liebe Grüße
Markus

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Re: Elysium (Oder: meine eigene kleine Realitätsverweigerung

Beitragvon ladyamen » Mo 18. Apr 2016, 22:19

Hi Emares,

wie versprochen ein Review:

Die Fanfic beginnt mit einer äußerst ausführlichen Einleitung, wobei man davon ausgehen sollte, dass diejenigen die es lesen bereits mit der Deponia Welt vertraut sind, wäre es für meinen Geschmack ein aggressiverer Anfang angebracht, weniger Historisch, damit es den Leser eher packt.

Rufus als Gossenjungen zu bezeichnen würde mir nie in den Sinn kommen, er ist einfach so viel mehr.
Dein Schreibstil ist sehr sachlich und hat äußerst viele Beschreibungen, was ich nicht gewohnt bin. Ich persönlich lege viel Wert auf die emotionale Trageweite, als dass was die Leute tragen, wie ihre Umgebung aussieht usw. Insbesondere bei literarischen Werken weil mir einfach dazu die Vorstellungskraft fehlt und ich mich meistens nur durch quäle. Außer wenn man es hingegen einsetzt um eine sehr aufgeladene Szene zu strecken.

Ich mag diesen Satz "Sie wirkt desinteressiert" diese Ausdruckweise ist auch ungewöhnlich, man kriegt eine 3Person oberflächliche Betrachtung, ohne etwas vom Innenleben zu verraten, man kann sich eben nie ganz sicher sein.
Cletus als Metapher für Dakel :D ha ha, super gelungen!

Die Beschreibung der Maschine die nicht in Ihre Umgebung passt finde ich hingegen auch klasse, ein perfektes Bild des Kontrastes. Übrigens der Doc hat sehr wohl Beine (er legt sie beim meditieren hinter den Kopf, siehe Deponia 1)

Was ich noch anmerken muss, ich liebe es wenn jemand im Präsens schreibt, es ist unmittelbarer, näher und man hat nicht das Gefühl ein Historikernacherzählung zu lesen. Leider hast du im zweiten Teil das wieder aufgegeben.

Ich finde es super dass du so viele Spielelemente beachtest und erwähnt hast, dass Cletus eine missglückte OP hinter sich hatte.

Goals Zornesausbruch auf Cletus während er stirbt finde ich nicht nachvollziehbar. Erst ist alles sehr distanziert und dann expolodiert sie aus dem nichts wo er eh schon am Boden liegt. Man muss schließlich immer noch in Betracht ziehen das 1/3 von Goal immer auf dessen Seite irgendwo war, ein kleiner Teil von ihr mochte ihn, hatte sich mit ihm verlobt! Sie hat für ihn gekurbelt weil sie Rücksicht auf seine Rückenschmerzen nahm usw. Sie kann nicht Cletus für alles die Schuld geben, irgendwo ist es schließlich verständlich dass man nicht einfach so freiwillig in den Tod runterspringt und während der gesamten Zeit auf Elysium hatte sie ja bereits genug Zeit gehabt ihn vorher zur Rede zu stellen und anzuschreien. so eine Beschimpfungstirade wäre wohl zu einem anderen Zeitpunkt verständlicher. Was hingegen sehr viel Bedeutender/Schwerwiegender wäre, wäre an Ihrer stelle gerade kalt und ruhig und resigniert zu bleiben, die Tiefe einer Emotion liegt in der ruhe der Verzweiflung.
z.B. einen leisen Gegner nimmt man viel ernster, als einen der rumbrüllt.

Ein gewisser Fehler ist im ersten Zeitsprung, wo Sie Rufus hochzieht, er dürfte kein Halstuch tragen sondern das Cletus Outfit... aber ich hab unter tränen gelächelt als sie sich da reingeschnäuzt hat :lol:
Ich wünschte gerade hier, dass du diese Szene gestreckt hättest, wenn auch durch Umgebungsbeschreibungen. Hoffnung ist orange? Finde ich faszinierend, gefällt mir.

Geruch von Wandfarbe, dass ist klasse! Normal beschreibt man was man tasten kann, sehen kann, aber einen Geruch, dass gefällt mir.
Ab jetzt kommt die Spirale durch Rufus Vergangenheit, man erfährt ein paar Hintergründe die nie im Spiel behandelt wurden und dass ist Interessant, insbesondere dass du dem Kotzbroken von Ziehvater einen Grund gegeben hast so zu sein.
Ich wünschte du hättest Rufus als Kleinkind mehr beschrieben, ich stell ihn mir soooooo süß vor.
Ich hätte mir auch gewünscht, dass mehr Momente aufgetaucht wären und diese nicht sofort unterbrochen worden wären sobald er seine Aufmerksamkeit auf Sie richtet, sondern zumindest ein bisschen Luft gewesen wäre Ihre alten Emotionen von damals mit denen die Sie nun für Ihn hat zu verbinden, da wäre Potential für einen Konflikt.

Mir persönlich sagt es nicht zu dass Goal ein halbes leben alleine fristen muss um dann heroisch mit 3 Fallschirmen Rufus hinterher zu springen. Ich habe gelesen du hast sogar mehrere Szenarien dir ausgedacht für die Spieltechnische Umsetzung, interessant! Jedoch eine Oma-Goal mit Fallschirmen.... :/ naja
Wenn man den Charakter altern lässt, nimmt man ihm gleichzeitig die unmittelbare Dringlichkeit zur Emotionalen Vollendung. Es ist einfach traurig mit anzusehen und irgendwo ärgerlich.

Geiiiiil alte Goal sprengt Deponia! ENDLICH ha ha so geil, das wäre genau das was ich machen würde! :lol:
Oh nein bitte nicht, du hast nicht wirklich Rufus zu Poki gemacht >_< Brrr... Rufus sieht viel besser aus! Drück den Knopf Goal!

Ich hab mich lab tod gelacht als Goal Poki in die Eier getreten hat, dass hat er verdient.

Nun beginnt ein Durcheinander aus verschiedenen Szenarien:

"Das kann nicht wirklich sein, das weißt du, oder?", sie flüstert: "Ist mir egal!" Diese Stelle gefällt mir super_ ultimativ einfach das was man will, insbesondere weil es unmöglich ist und dessen zu trotz mit eingenommen. Nur diese Regieanweisungen mit: "schließen die Augen, sie lächelt, das Streichholz geht aus, Stille." Erinnert mich an meine Schulzeit und die Theater AG, ach warum ist alles nur so sachlich, ich komm nicht auf meine Kosten für emotionale Bedürfnisse :(

Rufus hat sich alles nur ausgemalt und nichts davon ist je passiert. Im Grunde klasse Ansatz nur wirkt der Rufus nicht wie Rufus, es fehlt eine humoristische Grundstimmung, eine Lockerheit und der Trotz wo er alle Hinweise darauf bis zum bitteren Ende ignoriert. Seine Fantasiewelt ist schließlich ultimativ und keiner hat ihm da was reinzureden.

Review zu Teil 2 werde ich auf der Seite machen wo du es veröffentlicht hast.

P.S. ich schätze es sehr dass du dich bemüht hast die Dialoge nachzuschlagen, es war das tragende Element welches mir am meisten gefallen hat.
Don't do something permanently stupid. Because you're temporarily upset.

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Re: Elysium (Oder: meine eigene kleine Realitätsverweigerung

Beitragvon Emares » Di 19. Apr 2016, 20:19

Hey, wie schön, dass du auch hier einen ausführlichen Bericht geschrieben hast!

Die Fanfic beginnt mit einer äußerst ausführlichen Einleitung, wobei man davon ausgehen sollte, dass diejenigen die es lesen bereits mit der Deponia Welt vertraut sind, wäre es für meinen Geschmack ein aggressiverer Anfang angebracht, weniger Historisch, damit es den Leser eher packt.


Ich ging hier davon aus, dass die Geschichte auch Leute lesen könnten, die nicht die gesamte Deponia Trilogie durchgemacht haben oder für die es schon lange her ist. Außerdem fange ich gerne langsam an und werde dann immer rasanter - wie du eventuell später in meinen Kurzgeschichten über Toni bemerken wirst.
Ist so ein Tick von mir! ;D

Rufus als Gossenjungen zu bezeichnen würde mir nie in den Sinn kommen, er ist einfach so viel mehr.


Du scheinst dem Missverständnis zu unterliegen, dass das Wort Gossenjunge abwertender Natur war.
Tatsächlich sollte es aber wohl nur die Unterschiede zwischen den Beiden unterstreichen, um ihre Verbindung in ihrer Außergewöhnlichkeit zu versinnbildlichen!

Dein Schreibstil ist sehr sachlich und hat äußerst viele Beschreibungen, was ich nicht gewohnt bin. Ich persönlich lege viel Wert auf die emotionale Trageweite, als dass was die Leute tragen, wie ihre Umgebung aussieht usw..


Zugegebenermaßen habe ich mich gerade zu Anfang sehr auf Details versteift, weniger auf die Handlung. Ich unterliege allerdings der Wahrnehmungsstörung, dass es mittlerweile besser geworden ist...

Ich mag diesen Satz "Sie wirkt desinteressiert" diese Ausdruckweise ist auch ungewöhnlich, man kriegt eine 3Person oberflächliche Betrachtung, ohne etwas vom Innenleben zu verraten, man kann sich eben nie ganz sicher sein.


Ich gebe dir Recht: ich beschreibe gerne eine Situation, und überlasse es dem Leser, zu interpretieren, was in einer Person vor sich geht. Womöglich mache ich das heute nicht mehr so oft und habe einen ausgelasseneren Schreibstil, aber den Akademiker riecht man wahrscheinlich an jeder zweiten Abbiegung! ^^
Schön, dass es dir trotzdem gefällt!

Cletus als Metapher für Dakel :D ha ha, super gelungen!


Da du mir gerade auf die Sprünge helfen...
Google zeigt mir jetzt nur Bilder von Dackeln... ^^

Was ich noch anmerken muss, ich liebe es wenn jemand im Präsens schreibt, es ist unmittelbarer, näher und man hat nicht das Gefühl ein Historikernacherzählung zu lesen. Leider hast du im zweiten Teil das wieder aufgegeben.


Ich muss dir was gestehen: die Vergangenheitsform ist leichter! ^^

Ich finde es super dass du so viele Spielelemente beachtest und erwähnt hast, dass Cletus eine missglückte OP hinter sich hatte.


Gerade für die ersten drei Kurzgeschichten habe ich sehr viel recherchieren müssen, Orte wollten beschrieben werden, Charaktere dargestellt und natürlich viele Details gezeigt werden - schön, dass es dir gefällt!

Goals Zornesausbruch auf Cletus während er stirbt finde ich nicht nachvollziehbar. Erst ist alles sehr distanziert und dann expolodiert sie aus dem nichts wo er eh schon am Boden liegt. Man muss schließlich immer noch in Betracht ziehen das 1/3 von Goal immer auf dessen Seite irgendwo war, ein kleiner Teil von ihr mochte ihn, hatte sich mit ihm verlobt! Sie hat für ihn gekurbelt weil sie Rücksicht auf seine Rückenschmerzen nahm usw. Sie kann nicht Cletus für alles die Schuld geben, irgendwo ist es schließlich verständlich dass man nicht einfach so freiwillig in den Tod runterspringt und während der gesamten Zeit auf Elysium hatte sie ja bereits genug Zeit gehabt ihn vorher zur Rede zu stellen und anzuschreien. so eine Beschimpfungstirade wäre wohl zu einem anderen Zeitpunkt verständlicher. Was hingegen sehr viel Bedeutender/Schwerwiegender wäre, wäre an Ihrer stelle gerade kalt und ruhig und resigniert zu bleiben, die Tiefe einer Emotion liegt in der ruhe der Verzweiflung.
z.B. einen leisen Gegner nimmt man viel ernster, als einen der rumbrüllt.


Goal ist in diesem Moment extrem angespannt: sie war bis dato gezwungen, dieses Geheimnis zu halten und sie hasst sich, Cletus, Rufus und die Welt.
Sich, weil sie zu spät reagiert hat,
Cletus, weil er statt Rufus nach Elysium kam,
Rufus, weil er losließ,
die Welt, weil sie sie in diese Situation gebracht hat.
Liebe ist nicht rational, sie ist eine Emotion.
Zu schweigen, hätte meiner Meinung nach keinen Sinn gemacht.
Sie hat so viel erduldet und dann soll sie einfach so den Mund halten!?

Ein gewisser Fehler ist im ersten Zeitsprung, wo Sie Rufus hochzieht, er dürfte kein Halstuch tragen sondern das Cletus Outfit... aber ich hab unter tränen gelächelt als sie sich da reingeschnäuzt hat :lol:
Ich wünschte gerade hier, dass du diese Szene gestreckt hättest, wenn auch durch Umgebungsbeschreibungen. Hoffnung ist orange? Finde ich faszinierend, gefällt mir.


Stimmt, er hat es ja gar nicht an... gut gefunden! ;)
Es lag allerdings in der Natur der Zeitsprünge, dass sie keine lange Verweildauer hatten, jeder Eingriff musste eine Korrektur provozieren... zumindest bis zur Endzeit!
Hoffnung kam mir irgendwie orange vor... weiß auch nicht warum! :lol:

Geruch von Wandfarbe, dass ist klasse! Normal beschreibt man was man tasten kann, sehen kann, aber einen Geruch, dass gefällt mir.


Geht das nur mir so, dass ich zunächst an den Geruch eines Raums denke, wenn ich an eine neue Erfahrung denke!? :mrgreen:

Ab jetzt kommt die Spirale durch Rufus Vergangenheit, man erfährt ein paar Hintergründe die nie im Spiel behandelt wurden und dass ist Interessant, insbesondere dass du dem Kotzbroken von Ziehvater einen Grund gegeben hast so zu sein.


Es freut mich, dass es dir gefällt. Daedalic hat sich ja bei vielen anderen Charakteren Mühe gegeben, Beweggründe und Menschlichkeit zu beachten, nur bei seinem Ziehvater wird es mager, da gibt es nur Andeutungen...
Das wollte ich korrigieren!

Ich hätte mir auch gewünscht, dass mehr Momente aufgetaucht wären und diese nicht sofort unterbrochen worden wären sobald er seine Aufmerksamkeit auf Sie richtet, sondern zumindest ein bisschen Luft gewesen wäre Ihre alten Emotionen von damals mit denen die Sie nun für Ihn hat zu verbinden, da wäre Potential für einen Konflikt.


Wie wäre es, wenn du dich daran versuchst!?
Das hätte Potential und du hast ein paar Ideen; daraus lässt sich etwas machen!
Vielleicht ist es nicht aufgefallen, aber hier wollte ich auch eine Erklärung für Rufus' Prägung auf Goal liefern:
er kannte sie schon als er ein Säugling war, sie stand von Anfang an für die Hoffnung.
In Doomsday taucht das Motiv, glaube ich, ja auch umgekehrt auf!

Mir persönlich sagt es nicht zu dass Goal ein halbes leben alleine fristen muss um dann heroisch mit 3 Fallschirmen Rufus hinterher zu springen. Ich habe gelesen du hast sogar mehrere Szenarien dir ausgedacht für die Spieltechnische Umsetzung, interessant! Jedoch eine Oma-Goal mit Fallschirmen.... :/ naja
Wenn man den Charakter altern lässt, nimmt man ihm gleichzeitig die unmittelbare Dringlichkeit zur Emotionalen Vollendung. Es ist einfach traurig mit anzusehen und irgendwo ärgerlich.


Du verwechselst da etwas: sie altert kein halbes Leben, nur etwa ein Viertel - sie ist keine Oma, wenn sie versucht, ihn zu retten, sondern eine reife Frau!
Sie lauert, sie wartet, geduldig wie ein Wolf auf ihre Gelegenheit, das Geschehene zu verändern, ohne die Zeitlinie zu beschädigen und das geht nur zu einem einzigen Zeitpunkt: wenn-er-fällt!

Geiiiiil alte Goal sprengt Deponia! ENDLICH ha ha so geil, das wäre genau das was ich machen würde! :lol:
Oh nein bitte nicht, du hast nicht wirklich Rufus zu Poki gemacht >_< Brrr... Rufus sieht viel besser aus! Drück den Knopf Goal!


Kabööms, kann ich da nur sagen! ^^

"Das kann nicht wirklich sein, das weißt du, oder?", sie flüstert: "Ist mir egal!" Diese Stelle gefällt mir super_ ultimativ einfach das was man will, insbesondere weil es unmöglich ist und dessen zu trotz mit eingenommen. Nur diese Regieanweisungen mit: "schließen die Augen, sie lächelt, das Streichholz geht aus, Stille." Erinnert mich an meine Schulzeit und die Theater AG, ach warum ist alles nur so sachlich, ich komm nicht auf meine Kosten für emotionale Bedürfnisse :(


Eine schöne Szene: es passiert das, was die ganze Zeit passieren sollte.
Aber etwas Intimität muss man den Charakteren auch geben, ich überlasse es dem Leser, was sie in dem Moment machen!

Rufus hat sich alles nur ausgemalt und nichts davon ist je passiert. Im Grunde klasse Ansatz nur wirkt der Rufus nicht wie Rufus, es fehlt eine humoristische Grundstimmung, eine Lockerheit und der Trotz wo er alle Hinweise darauf bis zum bitteren Ende ignoriert. Seine Fantasiewelt ist schließlich ultimativ und keiner hat ihm da was reinzureden.


Streng genommen hat er sich schon nach dem Ende des ersten Teils geändert: er war nachdenklicher, weiser, weniger egoistisch.

P.S. ich schätze es sehr dass du dich bemüht hast die Dialoge nachzuschlagen, es war das tragende Element welches mir am meisten gefallen hat


Dankeschön, tatsächlich waren sie mit das Erste, was stand! ^^


So, mal schauen, ob ich heute schon eine Antwort auf Teil zwei hinbekomme,
gute Nacht
Markus
Ihr sucht nach Deponia-Fanfictions? Vielleicht sind Argus' Aufstieg, die Elysium-Triologie, die Toni-Tribute oder Utopia ja was für euch!?

Liebe Grüße
Markus


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